Geschichte einer Maske

Den Husky auf dem Kopf - Torhüter Markus Keller bekennt Farbe zum Verein

Kassel. Sie ist des Eishockey-Torhüters liebstes Stück. Und ein Blickfang noch dazu: seine Maske. Viel Zeit und Ideen stecken die Keeper in die Gestaltung ihres Kopfschutzes. Auch Markus Keller, die neue Nummer eins des Zweitligisten Kassel Huskies.

„Egal, wo ich bislang gespielt habe: Ich lasse mir immer eine Maske machen, die zu meinem Verein passt“, erklärt der 25-Jährige, der damit ein klares Bekenntnis zu den Huskies abgibt und zugleich ein wenig auch seine eigene Geschichte erzählt.

Von der Oberseite blickt ein angriffslustiger Husky. An den Seiten ist die Skyline der Stadt Kassel zu sehen. Auf der Rückseite prangt nicht nur groß Kassels Wahrzeichen, der Herkules, sondern auch ein vierblättriges Kleeblatt, das Glück bringen soll. Auch die Wappen seiner Heimatstadt Augsburg und des neuen Wohnorts Kassel haben dort Platz gefunden.

Von hinten: Der Spitzname

Und falls mal einer seiner Teamkollegen vergessen sollte, wie die Nummer eins heißt, braucht er nur einen Blick auf die Nackenpartie zu werfen: Kells ist dort zu lesen, Kellers Spitzname. „Den haben mir irgendwann mal kanadische Mitspieler verpasst. Seit drei Jahren trage ich ihn auch auf der Maske.“

Hilfreich möglicherweise für die Schiedsrichter: Kellers Rückennummer 35 ziert auch seinen Halsschutz. „Das ist ganz einfach meine Nummer. Die trage ich seit meiner Zeit in der Deutschen Nachwuchs-Liga.“ Eine Eins brauche er nicht. „Das ist doch eher was für Fußball-Torhüter“, sagt er und grinst.

Schon als Zwölfjähriger bekam er seine erste designte Maske. „Darauf waren braune Monster zu sehen“, erklärt er. Seitdem sammelte er die Kopfschütze mit persönlicher Note. „Zwölf Masken habe ich schon“, zählt er nach.

Von vorn: Nummer und Husky-Kopf

Bei der Optik des aktuellen Modells half dem Schlussmann übrigens ein Huskies-Fan. Philip Weißkopf hatte Keller einfach mal bei Facebook angeschrieben und seine Hilfe angeboten. „Das war das erste Mal, dass mir jemand beim Maskendesign helfen wollte“, berichtet Keller. Überrascht sei er schon gewesen, aber nahm die Hilfe gern an. „So professionell habe ich mich noch nie aufs Airbrush vorbereitet.“ Bislang hatte er das Design immer selbst entworfen. „Ich hatte in der Schule den Kunstzweig gewählt.“

Gefertigt ist die Maske aus Karbon und Fiberglas. „Sie ist extrem leicht“, sagt Keller. In Freiburg erhält der Kopfschutz, der als weißes Blanko-Exemplar aus den USA geliefert wurde, in diesen Tagen sein Design verpasst – per Airbrush. Kosten: 2000 Euro. Keller kennt sie bislang nur von Fotos. Ganz sicher dabei aber ist sie am 22. Juli dabei: Dann steht der Umzug nach Kassel an.

Der Keeper sagt: „Diese Maske ist wirklich richtig gut gelungen. Sie gehört schon jetzt zu meinen Highlights. Wenn wir damit jetzt noch Erfolg haben, dann steht sie auf Platz eins.“

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