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Huskies: Nun Mainz fest im Blick

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Kassel. Sie waren ehrlich am Sonntagabend. Zwar hatten die Kassel Huskies gerade 20:1 gegen die Ice Devils Bad Nauheim gewonnen. Doch zugegebenermaßen spielte zunächst der Respekt mit:

Respekt davor, wie sie selbst in die Partie gehen würden nach der 1:10-Pleite bei den Frankfurter Löwen. „Wir hatten Angst davor, nicht das erste Tor zu schießen“, gestand Verteidiger Henri Blaschke. „Die Beine waren anfangs schon schwer“, ergänzte sein Mitspieler Oliver Mizera und spielte damit auf die Ladehemmung im ersten Drittel an.

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Rund eine Viertelstunde dauerte es, bis die Schlittenhunde das Spiel gegen die Löwen endgültig aus ihren Köpfen verbannt hatten. Ein Team, das Huskies-Trainer Milan Mokros als „oberligatauglich“ eingestuft hatte. Angst, dass das Testspiel gegen die überlegenen Südhessen seine Mannschaft auch in der Hessenliga beeinflussen würde, hatte er trotzdem nicht. Einen Sieg hatte er fest eingeplant. Schließlich hatten die Huskies auch das Hinspiel problemlos 13:3 gewonnen. Doch in der ersten Pause richtete er trotzdem ernste Worte ans Team. „Die Jungs sind hier, um die Zuschauer zu unterhalten und ihnen etwas zu bieten“, erzählte er später in der Kabine. „Und wir haben eine weitere Aufgabe zu erfüllen. Wir wissen nicht, wie wir gegen Mainz spielen und ob am Ende nicht vielleicht sogar das Torverhältnis ausschlaggebend ist. Auch deshalb war es wichtig, dass wir viele Tore schießen.“ Das haben die Huskies dann ja auch getan. Zwischenzeitlich fielen die Tore im letzten Drittel gar im Sekundentakt. „Wir wollten über das Spiel Selbstvertrauen tanken“, brachte Mizera es auf den Punkt. Das sollte gelungen sein.

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Denn: „Für uns alle hängt hier so viel mehr dran als nur der Aufstieg. Frankfurt hat uns geholfen, als Mannschaft weiter zusammenzuwachsen“, schickte Christopher Reimnitz hinterher. Und so kamen die Ice Devils zum richtigen Zeitpunkt. „Es ist leichter nach so einem Sieg gegen Mainz anzutreten als unmittelbar nach der Pleite gegen Frankfurt“, sagte Blaschke.

Und genau dieses Spiel haben nun alle fest im Blick. Das Auswärtsspiel bei den Roten Teufeln in Bad Nauheim am kommenden Wochenende ist quasi nur ein Intermezzo. Entscheidend wird sein, was im Spiel darauf gegen die bislang ungeschlagenen Mainzer Wölfe passiert. Nicht dabei sein wird Shane Tarves. Der 56-Jährige leidet an einer Sehnenverletzung, die bis dahin nicht ausheilen wird. „Ich wäre sehr gern dabei, aber es geht nicht“, sagte er bereits am Sonntagabend. Trotzdem ist er nach den Spielen in der Kabine, unterstützt das Team mit Rat und Tat. Am 23. Februar reist Marc Roedger an, zwei Tage darauf treffen Paul Geddes (46), Jason Meyer (45) und Josef Reznicek (44) in Kassel ein. Dann stehen für Alt- und Neu-Huskies zwei Trainingseinheiten an, bevor es ernst wird: Am 27. Februar, 17 Uhr, kommt Mainz. Dann geht es um den Aufstieg.

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