Zweite Niederlage in Folge

2:5: Huskies stolpern auch in Landshut

Viel Einsatz, kein Ertrag: Die Kassel Huskies (hier Lois Spitzner) mussten sich dem EV Landshut mit Stephan Kronthaler (liegend) geschlagen geben.
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Viel Einsatz, kein Ertrag: Die Kassel Huskies (hier Lois Spitzner) mussten sich dem EV Landshut mit Stephan Kronthaler (liegend) geschlagen geben.

Lange ist das Spiel der Kassel Huskies in Landshut ausgeglichen. Im letzten Drittel zeigen die Hausherren dann aber ihre wiedergewonnene Stärke, nutzen Fehler und gewinnen mit 5:2 (0:0, 2:2, 3:0).

Zweimal haben die Huskies den EV Landshut in dieser Saison bereits recht souverän mit 5:2 besiegt. Nun sind bei den Bayern aber viele Leistungsträger zurück, der Kader ist deutlich besser besetzt. Und trotzdem sind es die Huskies, die richtig stark starten. Keine 20 Sekunden sind gespielt, da haben sie die erste Großchance. Jamie MacQueen scheitert an Torhüter Dimitri Pätzold, dann schießt Joel Keussen knapp drüber. Kassel schnürt den Gegner ein, das sieht aus wie Powerplay.

Nach fünf Minuten, in denen Landshut kaum aus dem eigenen Drittel kommt, werden die Hausherren besser. Sie befreien sich, kommen selbst zu Chancen. Aber im Tor der Huskies steht ja auch noch Jonas Neffin. Er pariert mit dem Schoner gegen Andree Hult (6.), ebenso gegen den platzierten Schlenzer von Stephan Kronthaler (9.). Es ist längst ein ausgeglichenes Spiel – und immer wieder muss Neffin retten. Erst gegen Kronthalers Hammer (16.), dann auch bei Sahir Gills Schuss durch Keussens Beine (20.). Auf der anderen Seite klärt Pätzold gegen den freistehenden Jake Weidner (18.).

Ereignisreiches Mitteldritten mit zwei Doppelschlägen

Torlos geht es ins zweite Drittel. Das ändert sich aber schnell. Weil die Huskies schludrig sind und Landshut hellwach. Ein abgefälschter Schuss trudelt haarscharf vorbei (21.), Neffin rettet noch gegen Marco Pfleger und Hult (23.). Dann aber fängt Henry Martens den Puck ab und lässt Neffin im Eins-gegen-Eins keine Chance (23.). Und nur neun (!) Sekunden später klingelt es schon wieder. Vom Bully weg ist Landshut da, Gill legt quer, Pfleger zieht ab. Doppelschlag, 2:0, was ist denn jetzt los?

Das fragen sich alle Beteiligten auch zwei Minuten später. Denn da kommen die Huskies – aus dem Nichts – wieder heran. Lukas Laub bereitet stark vor, Brett Cameron drischt den Puck direkt ins Tor. Pätzold zuckt nicht einmal (26.). Plötzlich ist das Scheibenglück zurück. Und jetzt gelingt den Huskies der Doppelschlag. Rutkowski zieht von der Blauen Linie ab, der Abpraller landet genau bei Mitch Wahl und der staubt ab. Doppelschlag, 2:2. Jetzt geht es hin und her, beide Torhüter haben alle Hände voll zu tun.

Landshuts Top-Leute entscheiden das Spiel

Im Schlussdrittel fehlt den Huskies dann aber plötzlich die Durchschlagskraft, sie machen Fehler. Und Landshut – angetrieben von seinen Top-Leuten – macht das besser. Hult klaut Dieter Orendorz die Scheibe, spielt vor das Tor und Lukas Mühlbauer schießt hart zum 3:2 ein (44.). Fünf Minuten später ist der Schwede Hult selbst Torschütze. Pfleger bedient ihn mit einem Querpass, Neffin ist noch dran, kann den Gegentreffer aber nicht verhindern.

Die Huskies bemühen sich, das sieht man. Aber: Ohne gefährlichen Schuss aufs Tor kann kein Spiel gedreht werden. Erst in der Schlussminute muss Pätzold gegen Cameron seine Klasse noch einmal zeigen. Mit der nächsten Aktion entscheidet Landshut das Spiel für sich, trifft durch Pflegers Volley-Verlängerung ins leere Tor.

Statistik

SR: Gossmann/Westrich

Tore: 1:0 (22:54) Martens, 2:0 (23:03) Pfleger (Gill, Hult), 2:1 (25:25) Cameron (Laub), 2:2 (26:44) Wahl (Rutkowski, Detsch), 3:2 (43:55) Mühlbauer (Hult), 4:2 (48:14) Hult (Pfleger), 5:2 (59:23) Pfleger (Schwarz)

Strafminuten: Landshut 8 - Kassel 8

Von Björn Friedrichs

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