Huskies vor den Playoffs: Bruderherz, ich komme!

Kassel. Nun steht es also fest. Und nun geht es Schlag auf Schlag. Bereits am Freitag Mittag setzte sich der Tross der Kassel Huskies in Bewegung Richtung Ravensburg.

Am Abend zuvor hatten Dresdens Eishockeyspieler in Bremerhaven 6:1 gewonnen. Das brachte für die Halbfinalserie der DEL 2 die Partie Bietigheim gegen Dresden. Und eben auch: Ravensburg Towerstars gegen Kassel Huskies. Das erste Duell findet heute um 18.30 Uhr in Oberschwaben statt, Ostermontag geht es um 17 Uhr in Kassel bereits ins zweite Spiel. Rund um das Halbfinale:

LIEBLINGSGEGNER SEHEN ANDERS AUS

Wir übertragen die Partie live in Ticker und Radio. Die Zwischenstände gibt es auf Kassel Live.

Es gibt nur eine einzige Mannschaft, gegen die die Kassel Huskies in vier Duellen der Hauptrunde keinen einzigen Sieg erringen konnten. Die Mannschaft heißt? Man ahnt es: Ravensburg. „Schnell, erfahren, entschlossen“, so lautet Rico Rossis Kurzeinschätzung des Gegners. Kassels Trainer warnt vor allem vor dem Ravensburger Tempo, das seiner Mannschaft stets Probleme bereitet habe. Seine Forderung deshalb: „Wir müssen sehr eng am Gegner sein, damit er diesen Trumpf nicht ausspielen kann.“

SORGEN MACHEN GILT NICHT MEHR 

0:4 Siege in der Hauptrunde? Und was sagen die Huskies da? Sie sagen: Na und! Als die Mannschaft um 13 Uhr in den Bus nach Ravensburg stieg, das blühte der Flachs. Lockerer und leichter geht kaum. Klar, die furiose 4:0-Serie gegen Frankfurt hat das Selbstbewusstsein dieser Mannschaft gestärkt. Und sie weiß ja auch: Gegen Frankfurt reichte es in der Hauptrunde nur zu einem Sieg in vier Duellen. Und was kam dann? Eben!

Auch personell müssen die Gäste sich keine Sorgen machen. Bis auf die Dauerverletzten Justin Kirsch und Michi Christ sind alle Spieler fit. Und Jean-Michel Daoust geht mit zusätzlichem Schwung der Geburt seines zweiten Sohnes in die Partie. Die Huskies haben so sogar ein Glückskind dabei.

BRÜDERDUELLE BESONDERS BRISANT 

Der Sport hat sie in der Vergangenheit häufig auch gegeneinander geführt. Ab heute aber wird es besonders brisant, wenn es heißt: Adriano Carciola (28) trifft auf Fabio Carciola (30).

Vor der Abfahrt nach Ravensburg sagt Husky Adriano: „Es ist schon etwas Besonderes. Ich glaube, es war bei uns noch nicht der Fall, dass wir in Playoffs gegeneinander standen. Der Bessere gewinnt. Fabio freut sich sehr. Und unsere Eltern fiebern natürlich mit. Sie sagen: Einer von Euch kommt ins Finale! Für sie ist es egal, ob mein Bruder oder ich. Sie freuen sich für beide. Ich schätze unsere Chancen sehr gut ein, da wir Frankfurt gesweept haben.“ Und auf die Frage, ob der Bruder jetzt mit Samthandschuhen angefasst wird, sagt er und lacht: „Nein, leider nicht. Er ist ein Gegner wie jeder andere, auch wenn er mein Bruder ist. Eishockey ist Eishockey.“

Und dann hieß es: Bruderherz, ich komme!

WAS DIE HUSKIES NICHT SEHEN WERDEN

Für Sightseeing bleibt Eishockeyspielern keine Zeit. Dabei ist Ravensburg fast schon Tourismus-Region. Die Stadt mit knapp 50.000 Einwohnern liegt nur 15 Minuten vom Bodensee entfernt. Ravensburg selbst ist bekannt für seine schöne Altstadt und viele mittelalterliche Türme. Der größte Sportverein in Ravensburg? Sind nicht die Towerstars, sondern die Sektion des deutschen Alpenvereins. Und waum kennt jedes Kind den Namen Ravensburger? Natürlich wegen der Spiele und vor allem der Puzzle. Die können ganz schön kniffelig sein. Von heute an gilt es für die Huskies, das Halbfinal-Puzzle Ravensburg zu lösen.

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