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Huskies: Samstag vor dem Meisterstück

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Von: Gerald Schaumburg

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Kassel. Am Samstag darf endlich gejubelt werden. Am Samstag, das steht wohl außer Frage, liefern die Kassel Huskies ihr Meisterstück ab.

Im vorletzten Hessenliga-Heimspiel werden sie den Aufstieg in die Regionalliga perfekt machen. Drei Punkte fehlen ihnen noch, und es ist kaum zu bezweifeln, dass sie die gegen den Tabellenfünften EHC Neuwied auf ihrem Konto verbuchen werden.

Bereits im Hinspiel Ende November unterlagen die Gäste mit 0:8. Erstes Bully in der Kasseler Eissporthalle ist am Samstag um 18.30 Uhr.

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Selbst Huskies-Trainer Milan Mokros, der bislang nie über das Thema Meisterschaft sprechen wollte, legt so kurz vor dem Erreichen des großen Ziels seine Zurückhaltung ab. Die Frage, was er bei einem Sieg gegen 20.15 Uhr am Samstagabend beim Ertönen der Schlusssirene machen wird, beantwortet er mit einem Grinsen im Gesicht: „Dann werde ich mich erst einmal hinsetzen und tief ausatmen.“ Wen wundert’s. Schließlich ist dann das vollbracht, was die Kasseler Eishockey-Welt von seiner Mannschaft erwartet hat: „Wir waren ja regelrecht dazu verdonnert, aufzusteigen“, sagt Mokros. Für den wohl entscheidenden Tag hat er zwei Wünsche.

Den einen kann ihm seine Mannschaft erfüllen, den anderen die Zuschauer. „Die Null muss mal wieder stehen. Die sechs Tore gegen Wiesbaden haben mich doch ein wenig schockiert.“ Vor allem aber wünscht Mokros sich ein volles Haus: „Das haben die Jungs verdient. Es wäre klasse, wenn möglichst viele Zuschauer kommen, um die tolle Leistung des Teams zu würdigen.“

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Personell kann der 54-Jährige fast aus dem Vollen schöpfen. Einzig Matthias Kolodziejczak (Mittelfußbruch) und Shane Tarves werden nicht auf dem Eis stehen. „Shane hat seine Familie zuletzt kaum gesehen, weil er so viel Zeit mit uns verbracht hat. Er bekommt eine Pause“, erklärt Mokros den Verzicht auf den Oldie im Team. Im Tor stehen Julian Meyer und Sajoscha Messing. Fest steht auch die sportliche Marschroute: Im ersten Drittel den Sack zumachen. Gut möglich, dass die Huskies dabei von einem Wettstreit zwischen ihrer ältesten und jüngsten Sturmreihe profitieren. „Milan macht solche Spielchen öfter, um die Spannung aufrecht zu erhalten“, erzählt Maximilian Vater. Der Angreifer wird mit Maximilian Röllig und Dave-Marvin Rauthe stürmen - alle drei wurden 1992 geboren. Sie treten an gegen Ralf Hartfuß, Sascha Schardt und Manuel Six. „Wer mehr Tore schießt, muss die anderen zum Essen einladen“, sagt Vater.

Ein gemeinsames Mittagessen gibt’s auch vor dem Spiel, das Vater „unseren Saisonhöhepunkt“ nennt. Und was macht das Team nach der Schlusssirene? „Wir haben noch keine Pläne“, sagt er, denn die große Feier findet erst am letzten Spieltag statt. Aber: „Lust zu feiern haben wir.“ Und der vorzeitige Aufstieg wäre ein toller Anlass.

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