3:2 nach Verlängerung 

Huskies siegen in Bad Tölz, müssen aber zittern

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Jubel nach dem 2:0: Hier freuen sich Adriano Carciola (links) und Tyler Gron (rechts) über den Treffer von Sam Povorozniouk. 

Wohin geht die Reise? Diese Frage musste der Eishockey-Zweitligist Kassel Huskies beim Auswärtsspiel gegen die Tölzer Löwen beantworten - und taten das auch.

Waren die zurückliegenden Siege nur ein kurzes Feuer? Und gibt es nach dem 0:3 gegen Bietigheim wieder eine Niederlagenserie? Oder war die Partie bei den Steelers nur ein Ausrutscher – und die Wende steht endgültig an? Die Kassel Huskies gaben eine leise Antwort: 3:2 (2:0, 0:1, 0:1, 1:0) gewannen sie in Bad Tölz nach Verlängerung.

Zu Beginn, da profitierten die Kasseler von müden Tölzern. Die waren gefühlt noch im Neujahrsmodus, hatten Silvester noch in den Knochen. Passenderweise war es Sébastien Sylvestre, der das ausnutzte. In der 5. Minute startete der Kanadier ein Solo von der Mittellinie, umkurvte das Tor und wollte eigentlich zurücklegen – doch auf einmal war die Scheibe drin. Etwas kurios. Aber trotzdem die Führung für die Huskies.

Und die machten weiter, nutzten die Schwäche des Gastgebers – und wieder war es ein Treffer, der so eigentlich nicht fallen darf. Sam Povorozniouk lupfte den Puck von der Seite vor das Tor vom Tölzer Schlussmann Ben Meisner. Und wieder ging die Scheibe irgendwie rein. 2:0 führten die Huskies so nach 20 Minuten. Das ging auch in Ordnung, weil das Team von Trainer Tim Kehler die bessere Spielanlage hatte, die reifere Mannschaft war.

Zumindest im ersten Drittel war das so. Im zweiten Abschnitt kam dann aber erst mal nicht mehr viel. Das Spiel wurde härter. Negativer Höhepunkt: ein Faustkampf zwischen Povorozniouk und dem Tölzer Johannes Sedlmayr, der anschließend blutete und behandelt werden musste. Kurz danach kam das Heimteam dann zum Anschlusstreffer durch Florian Strobl (31.). Sein Schuss trudelte vom Schläger des ansonsten stark haltenden Leon Hungerecker ins Tor. Nur noch 2:1. Und es wurde in einem insgesamt nicht sehr hochklassigen Spiel wieder spannend.

Richtig spannend. Denn anderthalb Minuten vor dem Ende gelang den Tölzern doch noch der Ausgleich. Es war eine Co-Produktion der drei Topspieler Andreas Pauli, Kyle Beach und Stephen MacAulay, der schließlich traf. So wurden zu passive Kasseler nach nur einem guten Viertel doch noch mit der Verlängerung bestraft. Auch, weil Tyler Gron nur Sekunden später nach einem Foul von Kevin Wehrs einen Penalty rechts vorbeischoss.

Doch in dieser Verlängerung ging es dann schnell. Die Tölzer waren weit aufgerückt, die Huskies konterten. Grons Schuss lag frei vor dem Tor – und Sylvestre schob ein. So wurde es dann doch noch die Rückkehr in die Erfolgsspur. Vorerst eine leise.

Schiedsrichter: Haupt/Vogl.

Zuschauer: 1713

Tore: 0:1 (4:41) Sylvestre (Gron, Little), 0:2 (18:01) Povorozniouk (Sylvestre, Little - 5:4), 1:2 (30:37) Strobl (Wehrs, Heinzinger), 2:2 (58:27) MacAulay (Pauli, Beach), 2:3 (61:48) Sylvestre (Gron, Little)

Strafminuten: Bad Tölz 14 + 10 Sedlmayr, Kassel 16 + 10 Walters + 10 Povorozniouk

Von Oliver Rabuser

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