Nach 0:2 noch 2:3 verloren

Huskies unterliegen in Dresden nach Verlängerung

Saßen jeweils auf der Strafbank, als sich ihre Teams Gegentreffer einfingen: Der Dresdner Feodor Boiarchinov (links) und Husky Michi . Die Aufnahme entstand im Hinspiel in Kassel Ende September. Foto: Fischer

Dresden. Ihren guten Lauf in der Deutschen Eishockey-Liga 2 wollten sie fortsetzen. Das ist den Kassel Huskies nicht ganz geglückt. Eine Bilanz des Eishockey-Abends.

Bei den Dresdner Eislöwen unterlagen sie a Freitagabend nach Verlängerung mit 2:3 (0:1, 1:1, 1:0, 0:1), nehmen aber einen Punkt aus der sächsischen Landeshauptstadt mit. Dabei hatten sie zwischenzeitlich bereits mit 0:2 zurückgelegen. Eine Aufholjagd, drei Überzahl-Tore, Verlängerung: Das Spitzenspiel zwischen den im Vorfeld viertplatzierten Dresdnern und dem Tabellenzweiten aus Nordhessen hielt von Beginn, was es versprach.

Eigentlich waren die Huskies ja auch gewarnt: Schließlich waren sie zu Gast bei der zweitbesten Überzahl-Mannschaft der Liga - einem Ruf, dem die Gastgeber auch gleich einmal alle Ehre machten. Knapp zwei Minuten waren gespielt, als Michi Christ nach einem Bandencheck das erste Mal in die Kühlbox musste.

Nur 29 Sekunden später griff Jeff Frazee im Huskies-Tor das erste Mal hinter sich: Ausgerechnet Ex-Huskies-Kapitän Hugo Boisvert war es, der mit einem Pass von hinter dem Tor Stefan Chaput mustergültig bediente, der die Scheibe hoch ins Eck zum 1:0 beförderte (3. Minute). Und Christ, Chaput und Boisvert spielten auch beim zweiten Treffer die entscheidende Rolle, in dieser 28. Spielminute allerdings war die Rollenverteilung leicht verändert.

Wieder saß Christ auf der Strafbank, doch diesmal spielte Chaput den mitaufgerückten Boisvert vor dem Tor frei, und der brauchte, völlig unbedrängt, die Scheibe nur noch über die Linie zu drücken. Zweites Powerplay der Partie, zweites Tor - die Eislöwen waren mit einem Mann mehr also gnadenlos effektiv.

Dabei war es nicht so, dass die Huskies nichts vom Spiel gehabt hätten. Ganz im Gegenteil. Doch es gesellte sich auch Pech hinzu: Gleich in ihrem ersten Powerplay ab der achten Minute hatten sie das 1:1 viermal auf der Kelle. Doch viermal sprang der Puck vom Gehäuse zurück. Auch Conor Morrison hatte noch zwei gute Szenen, blieb jedoch einmal nach einem Konter ohne Glück, einmal entschärfte der starke Kevin Nastiuk im Dresdner Gehäuse den Versuch des Kasseler Angreifers aus kurzer Distanz.

Doch wer die Huskies kennt, der weiß, dass sie ein Spiel auch nach 0:2-Rückstand nicht verloren geben. Mitte des zweiten Drittels durften auch sie dann endlich jubeln: Hinter Nastiuks Tor hatte sich Austin Wycisk in Position gebracht, sah den mitaufgerückten Verteidiger Sven Valenti, der per Direktabnahme auf 1:2 verkürzte. Gespielt waren da 31 Minuten. Doch Dresden drängte, wollte das dritte Tor. Bis zur zweiten Pause spielten fast nur noch die Gastgeber. Erst im Schlussabschnitt konzentrierten sich auch die Huskies wieder auf die Offensive.

Und der Ausgleich fiel in einer 5:3-Überzahl: Feodor Boiarchinov und Jannik Woidtke saßen in der Kühlbox, als der Puck bei Huskies-Neuzugang Peter Flache landete und der zum 2:2 traf. Ein Einstand nach Maß also für den neuen Stürmer. Zwar ging es damit noch in die Verlängerung, in der aber hatten die Gastgeber das bessere Ende für sich: Jannik Woidtke traf nach 2:21 Minuten zum 3:2.

SR: Westrich (Zweibrücken), Z: 2594, Tore: 1:0 (2:32) Chaput (Boisvert, Macholda - 5:4), 2:0 (27:13) Boisvert (Chaput, Sparre - 5:4), 2:1 (30:16) Valenti (Collins, Morrison), 2:2 (50:49) Flache (5:3), 3:2 (62:21) Woidtke (Macholda, Sparre); Strafminuten: Dresden 10, Kassel 6

Von Astrid Hofmann

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