Eishockey

Huskies mit vielen Fragezeichen vor Topspiel

Dehnen für den Erfolg der Huskies: Stürmer Corey Trivino.
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Dehnen für den Erfolg der Huskies: Stürmer Corey Trivino. ARCHIVFoto: DIETER SCHACHTSCHNEIDER

Zwei Verletzte, acht Kranke - vor dem DEL2-Topspiel heute in Freiburg hat Trainer Tim Kehler von den Kassel Huskies große Personalsorgen. 

Heute das Topspiel des Zweiten beim Tabellendritten Wölfe Freiburg (19.30 Uhr), am Sonntag dann auf eigenem Eis das Duell der Ex-Meister gegen die Bietigheim Steelers (18.30 Uhr) – der Hauptrunden-Ausklang in der zweiten Eishockey-Liga beschert den Kassel Huskies noch einmal zwei Herausforderungen.

Das Spitzenspiel

„Mit einem Sieg ist Rang zwei sicher. Das ist definitiv unser Ziel, aber gegen die heimstarken Wölfe eine große Herausforderung“, sagt Tim Kehler. Denn der Coach hat personelle Sorgen, wird erst heute Vormittag zur Abfahrt wissen, wer alles einsteigen kann in den Bus. „Am Dienstag waren nicht weniger als acht Spieler krank, die meisten werden schon am Sonntag gegen Tölz den Virus im Körper gehabt haben“, sagt Kehler, der zudem auf die verletzten Alex Heinirch und Richie Mueller verzichten muss.

Angesichts der vielen Fragezeichen hofft er auf Unterstützung der Wolfsburger, die gestern in Schwenningen spielten. Und er grübelt über Umstellungen im Powerplay, wo der schussstarke Spencer Humphries zuletzt in Centerposition am Tor agiert hat.

Der Direktvergleich

Sind am Hauptrunden-Ende Teams punktgleich, werden Tordifferenz und Direktvergleich wichtig ("Hintergrund). Daheim haben die Huskies gegen die Wölfe 5:3 gewonnen und 2:4 verloren, in Freiburg mit 4:5 n. P. einen Punkt geholt. Ergibt 4:5 Zähler und 11:12 Tore. In der Saison-Tordifferenz allerdings stehen die Kasseler mit +42 deutlich besser da als die Freiburger (+18).

Die Rechenspiele

Erster, Zweiter oder Dritter, von welcher Position werden die Nordhessen am 13. März in die Playoffs starten? Die ersten beiden treffen im Viertelfinale auf einen (müden?) Teilnehmer der Preplayoffs, sie hätten den Heimvorteil auch im Halbfinale sicher. Rang drei könnte ein Derby gegen Bad Nauheim bescheren.

Die Ausländer

Kassel gegen Freiburg, das ist auch das Duell der Ausländer. Die Wölfe Cam Spiro (63), Luke Pither (62), Allen Scott (48) und Nick Pageau (42) haben insgesamt 215 Scorerpunkte und 79 aller 156 Tore erzielt. Auch Ergänzungsspieler Brett Bulmer buchte auf Anhieb vier Punkte in zwei Spielen.

Bei den Huskies sind Ben Duffy, Corey Trivino, Austin Carroll und Verteidiger Spencer Humphries mit 171 Punkten und 61 von 185 Toren etwas weniger dominant. In den letzten Wochen war vor allem Trivino überaus erfolgreich. Aber auch nach zwei Toren und drei Vorlagen beim sensationellen Auftritt gegen Kaufbeuren sowie zwei Vorlagen in Bayreuth sagte Trainer Kehler: „Corey ist für die Mannschaft viel wichtiger, als die Scorerliste aussagt. 58 Prozent gewonnene Bullys, dazu seine Rolle in der Kabine machen ihn noch viel wertvoller.“

Denn der 30-Jährige ist als vorzüglicher Zweiwegespieler top in der Liga, rackert auch stets in der Defensive. In der Plusminus-Wertung der DEL2 dominieren ohnehin die Huskies: Besser als Trivino (+23) ist nur Alex Karachun (+25), auf den Plätzen vier und fünf folgen Spencer Humphries und Denis Shevyrin (je +20).

Unvergesslich ist das 5:3 der Kasseler gegen Kaufbeuren, als Trivino die Scheibe im eigenen Drittel erobert und bei Drei gegen Fünf Ryon Mosers Tor sensationell vorbereitet hat. „So etwas habe ich auch noch nie erlebt“, erklärte der Kanadier, „es läuft ganz gut für mich.“ Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, er am 48. Spieltag am 17. Februar in Heilbronn eine Schultereckgelengsprengung erlitt und die Playoffs verpasste, brennt er nun auf die K.o.-Runde.

Die Torhüter

Besonderen Ehrgeiz werden heute auch die Torhüter haben. Löwe Ben Meisner (29) und Jerry Kuhn (33) gaben einst als eingebürgerte Nordamerikaner ihr DEL-Debüt beide in Bremerhaven. Als Meisner 2015 nach Augsburg ging, rückte Kuhn nach. Die aktuellen Fangquoten: Meisner 92,1 %, Kuhn 91,3 %. HINTERGRUND: 

Paragraf 10 der DEL2-Spielordnung besagt, dass die Platzierung zunächst nach Punkten erfolgt, dann nach der Tordifferenz (Subtraktion) und schließlich bei Punkt- und Tordifferenz-Gleichheit nach mehr erzielten Toren. Sind zwei oder mehr Teams auch in der Anzahl von Punkten und Toren gleichauf, zählt deren direkter Vergleich in einer internen Tabelle.

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