Eishockey: 1:3-Pleite gegen Halle macht sogar Trainer Bartman sprachlos – Kassel ohne Herz und Kampf

Nach der Pleite gegen Halle: Die Huskies stehen am Scheideweg

Bild mit Symbolcharakter: Husky Michi Christ (Mitte, in Blau) gegen die Saale Bulls nicht durchsetzen. Im Bild von links: Torhüter Robert Wolfermann und Nicolas Turnwald. Foto: Fischer

Kassel. Solche Szenen hat es in der laufenden Saison in der Kasseler Eissporthalle nicht gegeben: Zuschauer, die vor der Schluss-Sirene heimgehen. Kassel Huskies, die mit Pfiffen in die Kabine verabschiedet werden. Ein Trainer, der angesichts der schwachen Leistung seiner Mannschaft um Worte ringt.

Das 1:3 (1:0, 0:1, 0:2) am Sonntagabend gegen Halle war bitter. Einen richtig faden Beigeschmack erhielt die Niederlage aber durch die Art und Weise, wie sie zustande kam. Gehemmt, ideenlos, ohne Biss, Spielfreude und Herz – diese Huskies waren nicht wiederzuerkennen.

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Schon nach dem ersten Wochenende in der Playoff-Ausscheidung der Eishockey-Oberliga stehen sie damit am Scheideweg. Sie müssen mindestens drei der vier ausstehenden Spiele gewinnen, um das Saisonziel zu erreichen und sich als Gruppenerster oder -zweiter für die Playoffs zu qualifizieren. „Noch ist die Saison nicht vorbei. Aber am Freitag in Timmendorf müssen wir eine ganz andere Mannschaft sehen“, sagte Trainer Jamie Bartman und ging anschließend mit seinen Spielern hart ins Gericht. „Unsere Mannschaft hat in dieser Saison so oft mit Herz und Siegeswillen über 60 Minuten gearbeitet. Darauf war ich stolz. Aber so habe ich sie noch nie gesehen.“

Es fehlte den Huskies an diesem Abend an fast allem. An Cleverness und Kampfeswillen beispielsweise. Die Niederlage in Duisburg habe viel Kraft gekostet. „Aber wenn die fehlt, braucht man zumindest Intelligenz. Die aber haben die Spieler nicht gezeigt“, kritisierte Bartman. „Wenn man müde ist, beginnt der Kampf. Das war heute leider nicht so“, bekannte auch Verteidiger Danny Reiss. Hinzu kam: Nicht wenige hatten die Teams aus der Nord- und Oststaffel im Vorfeld schwächer eingeschätzt. „Vielleicht sind wir deshalb ein wenig zu überheblich in das Spiel gegangen und haben Halle unterschätzt“, gestand Reiss.

Kassel Huskies gegen Saale Bulls

Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer
Kassel Huskies gegen Saale Bulls: Zweites Spiel der Playoff-Ausscheidungen © Andreas Fischer

Einer der Hauptgründe, warum es bei den Huskies nicht läuft: Ihnen ist es nicht gelungen, die verletzungsbedingten Ausfälle aufzufangen. Im Angriff fehlen Marek Vorel und Jiri Mikesz. Vor allem die zweite Formation mit Christoph Koziol, Artjom Kostyrev und Alexander Heinrich blieb hinter den Erwartungen zurück. „Die Reihe hat zu wenig für die Offensive gebracht“, erklärte Bartman. Koziol als gelernter Flügelstürmer setzte als Center nicht die Akzente wie Vorel und Mikesz. Zumindest Mikesz aber kehrt nach seiner Verletzung gegen Timmendorf wohl wieder ins Team zurück.

Vor allem aber fehlt Verteidiger Sven Valenti an allen Ecken und Enden. Nicht nur in der Defensive, auch im Überzahlspiel mit Übersicht und gefährlichen Distanzschüssen. Valenti-Ersatz Reiss, von Bartman auch in die erste Powerplay-Formation vorgezogen, muss seine Rolle noch finden. Einzelne Spieler wollte der Trainer aber nicht an den Pranger stellen. „Schuldzuweisungen helfen uns jetzt nicht. Wir haben die Spieler, die wir haben. Jeder muss sich fragen, was er falsch gemacht hat und dann eine Reaktion zeigen. Einen besseren Weckruf als diese Niederlage kann es nicht geben.“

Von Michaela Streuff 

Aus dem Archiv: Huskies gegen Saale Bulls

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