Matchball am Sonntag?

Huskies wollen Vorsprung in Ravensburg ausbauen

Er hat mehr Biss: Husky Jens Meilleur (links) setzt sich in dieser Szene aus dem ersten Heimspiel am Montag gegen den Ravensburger Raphael Kapzan durch. Foto: Fischer

Kassel. Zwei von vier Siegen haben sie schon eingefahren. Lassen die Huskies am Freitagabend den dritten Streich folgen auf dem Weg ins Playoff-Finale der zweiten Eishockey-Liga?

Die Chancen stehen gut, wenn - ja wenn - die Kasseler Puckjäger heute Abend ab 20 Uhr in Ravensburg weiter konzentriert bleiben und sich vom glanzvollen 8:2 des Montags nicht zu einer gewissen Leichtfertigkeit verleiten lassen.

Und wenn - ja wenn - es denn heute klappt mit dem dritten Erfolg, dann können die Huskies schon am Sonntag ab 17 Uhr im nächsten Heimspiel das Weiterkommen perfekt machen.

Die Lage bei den Huskies

Optimal. Abgesehen von Langzeit-Ausfall Justin Kirsch sind alle Spieler an Bord. Also auch Michi Christ nach seiner Bänderverletzung. „Michi trainiert wieder mit dem Team, aber sein Einsatz ist eher unwahrscheinlich“, sagt Rico Rossi, und der Trainer scheut das Risiko, den Rackerer vielleicht zu früh zu bringen. Denn: „Wir brauchen nichts zu ändern, unser Spiel läuft.“

Und wie! Sechs Erfolge hintereinander stehen zu Buche – Rekord in der Ära Rossi. Die alte Bestmarke steht bei fünf Siegen in Folge, erkämpft jeweils im Dezember 2014, im Februar, Oktober und Dezember 2015. Entsprechend gelöst ist die Stimmung. „Die Jungs sind heiß auf jedes Training, jedes Spiel. Sie gehen mit viel Biss und mit großer Begeisterung aufs Eis“, berichtete Rossi gestern um 13.30 Uhr bei der Abfahrt nach Ravensburg.

Dort wird heute um 9.30 Uhr noch einmal kurz trainiert. Am Abend dann soll der nächste Meilenstein zum Endspiel passiert werden. „Wichtig ist, dass wir am Wochenende den Vorsprung aus dem ersten Auswärtssieg zumindest behaupten, besser noch ausbauen“, sagt Rossi. „Dann bleibt der Druck bei Ravensburg, in Kassel siegen zu müssen.“

Die Lage bei den Towerstars

Regenerieren, Kopf freikriegen – so lautete die Ansage von Towerstars-Coach Dany Naud in den vergangenen Tagen. Die spannende Frage wird deshalb sein: Wie werden die Gastgeber reagieren? Wie haben sie die 2:8-Schlappe verpackt? Fest steht zweifelsohne: Nach zwei verlorenen Partien braucht die Mannschaft neue Impulse. Heißt: Naud dürfte Umstellungen vornehmen. Er hat zudem seine Führungsspieler in die Pflicht genommen. Denn drei der bislang vier Ravensburger Tore gegen Kassel gehen auf der Konto der dritten und vierten Sturmreihe.

„Nun müssen die Topspieler vorangehen und zeigen, dass sie die Topspieler sind“, richtet Naud deshalb klare Worte an Konstantin Schmidt, Brian Roloff und Austin Smith sowie Mathieu Tousignant, Brandon MacLean und Fabio Carciola. Der gebürtige Kasseler im Ravensburger Dress und „große“ Bruder von Husky Adriano blieb in der Serie bislang eher blass. „Weil unsere Topleute auch Topleistungen zeigen“, wie Rico Rossi schmunzelnd und stolz bemerkt.

Die Lage in der Serie

Bei allen Träumen vom Finale – trotz der 2:0-Führung der Huskies ist die Serie noch lange nicht entschieden. Ein Heimsieg heute könnte die Towerstars beseelen, ihnen neuen Schwung geben auch für den Sonntag. In Kassel könnten sie dann sogar ausgleichen und sich den Heimvorteil zurückholen.

Die Lage in der Liga

Nach nun schon zwölf Playoff-Spielen binnen 25 Tagén scheint Überraschungsteam Dresden doch die Luft auszugehen. Zumal mit Steven Rupprich sowie Marcel und David Rodmann drei Asse verletzt fehlen gegen Titelverteidiger Bietigheim.

Völlig offen ist das Abstiegsduell, nachdem Kaufbeuren mit Trainer Toni Krinner und Heilbronn mit Trainer Fabian Dahlem daheim patzten, aber auswärts siegten.

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