Triumph gegen Spitzenreiter

Lob für Pantkowski, Pimm und Wisniewski: Huskies-Trio ragte beim 5:2 heraus

Starker Rückhalt im Huskies-Tor: U20-Nationaltorhüter Mirko Pantkowski. Foto: Fischer

Kassel. Der achte Heimsieg in Folge. Nur drei Gegentore in den letzten drei Partien auf eigenem Eis. Erster Derbysieg und Triumph gegen den Spitzenreiter: Allein diese Punkte zeigen: Die Kassel Huskies kommen in der DEL2 immer besser in Schwung.

„Die Mannschaft trifft jetzt regelmäßig gute Entscheidungen, hält sich an unsere Spielsysteme und vertraut auch darauf“, erklärt Trainer Rico Rossi. Vorläufiger Höhepunkt dieses Aufwärtstrends: der 5:2-Erfolg gegen die Bietigheim Steelers am Dienstagabend in eigener Halle. Kniffeliger als das Ergebnis war die Frage danach, wer denn Spieler des Tages war. Ein Trio steht zur Wahl – und jeder Husky lieferte überzeugende Argumente.

Mirko Pantkowski als Rückhalt im Tor

Die eigenen Fans feierten den jungen Kasseler Torhüter mit Sprechchören schon während der Partie. Später gab’s den verbalen Ritterschlag für Mirko Pantkowski vom Coach der Bietigheimer: „Wir hatten so viele Chancen. Aber Pantkowski war unglaublich. Er ist wirklich ein Talent. Er war der Rückhalt im Tor“, lobte Kevin Gaudet den 19 Jahre alten Schlussmann. Dessen Fangquote liegt nach 20 Einsätzen bei 93,97 Prozent – das ist rekordverdächtig und Liga-Spitze unter jenen Torhütern, die aktuell die Nummer eins in ihren Vereinen sind. Am Dienstag parierte er 35 von 37 Schüssen der Steelers. Insbesondere während der Dauerdruckphase der Gäste Ende des ersten Drittels (18 Schüsse) zeichnete sich Pantkowski besonders aus.

Er nimmt Jubel und Lob mit jener Ruhe entgegen, die ihm auch auf dem Spielfeld zu eigen ist. „Klar, der Sieg gegen Bietigheim war etwas ganz besonderes. Es hat Riesenspaß gemacht. Ich versuche, auf dem Boden zu bleiben. Damit hilft mir mein Umfeld, vor allem mein großer Bruder Jan. Er analysiert mit mir jedes Spiel“, erklärt Pantkowski, der neuerdings auch Bart trägt. Ein früher Playoff-Bart etwa? „Nein, der kommt bei Gelegenheit wieder ab“, sagt er und grinst. Ab heute bereitet sich Pantkowski mit der U20-Nationalmannschaft in Füssen auf die am 10. Dezember beginnende B-WM vor.

Braden Pimm: "Bester Stürmer der Liga"

„Kassel war unglaublich effektiv“, erkannte Kevin Gaudet an. Den Beweis dafür lieferte vor allem einer: Braden Pimm. „Er ist der beste Stürmer der Liga“, sagt Rico Rossi. Pimms Doppelpack, mit dem er kaltschnäuzig Fehler in der Bietigheimer Defensive bestrafte, waren seine Saisontore 16 und 17 – in 19 Einsätzen. Hinzu kommen 16 Vorlagen. Macht starke 33 Punkte. Nur der Frankfurter C.J. Stretch hat einen Zähler mehr (34/14 Tore, 20 Vorlagen), aber auch zwei Spiele mehr absolviert. Stockt das Spiel, ist Pimm einer der beiden, die gesucht werden, und die vorangehen.

James Wisniewski trifft in Unterzahl

Der andere ist der US-Amerikaner, der ebenfalls zwei Tore zum Sieg beisteuerte. Besondere Klasse hatte sein zweiter Treffer: In eigener Unterzahl tauchte James Wisniewski mit Pimm vor dem Bietigheimer Tor auf – in Unterzahl und als Verteidiger wohlgemerkt – und krönte den Mut mit dem zwischenzeitlichen 3:2, das die Huskies auf die Siegerstraße brachte. „Solch ein Tor hilft immer. Hätten sie in Überzahl getroffen, wäre es für uns schwer geworden.“

„James hebt das Spiel auf ein anderes Niveau. Er hat einen angeborenen Instinkt“, sagt Rossi über den 33-Jährigen, der auch noch zum 4:2 traf. Auch bei Wisniewski lohnt sich der Blick auf die Liga-Statistik: In 13 Partien hat der Verteidiger 23 Punkte gesammelt (7 Tore, 16 Vorlagen) und ist damit gefährlichster Verteidiger. Im Ligavergleich liegt er unter lauter Angreifern auf Rang 22.

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