Hessenderby:

Huskies am Sonntag gegen Frankfurt: Ein Wiedersehen am Ratsweg

Der Manager ist nun auch wieder Trainer: Der Kanadier Rich Chernomaz. Spitzname als Spieler: Die Axt aus Manitoba. Archivfoto:  dpa

Kassel/Frankfurt. Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es nun schon her – das letzte DEL-2-Gastspiel der Huskies beim Erzrivalen in Südhessen: Am 25. Januar 2015 feierten die Kasseler einen umjubelten 1:0-Auswärtssieg bei den Löwen Frankfurt.

Nun, am 17. Januar 2016, gibt’s das Wiedersehen am Ratsweg. Der damalige Torschütze Daniel Schmölz spielt mittlerweile in der DEL und auch sonst hat sich einiges getan. Ein Überblick.

Der neue starke Mann 

Den Paukenschlag gab’s kurz vor Weihnachten: Die Löwen trennten sich von Trainer Tim Kehler. Es übernahm Manager Rich Chernomaz, der seitdem in Doppelfunktion das Sagen hat. Bis Saisonende ist das die Lösung, der die Löwen vertrauen. „Tim war ein Taktiker und Gentleman, aber Gentlemen werden manchmal ausgenutzt. Im Umgang mit der Mannschaft war ein anderer Impuls nötig“, erklärt Matthias Scholze, Pressesprecher der Löwen. „Cherno steht als Trainer für Zuckerbrot und Peitsche. Er kann ein harter Hund sein, aber wenn nötig auch der Sensible.“

Die fehlende Konstanz 

Das ist das Manko im Frankfurter Spiel. Unter Chernomaz’ Regie haben die Löwen seit dem 23. Dezember fünf Spiele verloren und drei gewonnen – zuletzt 4:0 im Heim-Derby gegen Bad Nauheim, als die Löwen über 60 Minuten ihr Potenzial abriefen. Gegen Ravensburg am Sonntag aber gelang dies nur für 53 Minuten. Die Folge: Sie unterlagen 3:4. „Rückschläge waren einkalkuliert“, sagt Scholze. „Aufgrund der vielen Spiele in den vergangenen Wochen konnte Chernomaz wenig in der Basisarbeit machen. Aber das Nauheim-Spiel hat uns gezeigt: Es geht aufwärts.“

Der Kader 

Nachdem sich Torhüter Antti Ore am Kreuzband verletzt hatte, reagierten die Löwen und verpflichteten Tyler Plante vom englischen Klub Sheffield Steelers bis zum Saisonende. Sieben Einsätze hat der 28-Jährige, der einen kanadischen und einen US-amerikanischen Pass besitzt, seitdem für die Löwen absolviert. Gegen Bad Nauheim gelang ihm das erste Spiel ohne Gegentor. Bei Plante stimmt nicht nur die sportliche Leistung. „Er ist ein extrovertierter Typ, ein Entertainer für die Fans. Er ist der beste Tänzer seit Langem“, sagt Scholze.

Verletzungsbedingt fehlen werden gegen Kassel die Stürmer Clarke Breitkreuz und Norman Martens.

Vor dem Derby 

In der Tabelle stehen die Huskies vor den Löwen. „Klar geben wir die Hoffnung nicht auf, Kassel noch einzuholen“, betont Scholze. Er erwartet ein emotionales Derby, aber ohne Strafzeiten-Flut wie noch in Kassel in der Saisonvorbereitung. „In der Liga haben sich die Spieler im Griff. Aber beide Teams haben Akteure, die wissen, wann und dass man auch einmal Zeichen setzen muss. Chernomaz stand nie für ruppiges Eishockey. Aber unter ihm ist die Frankfurter Mannschaft konsequenter geworden.“

Die Löwen gewannen übrigens das erste Duell in Kassel 3:1, das zweite entschieden die Huskies 4:3 nach Penaltyschießen für sich.

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