Miniserie oder Aufholjagd? 

Kassel Huskies wollen gegen Deggendorf den nächsten Sieg

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Sébastien Sylvestre obenauf: Hier attackiert der Stürmer den Lausitzer Oliver Granz (vorn) im Kampf um den Puck.

Aus der Miniserie von drei Erfolgen hintereinander soll eine echte Aufholjagd werden. Dazu allerdings müssen und wollen die Huskies dem glanzvollen 5:2 gegen den Tabellenzweiten Weißwasser nun den vierten Heimsieg folgen lassen.

Schon am heutigen Freitag um 19.30 Uhr geht’s in der Kasseler Eissporthalle gegen den Deggendorfer SC. Am Sonntag dann spielen sie in Bietigheim beim Meister (17 Uhr). Hier einige Fakten zur neuen Eishockey-Stimmung in Stichworten:

• Glückskind 1: Leon Hungerecker ist 20 Jahre jung – und fängt Pucks dennoch wie ein Alter. „Er war wieder ein toller Rückhalt und der beste Mann auf dem Eis“, lobte Trainer Tim Kehler den Torwart. 44 von 46 Schüssen wehrte er ab gegen eine Mannschaft, die nicht nur Kehler wegen ihres druckvollen Laufspiels als das derzeit beste Team der Liga sieht – „besser sogar als Ravensburg“.

Hat gut Lachen: Leon Hungerecker.

Keine Frage: Leon nimmt eine ähnliche rasante Entwicklung wie einst sein Bruder Phil. Bei ihm, dem DEL-Stürmer in Mannheim, hat er Weihnachten verbracht. Die Gründe für seine starken Leistungen sind vielfältig. „Rico Rossi und nun Tim Kehler fördern mich, auch mit ganz speziellen Übungen. Ich arbeite hart, will in jedem Training besser werden. Und ich bin vor allem auch mental sehr viel stärker geworden“, erklärt der so konzentriert-ruhig agierende Zerberus.

Dass eine Fangruppe ihn mit „Leon, Leon“-Rufen feiert, der Heuboden aber mit einem langgezogenen Hun - ger - eck - er ficht ihn nicht an. „Solange sie mich nicht Leo nennen ist alles klar“, sagt er lachend.

• Glückskind 2: Im Training liefert er sich mit großem Spaß heiße Duelle und Wetten mit Hungerecker, „weil er es mir so schwer macht, ins Tor zu treffen“. Im Spiel aber gegen andere Keeper haut Stürmer Sébastien Sylvestre dann den Puck zum bahnbrechenden 2:1 rein, als die Füchse mächtig Oberwasser haben. Und wie spektakulär! Verteidiger Owens tanzt er aus und tunnelt ihn, Torwart Schmidt knallt er den Puck unter die Latte.

„Die Verteidiger in der Liga werden sich diesen Trick genau ansehen, aber ich habe noch ein paar andere drauf“, sagt der Blondschopf lachend. Für sie eine Drohung, für die Huskies-Fans ein Versprechen. „Es macht total Spaß mit diesen Jungs zu spielen. Obwohl sie so oft verloren hatten als ich kam, ist das Team ganz eng zusammen und versteht sich super.“

• Pechvogel: Für Schiedsrichter Mischa Apel endete Weihnachten mit großen Schmerzen. Der Hannoveraner wurde in der 48. Minute ganz unglücklich hart vom Puck am Unterleib getroffen und verließ gekrümmt und verletzt das Eis. Fynn Falten, der zweite Mann, brachte die Partie nach kurzer Pause souverän allein über die Zeit. Gestern bekam Apel im Krankenhaus Besuch von Carsten Lenhart. Mit dem Kasseler sollte er eigentlich heute die Partie Bad Nauheim - Weißwasser leiten.

• Gegner: Zur selben Zeit spielen die Huskies gegen Deggendorf, den Neuling. Der ist zwar Letzter, hat aber die Preplayoffs durchaus noch in Reichweite. „Wer sieben Tore gegen Heilbronn schießt, der hat offensiv etwas zu bieten“, mahnt Trainer Tim Kehler seine Kasseler, diesen Rivalen nicht am Tabellenplatz zu messen. Und: „Mit Jason Bacashihua im Tor haben sie eine enorme Verstärkung bekommen.“ Aber: Der DSC hat nur zwei seiner letzten neun Spiele gewonnen, das erste Duell in Kassel 2:6 verloren. „Dafür will sich das Team jetzt sicher rehabilitieren“, sinniert Kehler. So wie allerdings auch seine Huskies für ein 2:4 an der Donau.

Huskies live : Gewohnt ausführlich berichten wir live und in voller Länge heute natürlich auch vom DEL2-Heimspiel der Kassel Huskies gegen den Deggendorfer SC aus der Kasseler Eissporthalle. Kurz vor dem ersten Bully um 19.20 Uhr melden sich Gerd Brehm und Gerald Schaumburg im Liveradio. Marie Klement betreut in gewohnter Manier den Liveticker.

Von Gerald Schaumburg

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