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Huskies-Sieg gegen Landshut: Jubel hier, noch mehr Krise da

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Von: Pascal Spindler

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Wo ist der Puck? Vor dem 1:0 der Kassel Huskies gab es jede Menge Gewühl vor dem Landshuter Tor. Am Ende drückt Darren Mieszkowski (3.v.l.) die Scheibe liegend über die Linie.
Wo ist der Puck? Vor dem 1:0 der Kassel Huskies gab es jede Menge Gewühl vor dem Landshuter Tor. Am Ende drückt Darren Mieszkowski (3.v.l.) die Scheibe liegend über die Linie. © Andreas Fischer

Die Kassel Huskies haben die nächsten Punkte eingesammelt – und dabei einen ohne schon angeschlagenen Kontrahenten noch tiefer in die Krise gestürzt.

Kassel – 4:0 (1:0, 1:0, 2:0) gewinnen die nordhessischen Eishockeyprofis das DEL-2-Spiel gegen den EV Landshut, sind weiter kaum zu stoppen. Die Gäste kassieren dagegen ihre 13. Schlappe aus den vergangenen 15 Partien.

Bei den Huskies fehlen Jake Kielly und Fabian Ribnitzky, sie stehen nicht im Kader. Jake Weidner und Vincent Schlenker sind verletzt. Und auch Pierre Preto muss passen. Vor Spielbeginn gibt der Klub bekannt, dass sich der 23-Jährige eine Unterkörperverletzung zugezogen hat, rund vier bis sechs Wochen ausfällt.

Rein ins Spiel, in dem die Huskies direkt gut beginnen, Tempo machen. Landshut versucht mitzugehen, stört früh, ist aggressiv. Doch in der Anfangsphase fliegt der Puck meist nur in eine Richtung: aufs Tor der Gäste. Jamie Arniel hat die erste Abschlussmöglichkeit, seinen wuchtigen Schuss platziert er aber zu zentral (2.). Kurz darauf sind die Huskies ein erstes Mal in Überzahl, haben nun mehr Platz – und nutzen ihn sofort: Gleich vier Mann laufen auf Landshut-Goalie Sebastian Vogl zu, einen ersten Abschluss kann er nur prallen lassen. Arniel setzt nach, Max Faber und Darren Mieszkowski sind beteiligt, ehe Letzterer die Scheibe zum 1:0 ins Tor stochert (5.).

Landshut entwickelt kaum Torgefahr, strotzt nach den vielen Niederlagen der vergangenen Wochen nicht vor Selbstvertrauen. Nach neun Minuten zieht Benedikt Brückner ab, sein Schuss segelt jedoch an Jerry Kuhn vorbei, knallt in die Bande. Es ist das erste Mal, dass Landshut ein wenig Gefahr ausstrahlt.

Die kommt ansonsten fast nur von den Huskies. Nach einem starken Solo-Lauf muss Tristan Keck auf 2:0 erhöhen, scheitert jedoch an Vogl (10.). In der 18. und 20. Minute lässt Kassels Topscorer erneut beste Möglichkeiten liegen. Rächt sich das womöglich noch?

Im Mitteldrittel kommt Landshut zunächst besser aus der Kabine, hat durch Jack Doremus (21.), Alexander Dersch (23.), Bastian Eckl (23.) und Markus Eberhardt (24.) gleich vier sehr gute Tormöglichkeiten, die Kuhn stark vereitelt. In den ersten zwanzig Minuten hat der Huskies-Schlussmann lediglich fünfmal parieren müssen.

Ein wenig Hoffnung also nun für Landshut? Ein Mutmacher? Eher nicht. Denn ausgerechnet in der kleinen Drangphase der Gäste schlagen die Nordhessen wieder zu: Joel Keussen haut den Puck an Vogl vorbei ins Tor – 2:0 (25.) für die Huskies, die die Partie nun wieder bestimmen. In der 40. Minute fliegt die Scheibe erneut über die Landshuter Torlinie. 3:0? Der Videobeweis muss her. Und der zeigt: Tim McGauley hat den Puck mit der Hand ins Tor gelegt. Es bleibt beim 2:0.

Landshut ist weiter im Spiel, wehrt sich auch im Schlussdrittel nach Kräften. Vor allem der Wille ist den Gästen nicht abzusprechen. Die ersten vier Minuten nach der zweiten Drittelpause kassieren sie gegen spielstarke Huskies keinen Schuss aufs Tor. Problem nur: Sie selbst schießen in dieser Zeit auch nicht auf das Kasseler Gehäuse. Dann versucht es Maximilian Forster (45.) – harmlos.

Das ist eigentlich auch Stephan Tramms Versuch in der 51. Minute. Der Husky zieht kurz hinter der Mittellinie ab. Aber was macht Vogl da? Er macht sein Tor frei, die Scheibe schlägt ein. Ein ganz kurioser Treffer des Verteidigers, sein erster in dieser Saison. Die Huskies spielen es souverän zu Ende, Keck erhöht noch auf 4:0 (56.), ehe der nächste Kasseler Sieg perfekt ist.

Hier gibt‘s den Liveticker zum Nachlesen.

So haben die Kassel Huskies gegen den EV Landshut gespielt

Schiedsrichter: Apel/Lajoie
Zuschauer: 2185
Tore: 1:0 (4:52) Mieszkowski (Faber, Arniel - 5:4), 2:0 (24:24) Keussen (Arniel, Sykora), 3:0 (50:56) Tramm (Mieszkowski, Shevyrin), 4:0 (55:29) Keck (Shevyrin, Kuhn)
Strafminuten: Kassel 10 - Landshut 4

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