Kasseler begeistern beim 6:2

Klarer Sieg gegen Nauheim: Huskies sind die Derbykönige - Video

Kassel. Wenn erstmals in dieser Saison die La-Ola-Welle in der Eissporthalle kreist, dann ist klar: Die Huskies haben mal wieder einen ganz besonders süßen Eishockey-Sieg gefeiert.

Wenn 4500 restlos begeisterte Fans schon Mitte des zweiten Drittels „Die Nummer eins im Land sind wir“ anstimmen und im Schlussdrittel „Derbysiege sind schön“, dann gilt das ebenso. Oder wenn Cheftrainer Rico Rossi bei der Pressekonferenz von einem „sehr guten Sieg“ spricht.

Den Triumphen in Bad Nauheim und Frankfurt ließen die Huskies nun auch den zweiten Derbysieg gegen die Roten Teufel folgen und sind damit die unangefochtenen Derbykönige: Mit 6:2 (1:0, 3:2, 2:0) bezwangen sie den Klub aus der Wetterau, der den vor allem im Schlussdrittel wie entfesselt auftretenden Gastgebern nur in den ersten beiden Spielabschnitten etwas entgegenzusetzen hatte.

Es war ein Derby, das alles hielt, was es versprochen hatte: acht Treffer, einer davon irregulär, jede Menge Emotionen, grandiose Gastgeber, neue Weihnachtstrikots. Der nervöse Auftakt der Huskies, er war schnell vergessen. Denn es gibt da ja das Powerplay, das die Kasseler mittlerweile richtig gut beherrschen. Und irgendwie schienen die Zuschauer zu ahnen, dass etwas in der Luft lag, als Maik Blankart auf die Strafbank musste. Nur 32 Sekunden später erklang zum ersten Mal das „Ramalamadingdong“. Sven Valenti zog vom Bullykreis ab. Jan Guryca im Kasten der Bad Nauheimer konnte den Puck nur nach vorn abprallen lassen, Mike Collins staubte zum 1:0 (9. Minute) ab. „Das war die erste von zwei Schlüsselsituationen dieses Spiel“, sagte Rossi. Die Huskies drehten nun auf. Und wenn doch mal ein Nauheimer durchkam, dann war da ja noch Jeff Frazee. Am Kasseler Schlussmann bissen sich die Nauheimer die Zähne aus – bis zur 25. Minute, als Nauheims Topscorer Vitalij Aab zum 1:1 traf.

Die Antwort der Huskies aber hatte es in sich: Innerhalb von fünf Minuten zogen sie auf 4:1 davon. Conor Morrison machte den Anfang, bevor sich mit ihren Co-Produktionen Collins und Peter Flache sowie Collins, Wycisk und Daniel Schmölz um den Preis für das schönste Tor des Abends bewarben. Collins suchte in Überzahl den direkten Weg vor Gurycas Tor, der mitaufgerückte Peter Flache vollendete (30.). Zweites Spiel für die Huskies, zweites Tor. Das kann sich sehen lassen.

Kassel Huskies gegen Bad Nauheim

Auch beim vierten Treffer war Collins der Ausgangspunkt: Er schickte den gerade aus der Kühlbox gestarteten Austin Wycisk auf die Reise, dessen Solo erst bei Guryca endete. Doch im Nachgang drückte Schmölz erstmals in dieser Saison die Scheibe über die Linie. 4:1.

Das 4:2 fiel, als die Sirene eigentlich schon zur zweiten Pause ertönt war und von den Schiedsrichtern doch gegeben wurde – auch das war schnell vergessen. „Das war die zweite Schlüsselsituation. Wir haben nicht überreagiert, wir konnten nichts dafür, wir haben weiter unser Spiel geliefert“, lobte Rossi sein Team. Denn das kam einrucksvoll zurück und drehte noch einmal so richtig auf: Alex Heinrich, der einen erneuten Abpraller Gurycas bestrafte, Collins, der eins von so vielen Kabinettstücken der Huskies in den letzten 20 Minuten krönte, setzten die Schlusspunkte.

SR: Krawinkel (Moers), Z: 4490, Tore: 1:0 (8:04) Collins (Carciola, Valenti - 5:4), 1:1 (24:15) Aab (Paris, Frosch). 2:1 (27:08) Morrison (Wycisk, Valenti), 3:1 (29:39) Flache (Collins, Valenti - 5:4), 4:1 (32:15) Schmölz (Wycisk, Collins) 4:2 (39:59) Helms, 5:2 (47:51) Heinrich (Schmölz, Collins), 6:2 (54:51) Collins (Carciola, Heinrich)

Strafminuten: Kassel 4, Bad Nauheim 10

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