Eishockey

Huskies wollen gegen Rossis Eislöwen Trotzreaktion zeigen

Eishockey, DEL2, Kassel Eissporthalle, Zurück im Huskies-Team: Nathan Burns (blaues Trikot, links) und Denis Shevyrin (rechts) sind wieder fit. Hier ist das Duo eingerahmt von den EC Bad Nauheimern Simon Gnyp (links) und Andreas Pauli (rechts).  
Archivfoto: ANDREAS FISCHER
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Zurück im Huskies-Team: Nathan Burns (blaues Trikot, links) und Denis Shevyrin (rechts) sind wieder fit. Hier ist das Duo eingerahmt von den Bad Nauheimern Simon Gnyp (links) und Andreas Pauli (rechts). Archivfoto: Andreas Fischer

Folgt der tiefen Enttäuschung über den verschenkten Sieg gegen Bad Nauheim die erhoffte Trotzreaktion der Kassel Huskies gegen die Dresdner Eislöwen (heute, 19.30 Uhr, Eissporthalle) und am Sonntag in Ravensburg (17 Uhr)? Vielleicht sogar ein Befreiungsschlag in Form eines Doppelsieges?

Kassel/Dresden -„Wir wollen es besser machen, wir können es besser machen und wir müssen es besser machen, wenn wir den Trend stoppen wollen“, sagt Tim Kehler und hofft inständig, dass „der Weckruf“ noch zur rechten Zeit kam und von allen Spielern gehört wurde.

Der Trainer berichtet von vielen Gesprächen, reichlich Videostudium und einer produktiven Trainingswoche. Diese positive Entwicklung gelte es nun auch in den Spielen umzusetzen. Mit mehr Biss, mehr Struktur und – mehr Personal. Denn nach der Genesung von Kapitän Denis Shevyrin hat er nun acht Verteidiger an Bord – mehr, als er einsetzen kann. Und im Angriff ist mit Nathan Burns ein ganz starker Mann des ersten Wochenendes wieder zurück. Joel Keussen, Marc Schmidpeter und Joey Luknowsky indes fehlen erneut.

Kehler geht davon aus, dass das Kölner DEL-Trio Müller - Müller - Tiffels noch vier Spiele für die Huskies bestreiten kann und erst nach den Einsätzen gegen Landshut (27.11.) und in Bayreuth (29.11.) zu den Haien zurückkehren wird. Vielleicht hat bis dahin aber Ryan Olsen schon seinen deutschen Pass. „Das könnte schon bald klappen“, sagt der Coach, sieht dagegen bei Kristian Blumenschein zunächst keine Perspektive. „Leider geht es nicht voran, das wird wohl in dieser Saison nichts mehr“, berichtet Kehler. Für Blumenschein als Importspieler sei kein Platz bei den Huskies, derzeit suche der 23-jährige Verteidiger Alternativen.

Fakt ist: In dieser DEL2 mit vielen „Ein-Tor-Differenz-Spielen“ müssen die Huskies öfter ins Schwarze treffen. Nur zehn Tore stehen zu buche, halb soviel wie für Ravensburg und Landshut. Da kommen die Eislöwen heute gerade recht, oder? 188 Gegentore hatten die in der vergangenen Saison kassiert (Kassel 147), das reichte für die schwächste Defensive der DEL2 nur zu Rang zehn. Aber: „Rechnen wir nur die letzten 30 von 52 Spielen, dann wären wir Vierter geworden“, beschreibt Rico Rossi die Steigerung seiner Dresdener. Entsprechend klar war die Vorgabe des Trainers für die neue Runde formuliert: „Wir müssen in der Abwehr viel stabiler werden“, forderte der 55-Jährige, wissend, „dass das nicht von einem Tag auf den anderen klappen wird.“

Hatte der Coach eine Vorahnung? Tatsächlich gerieten seine Sachsen auch im ersten Duell 20/21 wieder unter die Räder – 1:8 in Kaufbeuren. „Ein Fehlstart, der weh getan hat“, weiß Rossi. Aber: „Wir haben uns danach zusammengerauft.“ Gegen Weißwasser (5:4), in Crimmitschau (1:2) und gegen Frankfurt (3:2) ging es zwar jeweils in die Verlängerung, aber dreimal in Folge wurde gepunktet – weil die Anzahl der Gegentore erst auf vier und dann auf zwei halbiert wurde. „Wenn das in Kassel weitergeht, dann wird es schwer für die Huskies“, sagt Rossi schmunzelnd.

Kehler jedenfalls warnt: „Es wird keinen Deut leichter gegen Dresden, die Liga hat sich von eins bis 14 noch einmal deutlich weiterentwickelt.“ Rossi indes sieht die Nordhessen in der Favoritenrolle: „Sie haben zwei super Torleute, drei starke Kölner und vier gute Ausländer.“ Dem entgegen stellt er aber in Riku Helenius (30) einen famosen Torwart mit Erstliga-Erfahrungen in Schweden, in Finnland, in der KHL und sogar in der NHL, wo er bei seinem einzigen Einsatz für Tampa Bay 2008/2009 sogar ohne Gegentor blieb.

Topscorer der Eislöwen ist erneut der wuchtige Jordan Knackstedt (2 Tore + 4 Vorlagen) vor Vladi Filin (1+4), dem Letten Elvijs Biezais (1+4) sowie Neuzugang Evan Trupp (USA/2+2) und DEL-Urgestein Alex Dotzler (2+2). Und: Mit Rossi freuen sich auch sechs Spieler auf eine Rückkehr in die Eissporthalle: Die Nordhessen Louis Trattner (22) und Erik Betzold (20) sowie Steve Hanusch, René Kramer, Toni Ritter und Kevin Lavallee (38) mit neun Huskies-Einsätzen 2004/2005 – vor 16 Jahren! (Gerald Schaumburg)

Huskies-Fanshop öffnet am Samstag

 Aufgrund der Pandemie können die Kassel Huskies den Fanshop Eissporthalle leider nicht wie gewohnt ständig öffnen. Aber die neuen Fanartikel werden nun an zwei Tagen vor Ort angeboten: An diesem Samstag, 21. November, und 12. Dezember ist der Shop jeweils von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Vorrätig sind ausgewählte Artikel des aktuellen Sortiments, aber zu Sonderkonditionen auch frühere Produkte als „Oldies but Goldies“. Informationen zur Ticketsituation wird es dann nicht geben, diese kündigen die Huskies mit dem Hinweis „in Kürze“ an. Den Onlineshop der Huskies mit Partner Diez-Werbetechnik gibt’s auf huskies.diwete.de. (sam)

Auch heute Liveticker und Radio HNA

Auch heute können Sie wieder live dabei sein, wenn die Huskies gegen Rico Rossis Dresdner spielen – und das kostenlos: Im HNA-Liveradio melden sich ab 19.25 Uhr Gerald Schaumburg und Steffen König aus der Eissporthalle, außerdem berichtet Björn Friedrichs im Liveticker ebenso aktuell. Reinhören und mitfiebern geht online an dieser Stelle: www.hna.de

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