Eishockey

Husky Adriano Carciola: Ein Abschied ganz im Stillen

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Nun in Landsberg vereint: Adriano Carciola (li.) mit Bruder Fabio und dessen Sohn Adriano junior. ARCHIVFoto: PRIVAT/NH

Ein Mann der lauten Töne war er nie. Den Abschied aus Kassel aber und von den Huskies hin nach Augsburg und Königsbrunn hat Eishockeystürmer Adriano Carciola ganz im Stillen vollzogen.

Der Eishockeystürmer mit italienischem Blut, in der Stadt an der Fulda geboren, sagt dabei nicht nur seiner Heimatstadt ciao, sondern auch dem Leistungssport.

„14 Jahre als Profi sollen reichen, die Zeit war jetzt reif für diesen Schritt“, sagt Carciola und fügt lachend an: „Irgendwann muss ich ja auch mal richtig arbeiten.“ Lange schon hatte er immer mal über das Leben nach dem Sport sinniert, dann ging alles ganz schnell. Erst wurde der Vertrag des filigranen, aber häufig zwischen guten und schwachen Auftritten schwankenden Flügelflitzers von den Huskies nicht verlängert. Was natürlich schmerzt, denn in Kassel sind auch sportlich seine Wurzeln, in Kassel durchlief er die Jugendteams und bestritt sieben Spielzeiten in DEL und DEL2. Zwischendurch war er in Mannheim, Dresden, Hannover Crimmitschau, Heilbronn und Ravensburg aktiv und bilanziert insgesamt 32 + 578 Einsätze in erster und zweiter Liga.

Dann heiratete Carciola am vergangenen Dienstag seine langjährige Kasseler Freundin Madlen, Mitte August steht die Geburt der gemeinsamen Tochter bevor. „Jetzt lerne ich die andere, normale Seite des Lebens kennen“, sagt er über die neue Rolle als Familienvater und freut sich sehr darauf. Dazu gehört auch, dass er in Augsburg eine zweijährige Ausbildung im IT-Bereich beginnt. Die Übernahme der Trattoria seiner Eltern in Kassel war da kein Thema: „Gastronomie ist nicht mein Ding.“

Aber was ist mit Eishockey? „Dem Sport bleibe ich natürlich verbunden“ sagt Carciola. „Als Freizeitsportler.“ Er hat beim Bayernligisten Landsberg zugesagt, der einst sogar Zweitligist war. „Der Verein will mittelfristig wieder weiter nach oben“, sagt der Neue, der nun auf halbem Weg zwischen Arbeitsplatz und Eishalle im ländlichen Hiltenfingen wohnt.

Probleme mit der Eingewöhnung sollte es nicht geben. Im neuen Team steht mit Tobias Wedl (25) der Sohn von Ex-Husky Alex Wedl (50). Trainer des Teams ist, keine Überraschung, Fabio Carciola. Inzwischen 33, ebenfalls Ex-Kasseler und Adrianos „großer Bruder“.

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