Playoff-Viertelfinale – 19.30 Uhr geht es los

Huskies-Trainer Rossi: "Der Damm wird brechen“

Es ist zum Verzweifeln: Huskies-Trainer Rico Rossi während des Sonntagspiels in Landshut. Foto:  Gerleigner

Kassel. Es geht schon fast um alles: Wenn die Kassel Huskies am heutigen Dienstagabend (19.30 Uhr, Eissporthalle) den EV Landshut zum dritten Spiel des Playoff-Viertelfinals in der Zweiten Deutschen Eishockey-Liga empfangen, müssen sie vor allem eins:

Ihre spielerische Überlegenheit in Tore ummünzen, um nach zwei Niederlagen endlich den ersten Sieg zu feiern. Denn das ist das größte und fast einzige Manko im Spiel der Kasseler bisher: Sie treffen einfach nicht.

Wenn es eine Szene gibt, die diese bisherige Serie auf den Punkt bringt, dann ist es diese: Sekunden, bevor sich die Huskies in Landshut am Sonntagabend das 1:2 einfangen, haben sie selbst die Riesenchance zur Führung: Manuel Klinge, John Zeiler und Peter Flache laufen in einer Drei-auf-Eins-Situation auf Marco Eisenhut im Landshuter Tor zu. Klinge scheitert im ersten Versuch am jungen Schlussmann, im Nachsetzen verpasst Zeiler um Millimeter den Abpraller. Im direkten Gegenzug machen es die Gastgeber besser: Andreas Gawlik trifft aus spitzem Winkel zum 2:1 für die Niederbayern.

Wir übertragen das Spiel live im Radio und per Live-Ticker.

Diese Momentaufnahme veranschaulicht das Problem der Huskies. Sie sind überlegen, spielen ihren Gegner phasenweise an die Wand, sind aber nicht konsequent und kaltschnäuzig genug im Abschluss. Sie schaffen es so nicht, sich selbst zu belohnen. „Wir haben viel mehr Spielanteile. Aber das zählt nicht. Uns fehlt der Biss vor dem Tor. Wir müssen nicht viel ändern, nur die Scheibe endlich auch über die Linie bringen“, sagte Huskies-Trainer Rico Rossi.

Die Kasseler Dominanz ist zum Teil aber auch der Spielweise des Gegners geschuldet. „Klar, es gibt die Phasen, in denen Kassel überlegen ist. Aber es ist unser System, unser Tor zu verteidigen. Und das gelingt uns sehr gut. Wir sind im Moment in der Lage, unseren Gegentorschnitt gegen den drittbesten Angriff der Liga niedrig zu halten“, erklärte Landshuts Coach Toni Krinner. Heißt: Es ist nicht immer schön anzusehen, was der EVL aufs Eis bringt, dafür aber umso effektiver. Die Bilanz: Aus gefühlten zehn Torchancen in zwei Spielen haben die Niederbayern sieben Tore gemacht.

Nichtsdestotrotz stecken die Huskies jetzt nicht den Kopf in den Sand. „Landshut kann sich nicht immer nur hinten reinstellen. Ich bin mir sicher, der Damm wird brechen“, bekräftigte Rossi. Er nimmt aber auch seine Leistungsträger in die Pflicht. „Die Einzelspieler machen im Moment den Unterschied für Landshut aus. Wir müssen diese entscheidenden Jungs bei uns noch finden.“

Im zweiten Heimspiel heute stehen die Huskies nun unter Druck. Hoffen aber lässt das: „Wir sind in der gesamten Saison nach schlechten Ergebnissen immer wieder zurückgekommen“, sagte Rossi. „Wenn wir keine Torchancen gegen Landshut hätten, würde ich verzweifeln. Aber der Charakter der Mannschaft ist einwandfrei. Jetzt müssen wir den Playoff-Tick rauskitzeln. Wir werden sehr gut reagieren.“

Von Michaela Streuff und Max Seidenfaden

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