1. Startseite
  2. Sport
  3. Kassel Huskies

Huskies: Mainzer Wölfe im Porträt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Gerald Schaumburg

Kommentare

null
Trainer Roger Nicholas

Kassel. Sie haben Respekt, aber keine Angst. Sie vertrauen auf ihre Qualitäten und blicken der sportlich größten Herausforderung dieser Saison gelassen entgegen. Die Mainzer Wölfe treten am Sonntag zum wohl entscheidenden Spiel um den Aufstieg bei den Kassel Huskies an. Wir stellen die Wölfe vor:

Der Trainer

Roger Nicholas (52) ist zweifelsohne der Vater des Mainzer Erfolges. „Er lebt Eishockey, ist ein Motivator“, beschreibt Stürmer Stefan Eisenträger (29), der aus Wanfried im Werra-Meißner-Kreis stammt und in Wiesbaden als Polizist arbeitet, den Mainzer Coach. Der 52-Jährige mache seinen Job professionell mit Besprechungen und straffem Trainingsplan. „Wir haben uns seit Saisonbeginn alle deutlich verbessert“, berichtet Eisenträger. Überraschend ist das nicht. Zwischen 1983 und 1992 spielte der Deutsch-Kanadier Nicholas unter anderem in Iserlohn, Köln und Frankfurt erstklassig. Aus dieser Zeit kennt er die Oldies im Team der Huskies um Shane Tarves und Matthias Kolodziejczak, aber auch die Neuzugänge Paul Geddes und Jason Meyer.

Die Leitwölfe

Mit Dennis Jakobi und Marc Stromberg haben die Mainzer zwei gleichstarke Torsteher in ihren Reihen. Die Verteidiger profitieren von der Erfahrung Bastian Hitzelbergers. Der spielte bereits mit Kaufbeuren in der Bundesliga, bevor er sich verletzte und zum sportlichen Neuanfang in Mainz anheuerte. Das Sahnestück der Wölfe ist jedoch der Angriff. Kapitän Daniel Novak, Robert Dalaker und Patric Kaliszewski erzielten den Großteil der 157 Mainzer Tore. Letzter wird in Kassel aber wohl verletzt fehlen. Außenstürmer Novak verfüge über einen Mordsschuss, sagt Eisenträger, halte aus allen Positionen aufs Tor und sei ein starker Techniker. Dalaker sei als Center das genaue Gegenteil. „Eine Arbeitsbiene. Er rennt viel und hat ein gutes Näschen vor dem Tor.“

Und Eisenträger selbst? Als Kind feuerte er die Huskies an, hat bis heute Kontakt zur Kasseler Hobbytruppe Schlittercracks. Er ist ein Spätstarter in Sachen Eishockey, begann erst mit 15 Jahren, genoß aber nie eine sportliche Ausbildung wie die jungen Huskies. Stärken und Schwächen

Die Wölfe, die nur 18 Spieler in ihren Reihen haben, gelten als nervenstark, haben häufiger bewiesen, dass sie in schwierigen Situationen noch eine Schippe nachlegen können. Allerdings trieben sie ihrem Trainer im letzten Spiel, ein knappes 6:5 in Wallernhausen, Sorgenfalten auf die Stirn. „Sie haben fürchterlich gespielt, viele Anfängerfehler gemacht, sich auf der 3:1-Führung ausgeruht und hätten 20 Sekunden vor Schluss fast noch den Ausgleich kassiert“, erzählt Nicholas, „mit Blick auf Kassel war das aber ein heilsamer Schock. Es war gut zu sehen, was passieren kann, wenn man Blödsinn macht.“

Auch interessant

Kommentare