Nach Topspiel in Bremerhaven

Huskies-Trainer Rico Rossi sieht die Kasseler voll im Soll

Rico Rossi

Kassel. „Wir haben einen Punkt gewonnen und nicht zwei verloren.“ Cheftrainer Rico Rossi muss nicht lange überlegen bei der Antwort auf die Frage, ob seine Kassel Huskies beim DEl-2-Topspiel in Bremerhaven nicht sogar Punkte liegengelassen hatten.

3:3 hatte es nach 60 Minuten gestanden, erst das Penaltyschießen brachte die 4:3-Entscheidung zugunsten der Fischtown Pinguins. „Es ist schwer für jede Mannschaft, dort etwas zu holen. Bremerhaven ist die stärkste Mannschaft der Liga. Ich freue mich riesig für meine Jungs, dass sie gepunktet haben.“ Gemeinsam mit Rossi haben wir am Tag nach dem Spitzenspiel Bilanz gezogen. Das sagt Rossi über...

• ... den Torhüter: „Wir hatten schon vor dem Spiel entschieden, dass Markus Keller eine Pause bekommt. Denn unser Saisonplan sieht vor, dass er fünf bis zehn Spiele zum Regenerieren erhält. Die braucht er, denn er ist unsere Nummer eins. Da Florian Proske kurzfristig erkrankt ausgefallen ist, haben wir Jimmy geholt.

Ich gebe zu, nach den Gegentoren zum 0:2 bin ich schon kurzzeitig ein wenig nervös gewesen. Aber es war für mich nie eine Überlegung, Jimmy aus dem Spiel zu nehmen. Und er hat danach ein klasse Spiel gemacht. Er ist ein guter Torhüter, der immer bereit ist, wenn wir ihn brauchen.“

• ... den Fehlstart: „Wir haben den Auftakt verschlafen. Beim ersten Tor haben wir nicht aufgepasst, beim zweiten ist es unglücklich für Jimmy gelaufen. Aber wir haben in dieser Phase ganz einfach nicht gut gespielt. Das habe ich den Jungs in der Pause gesagt. Auch, dass wir diese Situationen ja schon aus anderen Spielen kannten.“

Erster Pflichtspieleinsatz in dieser Saison für die Huskies: Torhüter Jimmy Hertel. Im Hintergrund. Bremerhavens Patrick Klöpper Foto: Diekmann

• ... die Aufholjagd: „Ab dem zweiten Drittel waren wir mit viel mehr Energie auf dem Eis. Das hat sich ausgezahlt. Wir haben ausgeglichen. Es war natürlich ein wenig enttäuschend, dass das 2:3 ausgerechnet 32 Sekunden vor der zweiten Pause fällt. Aber das passiert und es war zu verschmerzen. Denn es resultierte nicht aus einem Fehler, sondern alle waren auf den richtigen Positionen. Geknickt war in der Kabine auch kein einziger. Und beim 3:3 haben wir alles richtig gemacht: In solchen Spielen musst du die Fehler des Gegners ausnutzen. Das haben wir getan.“

• ... die Härte: „Es war ein körperbetones, aber sehr faires Spiel. Ich bin froh, dass wieder Normalität eingekehrt ist. Was im letzten Spiel passiert war, hatte mit diesem nichts mehr zu tun. Ich habe der Mannschaft vor der Partie gesagt, sich nicht provozieren zu lassen. Und mein Job war es, diese Disziplin von der Bank aus vorzuleben.“

• ... die Formkurve: „Wir sind genau da, wo wir zum jetztigen Zeitpunkt unseres Prozesses sein wollen. In den vergangenen vier Wochen hat die Mannschaft einen Sprung gemacht. Sie spielt routiniert und taktisch diszipliniert. Wir gewinnen nicht jedes Spiel, aber jeder weiß, wie er mit den anderen zu spielen hat und wie der andere spielt..“

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