Eishockey: Kasseler Zweitligist gewinnt 5:4 nach Verlängerung

Huskies setzen Ausrufezeichen gegen DEL-Klub Krefeld Pinguine

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Nichts zu verschenken: Husky Alexander Heinrich (links) im Zweikampf mit Krefelds Tommy Kristiansen.

Krefeld. Dreimal geführt, einen Rückstand ausgeglichen und am Ende verdient gewonnen: Die Huskies haben im vorletzten Testspiel der Vorbereitung mit einem 5:4-Auswärtssieg nach Verlängerung beim DEL-Klub Krefeld Pinguine aufhorchen lassen.

Die Kasseler hatten zwar Manuel Klinge und Andy Reiss wieder dabei, dafür fehlten Toni Ritter (noch nicht fit), Michi Christ und Adriano Carciola (angeschlagen), Kevin Maginot und Phil Hungerecker (in Mannheim) sowie Mark Ledlin (in Hannover). Drei Blöcke also hatte Rico Rossi zur Verfügung. Und der Chefcoach tat das, was er angekündigt hatte: viel rotieren. Klar, da müssen manche Laufwege und Pässe noch optimiert werden – unterm Strich aber sah das richtig gut aus, was die Huskies zwei Wochen vor ihrem ersten Punktspiel zeigten.

Vor allem in Überzahl lief es gleich rund. Ihr erstes Powerplay nutzten sie. Pimm und Klinge spielten Doppelpass, Pimm vollstreckte zum 1:0 (3.). Nach einer ebenso schönen Kombination besorgte Alex Heinrich – ebenfalls in Überzahl – das 2:1 (12.), nachdem Mike Mieszkowski zum 1:1 getroffen hatte (9.). Frei am Pfosten war der Krefelder zum Abschluss gekommen, ähnlich unbedrängt wie der Ex-Bremerhavener Kevin Orendorz beim 2:2 (13.). In beiden Situationen stimmte kurzzeitig die Zuordnung in der ansonsten gut sortierten Kasseler Hintermannschaft nicht. Die Defensivabteilung rückte im zweiten Drittel in den Fokus. Denn die Kasseler waren häufiger zu viert als zu fünft auf dem Eis. Immerhin aber ließ sich festhalten: Die Huskies standen in Bedrängnis meist sicher vor dem eigenen Kasten. Kam ein Schuss durch, war Markus Keller da.

Viel nach vorn lief aber auch nicht, weil die Krefelder ihre Gäste eben die meiste Zeit in deren Zone beschäftigten. Erst gegen Ende des Abschnitts, als weitere Strafzeiten ausblieben, setzten sich die Huskies nicht nur in der Zone der Krefelder fest, sondern gingen erneut in Führung. Andy Reiss zeigte, dass seine Verpflichtung nicht nur die Defensive bereichert, sondern er auch einen Torriecher besitzt: Sein Schuss knallte vom Torgebälk zurück – 3:2 (36.). Mit einem ähnlichen Pfund von der Blauen Linie besorgte Adrian Grygiel in Überzahl erst den Ausgleich (44.), bevor ein unnötiger Scheibenverlust der Kasseler an der Blauen Linie zum 3:4 (50.) führte: Nutznießer Orendorz schloss sein Solo erfolgreich ab. Doch Pimm glich aus (53.) – passend zum Abend in Überzahl. Es folgte Verlängerung – zumindest ein Hauch davon. Denn nur neun Sekunden und exakt einen Angriff dauerte es, als Mike Little an seiner alten Wirkungsstätte das entscheidende 5:4 für die Huskies besorgte.

Schon am Samstag geht es weiter: Ab 18.30 Uhr sind die Huskies zu Gast beim Oberliga-Koooperationspartner Hannover Indians.

SR: Brill (Zweibrücken), Krawinkel (Moers), Z: 1641

Tore: 0:1 (2:58) Pimm (Klinge, Klöpper - 5:4), 1:1 (8:05) Mieszkowski (Schymainski, Ness), 1:2 (11:49) Heinrich (Kuchejda, Della Rovere - 5:4), 2:2 (12:34) Orendorz (Linsenmaier, Seifert - 5:4), 2:3 (35:20) Reiss (Della Rovere, Merl), 3:3 (43:57) Grygiel (Feser, St. Pierre - 5-4), 4:3 (49:42) Orendorz, 4:4 (52:34) Pimm (Little – 5:4), 4:5 (60:09) Little (Pimm, Klinge - 3:3)

Strafminuten: Krefeld 10, Kassel 16

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