EISHOCKEY Sechspunkte-Wochenende nach souveränem 6:2 gegen Heilbronn

Huskies klettern nach Sieg gegen die Heilbronner Falken auf Platz fünf

Die Huskies (von links) Brett Cameron, Lukas Laub, Troy Rutkowski, Jake Weidner und Stephan Tramm
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Schon wieder ein Torjubel: Die Huskies (von links) Brett Cameron, Lukas Laub, Troy Rutkowski, Jake Weidner und Stephan Tramm freuen sich über einen der Kasseler Treffer gegen Heilbronn.

Das Sechspunkte-Wochenende perfekt gemacht, den Tabellennachbarn bezwungen, auf Rang fünf geklettert: Kassels Eishockeyspieler sind nun erster Verfolger des DEL-2-Spitzenquartetts.

Die Huskies schlagen die Falken aus Heilbronn nach einem überzeugendem Auftritt 6:2 (3:2, 1:0, 2:0).

Marco Müller muss wieder weichen. Der Routinier sitzt wegen der zwei Neuen in der Defensive auf der Tribüne. Und sieht dort zusammen mit 1525 Zuschauern einen Auftakt, der es in sich hat. Die Tabellennachbarn fackeln nicht lange. Es geht zur Sache. Von Beginn an. Und es dauert nicht lange, bis dabei Zählbares herausspringt.

Denn die Huskies kassieren eine frühe Strafzeit. Sie sind unter Druck. Sie können sich befreien, kontern. Lukas Laub ist frei durch, aber er wird beim Torschuss gefoult. Klar, das gibt Penalty. Und wie Laub den verwandelt, das ist lässig. Das ist cool: Er täuscht an. Zieht die Scheibe rechts vorbei. Schiebt sie dann unter Arno Tiefensee hindurch über die Linie.

Die Freude über die Führung ist aber von kurzer Dauer. Die Unterzahl geht ja weiter. Gerade noch wird Jerry Kuhn gefeiert für eine sensationelle Parade gegen den freistehenden Julian Lautenschlager, da fällt es doch, das 1:1. Judd Blackwater ist der Torschütze (5.). Aber auch diesmal geht es schnell. Zwei Minuten später liegen die Gastgeber wieder vorn. Troy Rutkowski verwandelt einen Nachschuss aus spitzem Winkel auf der rechten Seite.

Einer hat sich diese Stelle gemerkt – Hans Detsch. Und in der 14. Minute bekommt auch der Stürmer die Scheibe in ähnlicher Position zum Nachschuss serviert. Er machts wie Troy – trifft zum 3:1. Bis zu diesem Zeitpunkt ging das alles sehr schnell im Spiel. Jetzt beginnt die Zeit der Langsamkeit. Und des Wartens: Als die Schiedsrichter beim Videobeweis schier endlos Detschs Treffer überprüfen. Als das Spiel läuft, aber die Uhr nicht mit. Als eine Strafe gegen die Gäste wegen zu vieler Spieler auf dem Eis diskutiert wird. Diskutiert wird. Und diskutiert wird.

Wie Detschs Treffer wird auch die Strafe gegeben. Aber bei vier gegen vier laufen die Huskies in einen Konter. Blackwater macht in der Schlussminute des Drittels sein zweites Tor. Spannung ist also da. Verunsicherung aber nicht. Die Gastgeber starten druckvoll in den zweiten Durchgang. Eine Doppelchance von Laub und Denis Shevyrin lassen sie noch liegen. Doch in der 30. Minute ernten sie den Lohn. Wieder ist Shevyrin beteiligt, setzt sich auf dem linken Flügel durch und spielt den Puck vor das Gehäuse, wo Mitch Wahl sie zum 4:2 über die Linie drückt.

Eine Aktion, die in der Halle ebenso bejubelt wird wie kurz darauf die Großtat von Kuhn. Der pariert im Stil eines fliegenden Fußball-Torhüters den Schuss von Simon Thiel. Jake Weidner verpasst mit einem Schuss aus dem Zentrum (36.) sogar noch den fünften Treffer. Auf der anderen Seite haben die Huskies aber auch Glück, als Thiel den Pfosten trifft. Trotzdem: Diese Führung ist verdient. Sie muss jetzt nur noch im Schlussdrittel Bestand haben.

Neuzugang Fabian Ribnitzky eröffnet den Durchgang mit einem Schuss nach Zuspiel von Jamie MacQueen. Der Verteidiger scheitert, doch es dauert nicht lange, da nimmt der Erfolg endgültig Formen an. Wieder leistet MacQueen die Vorarbeit, die Wahl dicht vor dem Gehäuse zum 5:2 nutzt (43.).

Die Huskies sind nun sowas von Herr im eigenen Haus. Die Scheibe ist permanent im Angriffsdrittel, Schuss um Schuss zischt Richtung Tiefensee. Erst ab der 50. Minute ebbt der Dauerdruck etwas ab. Die „ganze Halle“ hüpft trotzdem. Und springt auf, als Jake Weidner auch noch das 6:2 erzielt (53.). Es ist das i-Tüpfelchen auf einen überzeugenden Auftritt.

SR: Engelmann/Falten, Z: 1525, Tore: 1:0 (3.) Laub (Penalty), 1:1 (4:22) Blackwater) Morrison, Lautenschlager - 5:4), 2:1 (6:23) Rutkowski (Cameron, Laub), 3:1 (13:58) Detsch (Geischeimer, MacQueen), 3:2 (19:16) Blackwater (Morrison, Lautenschlager), 4:2 (29:30) Wahl (Shevyrin, Keussen), 5:2 (42:42) Wahl (Ribnitzky, MacQueen), 6:2 (52:58) Weidner (Granz), Strafminuten: Kassel 6 plus 5 Detsch - Heilbronn 4 plus 5 Klos.

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Von Frank Ziemke

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