Rückschlag kurz vor Ende der Hauptrunde

Huskies verlieren im Allgäu 1:2 – Dingers Treffer ist in Kaufbeuren zu wenig

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Schneller am Puck: In dieser Szene aus dem letzten Duell in Kassel setzt sich Nicklas Mannes gegen Husky Derek Dinger (links).

Rückschlag für die Kassel Huskies im Kampf um die Pre-Playoffs: Mit 1:2 (0:0, 0:0, 1:2) haben sie trotz eines couragierten Auftritts am drittletzten Spieltag der Hauptrunde bei Playoff-Teilnehmer ESV Kaufbeuren verloren.

Schon die bisherigen drei Duelle waren knappe Angelegenheiten gewesen. Und schnell deutete sich an, dass auch es auch im vierten Aufeinandertreffen eng zugehen würde. Zwar wirkten die Huskies frisch und ausgeschlafen, hatten sie doch in Kaufbeuren übernachtet, um schwere Beine zu vermeiden. In einer starken Anfangsphase hatte Sebastien Sylvestre die beste Gelegenheit zur Führung, scheiterte aber am Kaufbeurer Keeper Stefan Vajs. Auf der Gegenseite rückte ebenfalls der Torhüter in den Fokus: Jerry Kuhn klärte gegen Wolter, gegen Lewis, gegen Saarinen.

Tore, die ließen also auf sich warten. Nicht nur im ersten, sondern auch im zweiten Drittel. Die Partie nahm nun Fahrt auf. Schon 30 Sekunden nach Wiederbeginn hätten Sam Povorozniouk im ersten Versuch und Jens Meilleur im Nachsetzen die Huskies in Führung bringen können – doch Vajs war auf dem Posten. Im Gegenzug scheiterte Max Schmidle an Kuhn. So ging es weiter.

Mal zielte Povorozniouk zu zentral auf Vajs Brust (23.), mal rettete Vajs mit dem Schoner im letzten Moment, als Richie Mueller wie bei einem Penalty den gegnerischen Verteidigern entflohen war und allein auf ihn zustürmte (30.), mal hatte der Keeper schlicht Glück. Dann nämlich, als Adriano Carciola frei im Slot stehend die Scheibe nicht richtig traf (31.). Die beste Gelegenheit zur Führung, die hatte Jens Meilleur. Sein Schuss knallte allerdings ans Lattenkreuz (34).

Sieben der letzten acht Spiele hatten die Kaufbeurer verloren, dabei auch in der Defensive häufig nicht allzu gut ausgesehen. Diesmal allerdings machten die Verteidiger einen besseren Job, bekamen im Schlussabschnitt auch deutlich mehr zu tun. Die Huskies zogen das Tempo an. Sie drängten auf das erste Tor des Abends. Und Derek Dinger brach endlich den Bann. Michi Christ gewinnt das Bully, legt zurück zu Andy Reiss an die Blaue Linie, der quer zu Dinger, dessen Distanzschuss genau ins Toreck passt. Es ist der Auftakt zur heißen und letztlich spielentscheidenden Minute 51.

Denn 28 Sekunden nur freuen sich die Huskies und ihre 30 mitgereisten Fans über diese Führung. Dann umkurvt Max Schmidle in Bauerntrick-Manier das Kasseler Gehäuse, spielt quer auf Markus Lillich, der am rechten Pfosten lauert und zum 1:1 trifft. Und nur weitere 23 Sekunden später besorgt das zweite Talent aus dem Kaufbeurer Nachwuchs das 2:1. Fabian Koziol, der jüngere Bruder von Ex-Husky und derzeitigem Frankfurter Lukas, zieht trocken einfach mal ab – und trifft. Dieses 2:1 ist die Entscheidung. Auch wenn die Kasseler am Ende noch einmal Kuhn herausnehmen, einen sechsten Feldspieler bringen. Nach vorn geht nichts mehr. Auch, weil Vajs auch Muellers zweiten Sololauf an diesem Abend ganz cool stoppt. Und so bleibt es nach vier Hauptrunden-Duellen dabei: Gegen Kaufbeuren können die Huskies nicht gewinnen.

Schiedsrichter: Feistl/Kohlmüller. Z: 2546

Tore: 0:1 (50:08) Dinger (Reiss, Christ), 1:1 (50:36) Lillich (Schmidle), 2:1 (50:59) Koziol 

Strafminuten: Kaufbeuren 6, Kassel 10

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