Eishockey-Zweitligist trainiert in Wolfsburg

Training in Wolfsburg: Für die Kassel Huskies hat der Alltag begonnen

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Kurze Besprechung an der Bande: Trainer Rico Rossi (rechts) gibt Anweisungen, die Spieler hören aufmerksam zu. 

Wolfsburg. Die Kassel Huskies sind in die Vorbereitung eingestiegen. Wir haben den Eishockey-Zweitligist mal einen Vormittag lang begleitet - beim Training in Wolfsburg. 

Ein Vormittag in Wolfsburg. Im VW-Werk läuft die Tagesschicht, in der Eisarena absolvieren die Huskies ihre erste Schicht der Saison 2018/19 auf dem Eis. Trainingsauftakt in der Halle des Eishockey-Erstligisten, mit dem Schlittenhunde jetzt kooperieren.

Vor Ort beim Trainingsstart der Huskies

10.15 Uhr: Fahrer Christoph trifft mit dem Mannschaftsbus hinter der Wolfsburger Eishalle ein.

11.15 Uhr: Draußen Schwüle, drinnen empfindliche Kühle. Die Kasseler nutzen die Gästekabine. Manuel Klinge, in kurzer Hose, hat alles im Griff, bespricht sich mit einem Becher Kaffee in der Hand mit Sylke Klapp, bei Sponsor OTC fürs Change-Management zuständig. Der Sponsor veranstaltete vergangene Woche einen zweitägigen Workshop mit Einblicken in Werte, Ertrag, Wertschätzung und vieles mehr. Klapp: „Die Jungs haben super mitgemacht, die Neuen lernten Kassel in E-Autos kennen.“

Viel lieber wäre er mit auf dem Eis: Kapitän Manuel Klinge (links) verfolgt die erste Einheit zusammen mit Physiotherapeut Michael Führer von der Gäste-Spielerbank aus.

Nur zu gern wäre Klinge selbst wieder bei der Vorbereitung dabei. Geht aber wegen seiner Kniescheibenverletzung immer noch nicht. „Ich bleibe aber dran“, sagt er, hilft jetzt als Teammanager aus – und atmet durch: „War viel zu tun in der ersten Woche: Auto- und Wohnungsübergabe, Behördengänge.“

11.45 Uhr:  Noch sind die Grizzlys auf dem Eis. Als erster Husky kommt Michi Christ umgezogen aus der Kabine: „Schau’n mer mal, ob wir‘s verlernt haben“, sagt er, bevor er das Eis betritt. Mit Bart stampft Neuzugang Richie Mueller (36) herbei. „Bist du immer noch so schnell?“, wird er gefragt. „Mit dem Alter werde ich immer schneller“, kontert er blitzschnell wie auf dem Eis.

12 Uhr: Pünktlich startet die erste Eis-Einheit. Kurze Ansprache, das Team mit fünf Neuen und den zwei Förderlizenzlern Valentin Busch und Eric Valentin ist erfahren genug, um zu wissen, was beim Start zu tun ist.

Neu aus Übersee sind nur Jace Hennig und Nick Walters, der aber nur spielen kann, wenn er einen deutschen Pass bekommt. Torwart Marcel Melichercik (ein schmaler Kerl, mit Ausrüstung fast doppelt so breit), Derek Dinger (zuletzt Augsburg) und Richie Mueller (zuletzt Riessersee) kennen sich in der 1. und 2. Liga aus.

12.25 Uhr:  Eine von mehreren Unterbrechungen von Coach Rossi. Immer wieder Anweisungen, weitere Übungen. Der Trainer („Ich habe ein gutes Gefühl“) muss das jetzt allein machen, ein Co-Trainer ist nicht mehr da. Hugo Boisvert ist jetzt selbst Chef auf dem Eis in Bietigheim. In den kurzen Pausen sind die blau-schwarzen Trinkflaschen gefragt. Der Schweiß fließt ins Strömen – trotz kühler Luft.

13 Uhr: Geschafft. Ende der ersten kurzen Einheit. Toni Ritter auf dem Weg in die Kabine: „Mit der komplett neuen Ausrüstung tut zu Anfang alles weh.“ Das Team muss wegen der Präsentation der Kooperation mit den Grizzlys mit dem Bus zum Empfang in die Autostadt von Sponsor VW.

Weitere Einheiten bis zum Donnerstag stehen auf dem Programm, Freitag geht es zum ersten Test gegen Bayreuth nach Braunlage. Für die Huskies hat der Eishockey-Alltag wieder begonnen.

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