Das zweite Drittel beim 8:3 gegen Hamm wollen die Kasseler schnell vergessen – heute Gaucher im Training

Huskies üben Selbstkritik

Doppeltorschütze gegen Hamm: Husky Brad Snetsinger, hier im Duell mit dem Hammer Aaron Reckers. Foto: Fsicher

Kassel. Es ist alles eine Frage des Blickwinkels. „Was wir wollten, haben wir geschafft – zumindest bis zur 50. Minute“, sagte Milan Vanek, Coach der Hammer Eisbären sichtlich zufrieden am späteren Dienstagabend. Und das, obwohl seine Mannschaft gerade mit 3:8 bei den Kassel Huskies verloren hatte. Vorgenommen hatten sich die Westfalen nämlich eins: „Wir wollten Kassel mit unserem dünnen Kader so lange wie möglich ärgern.“

Und das gelang den Gästen erstaunlich gut. Auch wenn es danach zunächst nicht ausgesehen hatte. Denn die Hausherren hatten schnell mit 3:0 in Führung gelegen, ließen ihren dezimierten Gegner laufen und hatten das Spiel fest im Griff. Die Messe, so schien es, war nach 19:14 Minuten gelesen. Pustekuchen. 20 Sekunden später fiel das 3:1, kurz nach dem Beginn des zweiten Drittels das 3:2. Entsprechend deutlich fiel deshalb die Kritik von Huskies-Trainer Jürgen Rumrich aus. „Wir haben im zweiten Drittel geschlafen. Wir haben nach der klaren Führung gedacht, es geht so einfach weiter“, sagte er. Ging es aber nicht. „Wir haben die Bindung zum Spiel verloren“, stellte Stürmer Kyle Doyle fest. Plötzlich war Hamm wieder da – so wie beim 4:3. Plötzlich schien es, als könnte die Partie noch kippen. Tat sie aber nicht. Gedanken an eine Niederlage hatte Rumrich auch nie. „Ich habe Vertrauen in meine Mannschaft. Ich weiß, wenn wir unser Spiel spielen, sind wir besser.“

Und im Schlussdrittel fanden die Huskies auch wieder zu ihren Stärken zurück. „Dieser Glaube an uns selbst hat uns auch durch die Playoffs in der vergangenen Saison getragen. Er ist weiterhin da“, sagte Doyle. Die überfallartigen Konter der Hammer parierten die Huskies spätestens ab jener von Vanek erwähnten 50. Minute endlich erfolgreich, der Doppelschlag von Austin Wycisk und Doyle (52. und 55.) brachte das Team auf die Siegerstraße zurück. Und so fiel Rumrichs Gesamtfazit doch positiv aus: „Entscheidend für mich war, dass wir den Faden wiedergefunden haben.“

Und auch die Spieler haben aus dem schlechten zweiten Spielabschnitt gelernt: „Wir müssen einfach durchgehend unser System spielen. Gegen Duisburg und Frankfurt können wir uns solche Aussetzer nicht leisten. Das wird uns auch nicht noch mal passieren“, kündigte er an. Freitag müssen die Huskies bei den Füchsen ran, am Sonntag kommt Frankfurt.

Heute Abend aber erhält das Team erst einmal Zuwachs: Am Abend wird der kanadische Verteidiger Ryan Gaucher erstmals mit den Huskies trainieren.

Von Michaela Streuff

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