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5:7 – Huskies kassieren trotz 2:0-Führung den Serienausgleich

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Von: Björn Friedrichs

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Der Auftakt war perfekt: Jamie MacQueen (Nummer 95) erzielt das 1:0 für die Huskies.
Der Auftakt war perfekt: Jamie MacQueen (Nummer 95) erzielt das 1:0 für die Huskies. © Jan Hübner

Bitterer Abend für die Kassel Huskies: Bei der 5:7 (2:3, 0:2, 3:2)-Niederlage in Bad Nauheim kassieren sie trotz vieler Chancen wegen leichtfertiger Gegentore den Ausgleich in der Playoffserie.

Bad Nauheim – Zu Beginn sieht das noch ganz anders aus. Huskies und Rote Teufel starten wieder engagiert, wieder fahren sie harte Checks, wieder haben beide schnell Chancen. Huskies-Torwart Jerry Kuhn fischt einen Schuss von Patrick Seifert weg (2.), auf der anderen Seite verpassen Troy Rutkowski und Maxim Rausch.

Die Huskies nehmen das Zepter in die Hand. Sie lassen Bad Nauheim kaum nach vorne. Und wenn doch, ist immer ein Bein, Schläger oder Kuhn im Weg.

Vause dreht die 2:0-Führung der Huskies

Und vorne? Da schlagen die Huskies zu. Mitten in einen eigenen Wechsel hinein greifen Oliver Granz und Jamie MacQueen allein gegen fünf Nauheimer an, der Kanadier legt ab für den heraneilenden Lois Spitzner. Dessen Schuss lässt Torwart Felix Bick – wieder einmal – prallen, im Gestocher schiebt MacQueen den Puck über die Linie (5.).

Traumstart für die Huskies – und es wird noch besser. Stephan Tramm zieht nach gewonnenem Bully von der Blauen Linie einfach ab. Bick sieht wieder nicht gut aus, lässt den Puck unter dem Arm durchrutschen (14.).

2:0, die Huskies auf Siegkurs. Oder? Nein, ein Teufel hat etwas dagegen und reißt das Spiel fast im Alleingang herum. Zweimal sitzt ein Husky auf der Strafbank, zweimal trifft Taylor Vause schön freigespielt unhaltbar ins Tor (15./18.). Und damit hat der Kanadier noch nicht genug. Er macht sogar den lupenreinen Hattrick perfekt. Jake Weidner spielt einen folgenschweren Fehlpass im Aufbau, wieder landet der Puck bei Vause. Und dem gelingt in diesem Drittel alles. Plötzlich steht es 3:2.

Bad Nauheim vor dem Tor eiskalt

Die Huskies kommen motiviert aus der Pause. Greifen an. Machen Druck. Schießen. Wollen den Ausgleich. Aber sie treffen nicht. Das wird bestraft. Vause – wer sonst? – lupft den Puck punktgenau zu Jerry Pollastrone – der lässt Kuhn keine Chance (24.). 2:4, das zeigt Wirkung. Die Huskies sind jetzt fahrig. Fehler im Aufbau, Stefan Reiter steht völlig frei, trifft in den Winkel. Das 5:2, unfassbar (27.).

Kassel bleibt spielbestimmend. Dieses Spiel findet nun aber – angepeitscht von frenetischen Fans – fast ausschließlich auf den Strafbänken statt. Nauheims Andreas Pauli checkt Lukas Laub um, kurz darauf fährt Brett Cameron an der Bande Kevin Schmidt über den Haufen. Chancen gibt es nur wenige – und die lassen die Huskies ungenutzt. Cameron verpasst knapp (31.), MacQueen zweimal in Überzahl (32.). Die größte Möglichkeit lässt Mitch Wahl liegen, als er vorm Tor am Puck vorbeischlägt (35.),

Viele Tore in wilder Schlussphase

Den Willen, das Spiel noch einmal zu drehen, kann man den Huskies nicht absprechen. Allein, es fehlt an guten Chancen. Sie spielen den Puck tief, gehen nach. Nauheim hat so aber wenig Mühe, das Tor zu verteidigen.

Bis zur 50. Minute – da beginnt das muntere Scheibenschießen. MacQueen kurvt durch das Nauheimer Drittel, schlenzt einfach mal Richtung Gehäuse – und irgendwie landet die Scheibe im Tor. Denis Shevyrin hat wohl noch abgefälscht.

Die Schlussoffensive läuft. Die Huskies drücken. Wahl trifft aus kurzer Distanz nur den Pfosten (56.). Und wie immer in diesem Spiel schlagen dann die Teufel zu. Seiferts Schuss rutscht durch (56.) – 3:6. Der Endstand? Noch lange nicht. Kuhn geht aus dem Tor, Oli Granz drischt den Puck von der Blauen Linie aufs Tor – 4:6 (57.). Wieder macht Kuhn Platz für einen sechsten Feldspieler, diesmal nutzen die Hausherren das aber. Tobias Wörle trifft ins leere Gehäuse (59.). Immer noch nicht Schluss, noch einmal die Huskies: Weidners 5:7 zehn Sekunden vor Schluss ist aber bedeutungslos. Bad Nauheim jubelt und feiert Taylor Vause.

Die Statistik

SR: Apel/Neutzer - Z: 3052

Tore: 0:1 (4:17) MacQueen (Spitzner, Weidner), 0:2 (13:23) Tramm (Trivino, MacQueen), 1:2 (14:51) Vause (Pollastrone, K. Schmidt - 5:4), 2:2 (17:11) Vause (Pollastrone, K. Schmidt - 5:4), 3:2 (19:27) Vause (M. Köhler, Wörle), 4:2 (23:06) Pollastrone (Vause, Bires), 5:2 (26:50) Reiter (Pauli), 5:3 (49:10) Shevyrin (MacQueen, Rutkowski), 6:3 (55:13) Seifert (El-Sayed), 6:4 (56:07) Granz (Tramm, Wahl), 7:4 (58:36) Wörle (EN), 7:5 (59:50) Weidner (Shevyrin, Detsch)

Strafminuten: Nauheim 8 - Kassel 10

Von Björn Friedrichs

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