Huskies mit Kampfkraft und Einfallsreichtum im Derby

Kassel. So ein Derbysieg erhöht den Einfallsreichtum. Auf den Rängen. Bei den Spielern. Und beim Trainer. Nach dem triumphalen 6:3-Erfolg gegen die Löwen aus Frankfurt erreichten die Kassel Huskies und ihre Anhänger auch neue Höchstwerte auf der Feierskala.

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Als der Sieg im dritten Drittel mit drei Toren in drei Minuten eingetütet war, da winkte der Heuboden den Gäste-Fans zum Abschied mit weißen Taschentüchern. Und sang lauthals: „Alt-Herren-Truppe. Wie sind ’ne Altherrentruppe.“

Eine Anspielung auf ein Interview von Boris Acker, in dem der Löwen-Torhüter die Huskies derart abgestempelt hatte. Acker, der selbst nach seiner langen Verletzung noch nicht spielte, durfte sich sich zunächst bestätigt fühlen - und musste sich dann gewaltig wundern.

Im ersten Drittel präsentierten sich die Gastgeber ganz schwach. „Das haben wir komplett verschlafen. Wir hatten null Selbstvertrauen“, sagte Stürmer Christoph Koziol später. Das 0:2 war logische Folge und auch verdient.

Bilder des Spiels

Kassel Huskies gegen Löwen Frankfurt

 © HNA/Fischer
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 © Andreas Fischer
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O-Töne nach dem Spiel

Daniel Lammel - O-Ton

Emanuel Grund - O-Ton

Daniel Reiß - O-Ton

Die Wiederauferstehung der Huskies aber, sie war ebenso unwiderstehlich. „Der Trainer ist ruhig geblieben. Wir sind ruhig geblieben. Wir wussten ja: Wir haben noch 40 Minuten Zeit“, sagte Koziol. Der Dortmunder Neuzugang wurde im Schlussdrittel mit zwei Treffern in 61 Sekunden zum Matchwinner. Und genoss die anschließende Siegesfeier ganz besonders: „Jedes Spiel in Kassel ist für mich etwas Besonderes. Aber heute, das ist einfach Gänsehaut-Stimmung.“

Nachdem Michi Christ als Einpeitscher die Fans noch mal in Hochstimmung versetzt hatte, ließ sich die komplette Mannschaft anstecken und entdeckte im Wechselspiel mit dem Heuboden eine neue Feier-Choreografie: Auch auf dem wird jetzt nacheinander gesprungen unter dem Motto: „Und die erste Reihe hüpft ...“

Audio-Mitschnitt: Jamie Bartman bei der Pressekonferenz

O-Ton

Bleibt die Neuerung von Jamie Bartman. Der Trainer entdeckte ganz neue Motivationsmöglichkeiten. Auf die Frage, was er seinen Spielern in der Kabine angesichts des 0:2-Rückstandes nach dem ersten Drittel denn gesagt habe, dass eine derartige Leistungssteigerung dabei herausgekommen sei, meinte Bartman trocken: „Ganz einfach: Tief einatmen. Und dann wieder tief ausatmen.“

Klingt ein wenig nach Yoga-Atmung, ist aber wie gesehen auch im Eishockey von Erfolg gekrönt. Kassels Spieler haben jedenfalls richtig kräftig durchgeatmet. Und ihren südhessischen Rivalen aus Frankfurt dann regelrecht weggeblasen.

Von Frank Ziemke

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