Huskies entscheiden sich gegen Vertragsverlängerungen mit fünf Verteidigern

Huskies trennen sich von sieben Spielern

Unter anderem müssen Drew MacKenzie und Mathias Müller (von links) gehen.

Kassel. Die Personalplanungen bei den Kassel Huskies schreiten voran. So werden insgesamt sieben Spieler keinen neuen Vertrag erhalten.

Aktualisiert um 18.30 Uhr: Nach der Saison ist vor der Saison. Das gilt Mitte April für viele Eishockeyteams. So auch für die Kassel Huskies. Nach mehreren Vertragsverlängerungen hat der Playoff-Halbfinalist nun sieben Abgänge bekannt gegeben. Keinen neuen Vertrag erhalten die Verteidiger Esa Lehikoinen (Finnland), Drew MacKenzie (USA), Corey Mapes, Mathias Müller und Steve Hanusch sowie die Angreifer Feodor Boiarchinov und Austin Wycisk. „Unsere Defensive hat uns die größten Schwierigkeiten bereitet. Deshalb müssen wir sie neu aufbauen. Wir suchen Verteidiger, die die Stürmer mit Tempo und offensiven Pässen unterstützen“, begründet Trainer Rico Rossi die Trennung von gleich fünf von Verteidigern.

• Esa Lehikoinen: Der 31-Jährige kam vor Saisonbeginn kurzfristig für den verletzten Brett Wysopal. Der Finne absolvierte 39 Spiele (1 Tor, 8 Vorlagen), kam in den Playoffs aber als fünfter und damit überzähliger Ausländer nicht zum Zug. „Er hat einen guten Job gemacht, aber nicht genug für die Offensive getan“, sagt Rossi.

• Drew MacKenzie: Mit 51 Einsätzen (3 Treffer, 30 Vorlagen) Stammspieler. „Er ist ein Spieler, der die Pucks gut verteilt, von dem aber zu wenig nach vorn kommt“, erklärt der Coach. „Außerdem hat er sich noch nicht entschieden, ob er überhaupt weiterspielen will.“

• Corey Mapes: Der Cousin von Marco Müller, von der Düsseldorfer EG aus der DEL gekommen, spielte eine solide Saison (48 Spiele, 2 Tore, neun Vorlagen). „Aber auch von ihm kam zu wenig im Aufbau nach vorn“, erklärt Rossi.

• Mathias Müller: Der gebürtige Füssener (24) kam Mitte der Saison 2014/15 im Tausch mit Matthias Bergmann aus Kaufbeuren zu den Huskies und brachte es seitdem auf insgesamt 134 Einsätze (4 Tore, 14 Vorlagen). „Er hat mit uns die Meisterschaft gewonnen und in seiner Zeit einen riesigen Schritt vorwärtsgemacht. Wir haben von ihm profitiert, er von uns. Aber jetzt ist unsere Beziehung am Ende angelangt“, begründet Rossi die Entscheidung.

• Steve Hanusch: Mitte Dezember holten die Huskies den Verteidiger vom DEL-Team aus Krefeld (34 Spiele, drei Tore, 14 Vorlagen). „Eigentlich wäre er für uns nicht bezahlbar gewesen. In der kommenden Saison ist er für uns zu teuer. Ich gehe davon aus, dass er auch wieder eine bessere Saison haben wird als bei uns“, sagt Rossi.

• Feodor Boiarchinov: Der Angreifer kam im Sommer aus Dresden (57 Spiele, 9 Tore, sieben Vorlagen). Da er am 22. Juni 24 Jahre alt wird, fällt er in das Kontingent der 14 erlaubten Ü24-Spieler. „Wir haben schon viele deutsche Stürmer im Kader“, erklärt Rossi.

• Austin Wycisk: Der Deutsch-Kanadier (36) kam 2013 zum damaligen Oberligisten nach Kassel (210 Einsätze, 40 Tore, 57 Vorlagen) und war das Unterzahlmonster in den Playoffs der Meistersaison. „Das war die härteste Entscheidung. Austin hatte einen großen Anteil am Titelgewinn. Er hat sich immer unglaublich professionell verhalten, sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und ist außerdem auch noch ein fabelhafter Mensch“, sagt Rossi. So akzeptierte Wycisk zuletzt in den Playoffs auch, dass er als überzähliger Ü24-Spieler zuschauen musste. Seine Zukunft ist offen. Nach dem Playoff-Aus aber hatte er gesagt: „Es gibt aber immer Klubs, die einen erfahrenen Spieler wie mich suchen.“

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