Huskies können für nächste Saison planen: Mietvertrag mit Eishallen-Inhaber Kimm steht

Kassel. Die Kassel Huskies können für die nächste Saison in der Eishockey-Regionalliga planen. Und das unabhängig davon, ob es zur angekündigten Verlängerung des Mietvertrages zwischen Simon Kimm und Dennis Rossing und damit auch der Kasseler Eissporthallen-Betriebsgesellschaft KEBG kommen sollte.

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Nach der Hessenliga-Saison ist vor der Regionalliga-Spielzeit. Und da ist es eine Frage, die die Fans nach dem Aufstieg nun beschäftigt: Können die Kassel Huskies in jedem Fall im Herbst in der vierten Liga antreten? Auch falls es doch nicht zur angekündigten Verlängerung des Mietvertrages zwischen Simon Kimm und Dennis Rossing und damit auch der Kasseler Eissporthallen-Betriebsgesellschaft KEBG kommen sollte? „Ja“, beantwortet Marc Berghöfer, Vorsitzender der Eishockey-Jugend Kassel (EJK), die Frage ganz deutlich.

„Wir werden mit 100-prozentiger Sicherheit in Simon Kimms Eishalle Regionalliga spielen“, sagt Berghöfer. Grundlage dafür sei eine neue Vereinbarung zwischen Kimm als Besitzer der Eissporthalle und dem Vereinsvorstand um Berghöfer. „Wir als EJK würden in diesem Fall eine spieltagsbezogene Miete und ein Entgelt für Trainingszeiten an Herrn Kimm zahlen“, erläutert Berghöfer eines von drei möglichen Zukunftsmodellen für das Kasseler Eishockey.

Die zweite Möglichkeit sei die Verlängerung der Zusammenarbeit mit der KEBG für ein weiteres Jahr. Diese ist abhängig davon, ob Rossing die Eissporthalle über den 30. April hinaus für ein weiteres Jahr von Simon Kimm pachtet und dann an die KEBG weitervermietet. Die Gespräche zwischen Kimm und Rossing stünden kurz vor dem Abschluss hatte KEBG-Geschäftsführer Stefan Traut berichtet. Eine dritte Variante könnte der EJK für mehrere Jahre Planungssicherheit geben: Wenn Rossing die Halle kauft und, wie angekündigt, zur Multiarena umbaut, könnten KEBG und EJK eine langfristige Kooperation vereinbaren.

„Ich würde mir wünschen, zu jeder Variante einen Vertragsentwurf zu haben, damit wir - egal, was passiert - wissen, dass es bei den Huskies professionell weitergehen kann“, sagt Berghöfer. Tatsächlich hat Simon Kimm mit seiner Bereitschaft zur Kooperation mit Verein und Rossing-Gruppe gleichermaßen die Weichen dafür gestellt, dass die nächste Kasseler Eishockey-Saison gesichert ist. „Ja, es stimmt, sowohl der Vertrag mit der Eishockey-Jugend als auch die Vereinbarung mit der KEBG zur Verlängerung um ein Jahr sind unterschriftsreif, und das kurzfristig“, bestätigt der Halleninhaber eine Woche nach seinem 78. Geburtstag.

Er bedauert zwar, dass es nach den neuerlichen Diskussionen im Kasseler Rathaus nicht schon im vergangenen Dezember zu einer perspektivischen Einigung gekommen sei. Kimm sagt aber auch: „Die vergangene Saison war ein Segen für alle - für den Verein, für die Halle und für uns.“ Alle Zahlungen seien wie geplant erfolgt. Und, dass so viele Menschen hinter dem Kasseler Eishockey stehen, das habe seine Bereitschaft gefördert, nun die Weichen zu stellen.

Welche Konstellation greifen wird, vermag Kimm nicht einzuschätzen. „Das hängt allein von Herrn Rossing ab. Von den Möglichkeiten, die die Politik ihm bietet. Und von der Lust, die er noch hat, was fürs Eishockey zu tun.“ Beim Plan B, dem direkten Mietvertrag mit der EJK, gilt für Kimm nur eine Prämisse: „Der Verein muss das zahlen, was im Mietvertrag steht.“

Von Gerald Schaumburg und Michaela Streuff

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