Kasseler geben sich optimisch vor Heimspiel gegen Crimmitschau

Huskies-Niederlage gegen Dresden: Ausrutscher oder Warnschuss?

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Kassel. Es ist ein Ergebnis, das so manchen Fan zum Grübeln bringt: Zum zweiten Mal in dieser Saison haben sich die Huskies acht Gegentore eingefangen.

Nach dem 0:8 gegen Bietigheim am zweiten Spieltag kassierten sie auch am Dienstag gegen Dresden derart viele Gegentore.

Der jetztige Zeitpunkt ist aber deutlich kritischer – schließlich beginnen in zwei Wochen die Playoffs. Wie ist diese Niederlage nun einzuordnen so kurz vor der K.o.-Phase – war sie ein Ausrutscher oder ein Warnschuss? Geht es nach Manuel Klinge, wohl eine Mischung aus beidem.

Der Kapitän fand deutliche Worte. „Wir hatten uns sehr viel vorgenommen. Und dann wirst du komplett von Anfang an bestraft und auseinandergenommen“, erklärte er. „Dann verlierst du ein Stück weit den Faden. Solche Abende gibt es. Aber es ist vielleicht auch gar nicht so verkehrt“, ergänzte er. Denn die Mannschaft wisse genau, was zu korrigieren sei und werde das auch tun.

Zwei Knackpunkte

Damit dürfte Klinge zum einen die schwache erste halbe Stunde meinen, in der die Huskies ihrem Gegner viel zu viel Raum ließen, in der sie in vielen Situationen ein, zwei Schritte langsamer waren als die Dresdner. Zum anderen hatte Klinge die Verteidigung im Blick, die bei acht Gegentreffern automatisch in den Fokus rückt. „Wir müssen auf jeden Fall defensiv kompakter stehen“, stellte der Kapitän ohne Umschweife fest. „Wir können keinen allein lassen, wir müssen im Verbund von fünf, sechs Spielern, unseren Torwart mit einbezogen, zusammenspielen. Das hat mit der Abstimmung zu tun. Das war heute Abend nicht der Fall, daran müssen wir arbeiten.“ Ein Teil der Gegentore ist so zu erklären. Ein weiterer Grund: Es war in einigen Situationen Pech im Kasseler Spiel, auch wenn Klinge betonte, dass das keine Ausrede sein solle.

Beim dritten Gegentreffer etwa rutschte die Scheibe Huskies-Keeper Markus Keller in den Nacken und von dort über die Linie. Beim fünften Gegentor flutschte dem eingewechselten Mirko Pantkowski die Scheibe über die Fanghand.

Chancen nicht genutzt

Die Huskies scheiterten derweil mit guten Gelegenheiten. Es wäre wohl das Tor des Jahres gewesen, hätte beispielsweise Braden Pimm die Volleyannahme von Klinges Hereingabe verwertet. Oder Michi Christ sein Solo erfolgreich abgeschlossen. Oder hätte nicht der Dresdner Schlussmann Hannibal Weitzmann schlicht einen Sahnetag erwischt. Und an solchen Abend kommen dann auch noch Szenen wie die hinzu, in der Marco Müllers Schläger beim Schlagschussversuch an der Blauen Linie zerbricht. Klinge fasste die Partie deshalb so zusammen: „Es war ein schlimmer Abend für uns. Angst aber brauchen wir keine zu haben. An anderen Tagen sieht es wieder ganz anders aus. Jetzt geht es darum, am Freitag Platz drei zu sichern.“ Denn dann kommt Schlusslicht Crimmitschau.

„Unsere Mannschaft hat immer eine Reaktion nach solchen Spielen gezeigt. Das wird sie auch gegen die Eispiraten“, sagt Trainer Rico Rossi. Und: „Wir haben seit dem 15. Januar nur einmal zwei Spiele hintereinander verloren.“

EC Kassel Huskies gegen Dresdner Eislöwen

 
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Entwarnung bei Steve Hanusch

Aufatmen bei den Kassel Huskies: Verteidiger Steve Hanusch hat sich gegen Dresden am Dienstag nicht schlimmer verletzt. „Er hat sich den Knöchel verstaucht. Wir hoffen, dass er am Wochenende wieder spielen kann“, sagt Trainer Rico Rossi.

Auch bei zwei anderen Verletzten geht es aufwärts: Toni Ritter und Corey Mapes trainieren wieder. „Allerdings ohne Körperkontakt“, schränkt Rossi ein. „Außerdem arbeiten sie auf dem Eis an ihrer Kondition.“ Nicht ausgeschlossen, dass Ritter schon am Freitag wieder spielen könne

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