Start der Oberliga-Endrunde

Huskies: Schluss mit Pillepalle

Kyle Doyle

Kassel. 60 Punkte – gelöscht. 210:40 Tore – abgehakt. Rang eins nach der Hauptrunde – nichts mehr wert. „Wir drücken die Reset-Taste und fangen wieder bei Null an.“ Kyle Doyle und die Kassel Huskies blicken nur nach vorn.

Natürlich stehen die Playoffs und der Aufstieg in die zweite Bundesliga als das große Ziel über allem. „Auf dem Weg dorthin aber denken wir weiter von Spiel zu Spiel, von Runde zu Runde“, sagt Doyle, der noch immer sehnsüchtig das positive Ergebnis seines Sprachtests zur Einbürgerung erwartet.

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Das bedeutet für Noch-Kanadier Doyle und die anderen Schlittenhunde: Heute geht’s los in die Endrunde der Oberliga West, in der die besten acht Teams der Hauptrunde um vier Plätze bei der nächsten Etappe kämpfen. „Die Pillepalle-Spiele mit Ergebnissen von 22:2 sind vorbei“, sagt Doyle. Weiß aber auch, dass die Huskies als Topfavorit starten. Sowohl heute ab 19.30 Uhr im Heimspiel gegen die Hammer Eisbären, den Vorrunden-Sechsten, als auch am Sonntag um 18.30 Uhr bei den Moskitos in Essen, den Siebten, wäre jeder Punktverlust eine böse Überraschung.

„Wir sind bereit, weiter den ersten Platz zu behaupten“, sagt Doyle. „Keiner von uns tritt hier an, um Zweiter oder Dritter zu werden.“ Eine Vorgabe, die auch Uli Egen stützt. Denn: „Wer diese Etappe als Erster abschließt, der sichert sich bis ins Playoff-Finale das Heimrecht in allen entscheidenden Spielen.“

Steht auf dem Sprung: Florian Böhm könnte den Platz des angeschlagenen Aleš Kreuzer einnehmen.

Dennoch mahnt der Coach zu voller Konzentration: „Hamm und Essen haben den Klassenerhalt sicher, werden befreit aufspielen und sind deshalb brandgefährlich.“ Egen erinnert daran, dass die Huskies gegen Essen zwar mit 8:3 und 13:1 die ersten Duelle gewannen, sich aber gegen Hamm zweimal schwer taten. Beim 5:1 auswärts machten erst drei Überzahl-Treffer von Manu Klinge, Sven Valenti und Alex Heinrich den Sieg klar. Beim 5:3 im Heimspiel lagen seine Huskies sogar dreimal zurück, ehe Tobi Schwab im Powerplay, Brad Snetsinger sowie Heinrich in Unterzahl noch das Blatt wendeten.

Egen muss womöglich Tobias Arndt anstelle von Adam Ondraschek (Erkältung) als zweiten Torwart nominieren. Für Aleš Kreuzer (Rückenbeschwerden) könnte Florian Böhm neben Danny Albrecht und Artjom Kostyrev stürmen. „Er hat sich enorm gesteigert und setzt alle Vorgaben sehr gut um“, erläutert Egen.

Von Gerald Schaumburg

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