Mit 3:1-Sieg ins Derby

Huskies: Mit Blitzstart und unerwarteter Stärke gegen Kaufbeuren zum Sieg

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Sie jubeln wieder: Torschütze Stefan Della Rovere (rechts) und Verteidiger Mike Little freuten sich in Kaufbeuren.

Kaufbeuren. Das könnte der erste Schritt aus der Krise sein: Mit dem Rücken zur Wand und bei den Fans heftig in der Kritik, haben die Huskies im Gastspiel beim ESV Kaufbeuren ein unerwartetes Zeichen der Stärke gesetzt.

Mit 3:1 (2:0, 1:0, 0:1) feierten die Kasseler Eishockey-Cracks beim direkten Rivalen um Rang vier den dritten Sieg im vierten Saisonduell.

Im Spiel eins nach Wisniewski und Kuchejda, der kurzfristig doch die Freigabe für Weißwasser erhielt, hatten die Kasseler den ersten Block mit Little, Rogl, Meilleur, McGrath und Pimm formiert. Rückkehrer Phil Hungerecker spielte im zweiten mit Reiss, Maginot, Carciola und Ritter. Für einen wahren Blitzstart aber sorgte die vierte Reihe mit einem Doppelschlag, kaum dass der Puck bei der ersten Chance des ESVK kurz auf der Kasseler Torlinie getanzt hatte (2.): Schon beim ersten Wechsel des Trios schob Della Rovere den Puck noch am fast leeren Tor vorbei, kurz darauf aber war Alex Lambacher im Nachschuss erfolgreich (4.). Beim zweiten Einsatz traf dann Stefan Della Rovere (7.), als er einen Handgelenk-Schuss Maginots filigran abfälschte.

2:0 führten die Huskies, die ausgeruht, konzentriert und zielstrebig auftraten, sich resolut in den Zweikämpfen Respekt verschafften. Von Verunsicherung keine Spur, auch wenn Torwart Keller gegen Thomas’ Rückhand-Versuch klären musste (15.) und bei dessen nächster Chance mit dem Pfosten im Bunde war (23.). Nein, die Huskies trotzten einem zwischenzeitlichen Ansturm der Allgäuer souverän und setzten dann in ihrer zweiten Unterzahlsituation einen weiteren Nadelstich. Als ESV-Verteidiger Kasten stolperte, liefen Evan McGrath und Braden Pimm einen 2:1-Konter. McGrath wurde gefoult, verwandelte den fälligen Penalty aber zum 3:0 (31.).

In einer Partie, in der vor allem das Schiedsrichterquartett mit einigen fragwürdigen Entscheidungen auf beiden Seiten für reichlich Emotionen sorgte, kassierten die Kasseler dann aber mit zwei Mann weniger das 1:3, Kasten traf per Schlagschuss von der Blauen Linie.

Zwölf Minuten waren noch zu spielen, aber diesmal brachen die Nordhessen nach einem Gegentor nicht wieder ein. Auch wenn Carciola nach einem Wechselfehler eine Zeitstrafe kassierte (55.). Trainer Rossi nahm prompt eine Auszeit. Mit Erfolg: Sein Team mit dem tadellosen Torwart Keller überstand die Unterzahl schadlos und brachte den Vorsprung über die Zeit.

Schiedsrichter: Singaitis, Westrich.

Zuschauer: 2592

Tore: 0:1 (3:02) Lambacher (Little), 0:2 (6:53) Della Rovere (Maginot, Klöpper), 0:3 (30:21) McGrath (Penalty), 1:3 (47:46) Kasten (Schmidle, Laaksonen - 5:3)

Strafminuten: Kaufbeuren 10; Kassel 18 + 10 Della Rovere

Von Thomas Schreibe

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