Interview über Wünsche, Weihnachten und Eishockey-Marathon

Huskies-Stürmer Michi Christ: „Früher war es noch aufregender“

Früher war mehr Lametta: Michi Christ (rechts) mit seinem Bruder Thomas Weihnachten 1991.

Kassel. Sein Name ist an Weihnachten gewissermaßen Programm: Christ, Michi Christ. Im Interview spricht der Stürmer der Kassel Huskies über Heiligabend und den anstehenden Spiele-Marathon.

Herr Christ, werden Sie in diesen Tagen eigentlich häufiger mal auf Ihren Namen angesprochen? 

Christ: Nein, überhaupt nicht. Da muss ich schon schmunzeln. Eigentlich ist es ja verrückt, da eine Verbindung zu ziehen.

Haben Sie denn was mit Kirche am Hut? 

Michi Christ: Ich bin schon gläubig. Aber ich gehe nicht in die Kirche. Zuletzt war ich beim Laternenumzug meiner Kleinen zuliebe dort. Früher sind wir an Weihnachten immer in die Kirche gegangen, jetzt aber nicht mehr.

Was bedeutet Ihnen denn Weihnachten? 

Christ: Es ist schön, mit der Familie zusammenzusein. Früher war es noch aufregender mit der Vorfreude auf die Bescherung. Wir schenken uns zwar heute auch noch etwas, aber die Bedeutung ist doch eine andere.

Ist Weihnachten ein Thema innerhalb der Mannschaft? 

Christ: Ja. Wir hatten eine Weihnachtsfeier, bei der wir auch gewichtelt haben. Was wir uns geschenkt haben, das bleibt unsere Sache. Nur so viel: Es wurde jeder auf die Schippe genommen.

Waren die jüngsten Erfolge, vor allem auch der Auswärtssieg beim Spitzenreiter in Bietigheim, ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk? 

Christ: Nein. Es ist weder Glück noch eine Überraschung, dass es bei uns so gut läuft. Wir haben ein super Team und arbeiten hart. Anfangs konnte nur keiner einschätzen, wo wir stehen. Wir wollen und können in jedem Spiel punkten, egal, ob der Gegner Heilbronn oder Bietigheim heißt.

Hat ein Eishockey-Spieler an Weihnachten eigentlich auch mal frei? Sie haben gestern in Landshut gespielt, am zweiten Weihnachtstag kommt Ravensburg? 

Christ: Ja, Heiligabend und der erste Weihnachtstag sind komplett frei. Zwei Tage ganz ohne Eishockey sind auch mal schön. Das haben wir uns verdient. Aber das brauchen wir auch, um Kräfte zu tanken.

Sie sprechen es an. Die Weihnachtszeit ist eine Zeit der Ruhe, im Eishockey hingegen geht’s hoch her. Sie haben bis zum Dreikönigstag am 6. Januar sechs Spiele in zwölf Tagen vor sich. Wie schlägt denn Ihr Puls? 

Christ: Mein Puls ist eher ruhig. Warum auch nicht? Uns kommt das entgegen. Wir spielen gut. Je mehr Spiele, umso besser. Wir sind heiß auf diese Partien.

Und wie sieht Ihr Eishockey-Alltag bis zum 6. Januar aus? 

Christ: Das ist schnell erzählt: Training. Spiel. Training. Spiel. Und so weiter. Eine Pause haben wir nicht. Auch am 1. Januar ist Training. Das war schon immer so. Dafür ist der Silvesterabend frei.

Heute ist Heiligabend. Was wünschen Sie sich zu Weihnachten? 

Christ: Glück und Gesundheit für die Menschen, die mir nahestehen. Und sportlich den maximalen Erfolg.

Von Michaela Streuff

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.