Seine Rückkehr, die Zeit in Krefeld und private Träume

Huskies-Verteidiger Mike Little: „Weiß, was ich an Kassel habe“

Gesetzt in der Defensive der Huskies: Rückkehrer Mike Little bringt Offensivqualitäten mit. Foto: Fischer

Kassel. Er war eine der Stützen der Meistermannschaft 2016. Nach einem Intermezzo beim DEL-Klub Krefeld Pinguine ist US-Verteidiger Mike Little nun nach Kassel zurückgekehrt und hat bei den Huskies einen Zweijahresvertrag unterschrieben.

Vor dem DEL-2-Saisonstart am Freitag (19.30 Uhr) in der heimischen Eissporthalle gegen Dresden spricht der 29-Jährige über... 

Kassel

• ... seine Rückkehr: Ich hatte in der ersten Saison 2015/16 eine tolle Zeit. Ich liebe die Fans, die Stadt, den Verein. Ich hatte ein paar andere Optionen in diesem Sommer. Aber mein Herz schlägt für Kassel. Ich bin mit vielen Jungs in Kontakt geblieben. Ich wollte glücklich sein. Bei etwas Unbekanntem weißt du manchmal nicht, was du bekommst. Aber bei den Huskies wusste ich, was ich bekomme, was ich am Verein und der Stadt habe. Für mich ist der Wohlfühlfaktor wichtig. Hier in Kassel habe ich das vertraute Gefühl, was ich früher in Kindertagen hatte als ich mit meinen Freunden gespielt habe, mit denen ich aufgewachsen bin. Und das findet man im Eishockey nicht sehr häufig.

• ... die Erinnerungen an seine erste Saison: Viele tolle. Da ist die Meisterschaft natürlich. Mein erstes Spiel war großartig, es war ein Heim-Derby gegen Frankfurt, das wir im Penaltyschießen gewonnen haben. Und ich habe mich in meiner Wohnung sehr wohlgefühlt, denn ich bin ein Mensch, der gern draußen in der Natur ist. Wenn du dich abseits des Eises wohlfühlst, dann spielst du auch viel besser.

• ...die Meisterschaft: Wir hatten so viele Jungs, die zur selben Zeit unglaublich gut gespielt haben. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir zu Hause ein Spiel verlieren würden. Die Fans waren unglaublich, auch wenn wir mal hintenlagen im Spiel oder in der Serie. Je lauter es wurde, desto höher wurde unser Energielevel. Wir wussten einfach, wir gewinnen. Wir hatten dieses ganz besondere Selbstvertrauen. Wir hatten das Momentum.

• ... die Bedeutung einer Meisterschaft: Champion zu werden, ist nicht einfach. Es gibt im Leben nicht viele Gelegenheiten, ins Finale zu kommen. Und wenn sie da sind, musst du sie nutzen. In sieben Profijahren bin ich 2013 mit Stockton einmal ins Finale der East Coast Hockey League gekommen und mit den Huskies DEL2-Meister geworden. Das ist etwas ganz besonderes.

• ... Ziele mit den Huskies: Die Meisterschaft muss das Ziel sein. Wir haben viel Talent im Team, sogar mehr als in der Meistermannschaft 2016. Joe Gibbs und Rico Rossi haben ganz hervorragende Arbeit geleistet, eine homogene Truppe zusammenzustellen. Auch wenn das Team am Anfang einer Saison immer ein anderes ist als zum Zeitpunkt, wenn die Playoffs starten.

KREFELD

• ... Vergleich DEL/DEL2: Das ist schon ein Sprung. Das Level ist höher, der Stil ist anders, es gibt mehr Ausländer pro Mannschaft. Im Spiel wird mehr vorgegeben, es wird nicht so frei gespielt, wie es in der DEl2 möglich ist. Der Wechsel von der DEL in die DEL2 ist kein Rückschritt für mich. Es ist ein Schritt, um mich weiterzuentwickeln.

• ... das Jahr in Krefeld: Es hat dort nicht gepasst. Und ich habe mich vielleicht nicht so schnell auf die Liga eingstellt, wie ich es mir vorgenommen hatte. PERSÖNLICHES

• ... sich selbst: Ich bin ein ziemlich ruhiger, zurückhaltender Typ auf dem Eis und abseits davon. Ich bin niemand, der laut wird. Wenn jemand einen Fehler macht, weiß er das selbst sofort am besten. Ich gehe lieber positiv mit meinen Mitspielern um. Ich spreche über Fehler und helfe, Probleme zu lösen. Je positiver du bist, desto einfacher ist es, erfolgreich zu sein.

• ... Hobbys: Ich bin gern draußen in der Natur, liebe wandern, angeln und verbringe gern Zeit mit Freunden.

• ... seine Heimat: Die liegt zwischen Boston und New York. Es ist schön, dort in Enfield zu leben. Und ich fühle mich auch in Kassel so wohl. Denn beide Regionen sind ähnlich: Du hast eine schöne Stadt mit allem, was du brauchst. Und sobald du raus fährst, ist alles grün und entspannt. Ich lebe jetzt in derselben Wohnung wie damals.

• ... seine Familie: Ich bin ein richtiger Familienmensch. Meine Freundin Mysti lebt in Nashville und arbeitet als Pilates-Lehrerin. Sie wird mich während der Saison besuchen. Meine ältere Schwester Kerri hat Zwillingssöhne, meine jüngere Schwester Lauren einen fünfjährigen Sohn. Ryder ist ziemlich sportlich. Er findet es großartig, dass ich Eishockeyprofi bin. In den USA haben wir früher immer zusammen gespielt.

• ... Liebe zu Sport und Beruf: Vor einiger Zeit hat mir meine Mutter eine alte Zeichnung aus meiner Kindergartenzeit gezeigt: Die zeigt, dass ich Eishockeyprofi werden will. Dieser Sport erfüllt mich. Das wünsche ich mir auch nach der Karriere. Ich habe einen Uniabschluss in Kriminalwissenschaft und Psychologie.

• .... Leibspeise: Für mein Leben esse ich gern Steak und Lachs.

• ... Rückenummer 55: Fünf war eigentlich immer die Nummer, die ich getragen habe. Die Fünf (von Herbert Heinrich/Red.) wird aber in Kassel nicht mehr vergeben, deshalb habe ich nun die 55.

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