Kasseler Eishockey

Huskies-Kapitän Alex Heinrich: „Der Dampf ist etwas raus“

Allein auf weiter Flur: Husky Lois Spitzner stemmt sich vergeblich gegen die weiße Wand der Heilbronner Bryce Gervais, Corey Mapes, Davis Koch, Torwart Matthias Nemec und Kevin Maginot (von links).
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Allein auf weiter Flur: Husky Lois Spitzner stemmt sich vergeblich gegen die weiße Wand der Heilbronner Bryce Gervais, Corey Mapes, Davis Koch, Torwart Matthias Nemec und Kevin Maginot (von links). 

Zwei Tage nach dem 2:5 im Spitzenspiel gegen Heilbronn müssen die Eishockey-Huskies heute um 20 Uhr in Bietigheim ran - und bangen um die Tabellenführung.

Es war das letzte Heimspiel des Jahres, die Halle mit 6100 Zuschauern erstmals ausverkauft. Es war eine perfekte Bühne für die Huskies und der verdiente Lohn für mitreißende Spiele in dieser Runde.

Doch Kassels Eishockeyspieler konnten die Vorlage nicht nutzen und kassierten ausgerechnet im Spitzenspiel eine empfindliche 2:5 (0:2,0:0, 2:3)-Niederlage gegen den in allen Belangen, auf allen Positionen besseren Verfolger Heilbronn.

Am Montag geht es für die Huskies gegen Bietigheim

Der ist nun punktgleich und steht nur noch um drei Tore schlechter da als die Nordhessen. Die müssen heute um 20 Uhr schon wieder in Bietigheim ran. Ausgerechnet gegen die Steelers, gegen die am 2. Oktober mit dem spektakulären 10:2 erstmals seit März 2008 wieder die Tabellenspitze in der DEL2 erobert wurde, droht nun im letzten Spiel des Jahres wieder der Sturz vom Thron.

„Schade, wir haben leider die große Chance verpasst, diesmal die vielen alten Fans, die man lange nicht in der Eishalle gesehen hat, und die vielen neuen zu begeistern“, konstatierte Alex Heinrich. Der Kapitän sprach aus, was offensichtlich war: „Wir spielen nicht mehr so stark auf wie noch im Herbst, der Dampf ist etwas raus.“

Und so äußerte sich auch Tim Kehler enttäuscht „über den Spielverlauf, über unseren Auftritt mit Vier gegen Vier und darüber, dass nicht alle Spieler von der ersten bis zur letzten Minute alles gegeben haben“. Das nämlich hat es bislang in der Ära des Trainers nur ganz selten gegeben.

Huskies haben es den Heilbronnern viel zu leicht gemacht

Diesmal aber hatten seine Kasseler den Heilbronnern „das Toreschießen viel zu leicht gemacht, aber selbst den leeren Kasten nicht getroffen“. Insbesondere das kongeniale Trio mit Vierfach-Torschütze Dylan Wruck und den Passgebern Derek Damon (5) sowie Ian Brady (4) „haben wir nie in den Griff bekommen“.

Die Folge: Die Huskies kassierten drei Gegentore in Unterzahl und zwei bei Vier gegen Vier. Was Falken-Trainer Alex Mellitzer strahlend kommentierte: „Wir haben das beste Auswärtsspiel der Saison gemacht.“ Zur Freude von 400 Fans, die in einem Sonderzug mitgereist waren.

Die Huskies aber werden heute ohne Happytrain der Fans nach Bietigheim reisen. Dennoch soll wieder die Trendwende geschafft werden. Gegen Steelers, die nach fünf Heimsiegen in Folge zuletzt 1:2 gegen Dresden unterlagen und seit dem Trainerwechsel von Hugo Boisvert zu Marc St. Jean sechs von 13 Spielen gewonnen haben.

Michi Christ: "Müssen uns rasch wieder auf unsere Stärken besinnen"

„Es ist schon etwas Besonderes, als Tabellenführer ins neue Jahr zu gehen. Deshalb wollen wir unbedingt die drei Punkte. Aber wir müssen uns rasch wieder auf unsere Stärken besinnen“, sagt Michi Christ. Nicht zuletzt in der Offensive, „wo wir uns schwertun, weil die Gegner inzwischen wissen, wie wir spielen“.

Der Stürmer hatte gegen Heilbronn zwar wieder mehr Angriffsdruck gesehen als noch beim 1:2 in Bad Nauheim. „Aber nur fünf Treffer in den letzten drei Auswärtsspielen sind klar zu wenig“.

„Wir wissen, dass wir es besser können. Aber wir müssen wieder härter arbeiten“, sagt Alex Heinrich. Vorn und hinten. Denn wie Heilbronn, das das erste Spiel in Kassel 1:7 verloren hatte, brennt auch Bietigheim auf Revanche. Das 2:10 ist nicht vergessen.

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