Zurück im Blickpunkt

Huskies-Torhüter: Kai Kristian steht wieder in der Kiste

Derzeit die Nummer eins: Torhüter Kai Kristian, hier links im Gespräch mit Verteidger Matthias Bergmann, bot bei den Huskies gegen Bremerhaven eine gute Leistung. Foto: Schachtschneider

Kassel. Er ist wieder auf dem Eis. Zurück im Blickpunkt. Oder anders ausgedrückt: Kai Kristian steht wieder in der Kiste: 23 Jahre, Torhüter, ist derzeit  Nummer eins der Huskies.

Bei der 2:3-Niederlage nach Penalties gegen Bremerhaven am Sonntag musste Kristian Überstunden machen, die er genoß. „Penaltyschießen ist immer etwas Besonderes. Als Torhüter kannst du fast nur zum Helden werden. Von mir aus hätte das noch eine Weile weitergehen können, wenn auch nicht bis Mitternacht“, sagt der Husky. Insgesamt 16 Versuche waren nötig, bis die Entscheidung zugunsten der Gäste gefallen war.

Das Penaltyschießen war somit das i-Tüpfelchen auf eine Partie, die wegen ihres furiosen Finales in Erinnerung bleiben wird. Mit zwei Treffern in der letzten Minute hatten die Gastgeber eine sicher scheinende Niederlage noch verhindert, errangen so wenigstens einen Zähler, der auch Rico Rossi zufriedenstellte; „Mit vier Punkten am Wochenende können wir gut leben“, sagt der Trainer.

Kai Kristian stand dabei vor allem im zweiten Drittel häufig im Blickpunkt. „Da haben wir Bremerhaven mit vielen Zeitstrafen stark gemacht“, sagt er. Lange Zeit hielt der Goalie die „Null“ auch fest, wurde von den Rängen lautstark unterstützt. Auch deshalb erklärt er: „Ich spüre keine Unsicherheit. Vor allem in den Heimspielen macht es unglaublich Spaß. Die Anfeuerung der Fans gibt mir Selbstvertrauen.“

Bei den Anhängern der Huskies hat Kristian sich in der vergangenen Saison viel Respekt erworben. Da kam er als Notnagel, als sich Benjamin Finkenrath verletzte – und stieg mit überzeugenden Leistungen schnell zur Nummer eins auf. Kristians Anteil am Aufstieg war groß, der Lohn ein Vertrag für die DEL 2. Nun aber war klar, dass er zunächst hinter Simon Nielsen und dann hinter Mika Järvinen die Nummer zwei sein würde. „Ich wusste, dass ich auf meine Chance warten muss“, so der Torhüter.

Die kam, so bitter das ist, mit Järvinens schwerer Verletzung. Das Spiel gegen Bremerhaven war nun sein vierter Einsatz. „Zum Glück“, sagt Kristian, „sind wir mit dem Ausgleich für unseren Kampf belohnt worden.“ Und wie beurteilt er seine bisherigen Leistungen? „Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Aber es geht immer noch ein Stück besser.“

Gelegenheit, sich zu verbessern, wird er in den nächsten Wochen bekommen. Mika Järvinen wird noch einige Zeit fehlen. Kai Kristian steht bei den Huskies also noch einige Zeit in der Kiste.

Von Frank Ziemke

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