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Huskies warten auf 9. Juli: Ligenstruktur ist noch offen

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Von: Gerald Schaumburg

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Kassel. Die gute Nachricht vorweg: Die Eishockey-Jugend Kassel (EJK) als Stammverein der Huskies und die Kasseler Eissporthallen-Betriebsgesellschaft (KEBG) sind sich einig über die Fortsetzung ihrer Kooperation.

„Es gibt keinerlei Streitpunkte“, erklärten Bernhard Ewers, Schatzmeister des Klubs, und KEBG-Geschäftsführer Stefan Traut unisono.

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Stefan Traut

Und dennoch können Trainer Milan Mokros und seine Mitstreiter noch immer nicht für die erste Saison nach dem Hessenliga-Titel planen. Regionalliga oder vielleicht doch Oberliga? „Wir wissen nicht, wohin die Reise führt und hängen der Luft“, sagt Mokros. Und: Die Hängepartie wird bis zum 9. Juli andauern, dann erst steht in Dortmund die Termintagung für beide Ligen an. „Dort wird dann jeder Klub gefragt, ob er in der Liga spielen kann und will, für die er sportlich qualifiziert ist.“

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Mokros benennt die Fakten: „Die beiden Ligen sollen besser miteinander verzahnt werden. Da ist eine Oberliga mit zehn bis 14 Mannschaften geplant und eine Regionalliga mit zehn Teams. Die Saison soll am 20. September starten und bis zum Jahresende die Vorrunden abgeschlossen haben. Danach folgen ab Januar die Relegationsspiele.“

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Bernhard Ewers

Die Huskies, so Mokros, werden im Verband als Nummer 18 der Rangliste geführt. Bei einer 14-er-Liga müssten also mindestens vier Klubs auf die Oberliga-Teilnahme verzichten, bevor die Kasseler gefragt werden können, ob sie die Regionalliga überspringen und im Oberhaus antreten.

Was für den Hallenbetreiber angesichts einer größeren Zahl an Heimspielen nach wie vor ein Thema ist, kommt für Mokros bei allem Verständnis dafür, „dass es sich rechnen muss“, nicht infrage. „Die Oberliga ist nicht mein Ding, diesen Weg gehe ich nicht mit. Denn dann bleiben zu viele unserer Jungs auf der Strecke. Unser Ziel aber ist es, dass sie sich in der Regionalliga weiterentwickeln können.“

Knackpunkte im Ligen-Poker der Klubs sind vor allem die Standorte Herne (Hallenprobleme) und Essen (nach erneuter Pleite), aber auch Krefeld (Meldefehler), wo die Zukunft derzeit ungewiss ist.

„Wir sind durch das Theater in der Ligenstruktur zum Abwarten gezwungen“, erläutert EJK-Schatzmeister Ewers. Aber, so Hallenchef Traut: „Wir sind uns nicht nur einig, sondern planen trotz des aktuellen Vakuums zweigleisig.“ Im Klartext: Die Suche nach Sponsoren läuft, am 10. Juli sollen direkt nach dem Ligenentscheid die entsprechenden Zahlen in den Vertrag eingesetzt werden.

Und das könnte eben auch für die Oberliga sein. Denn der EJK-Vorsitzende Marc Berghöfer sagt: „Es wäre schwer, sich als Verein einem Wunsch von Verband und Sponsoren zu verschließen, wenn die Regionalliga obendrein sportlich nicht stärker sein sollte als zuletzt die Hessenliga.“

Von Gerald Schaumburg

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