Interview nach dem 400. Spiel für Kassel

Marco Müller von den Huskies: „Ich fühle mich hier heimisch“

Nächster Meilenstein für die Kassel Huskies erreicht: Verteidiger Marco Müller hat sein 400. Spiel im blau-weißen Trikot absolviert.
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Nächster Meilenstein für die Kassel Huskies erreicht: Verteidiger Marco Müller hat sein 400. Spiel im blau-weißen Trikot absolviert.

Der 5:2-Erfolg der Kassel Huskies am Dienstag in Landshut war ein ganz besonderer für Marco Müller: Er machte dabei sein 400. Spiel für den DEL2-Klub – die achtmeisten aller Huskies.

Kassel - „Ich hatte das gar nicht auf dem Schirm, der Trainer hat mir das verraten“, sagt der Verteidiger. In den Sozialen Medien gab es nach dem Sieg in Landshut (hier geht es zum Spielbericht, hier zum Nachbericht) von vielen ehemaligen Mitspielern Glückwünsche. Seit dem DEL-2-Aufstieg 2014 spielt er für Kassel, ist aus Mannschaft und Verein kaum noch wegzudenken. Im Interview spricht Müller über die Karriere, seine Zeit in Kassel und nächste Ziele für die Bestenlisten.

Am Montag der 31. Geburtstag, am Dienstag das 400. Spiel für die Huskies. Das klingt nach einer schönen Woche, oder?
Ja! Nach dem Derbywochenende war die Stimmung ein bisschen unten, aber ich habe dann entspannt Geburtstag gefeiert, mein 400. Spiel gemacht – und die drei Punkte haben den Deckel draufgesetzt.
Am Freitag gegen Ravensburg steht der nächste Meilenstein bevor. Wissen Sie welcher?
(überlegt) Nein.
Dann ziehen Sie mit Stephane Robitaille gleich, auf Platz sechs wartet Tobias Abstreiter mit 437 Einsätzen für Kassel.
Oh. Es ist schön, sich bei solchen Namen einzureihen. Persönlich ist es mir aber nicht so wichtig, das Sportliche steht noch im Vordergrund.
Vor den Huskies hatten Sie in kurzer Zeit viele Stationen. Wieso sind Sie in Kassel geblieben?
Ich hätte nie gedacht, dass ich mal acht Jahre bei einem Verein bin. Das hat sich so ergeben. Der Verein hat ja auch immer mit mir verlängert und ich habe keinen Grund gesehen, den Klub zu wechseln. Ich fühle mich hier wohl, drumherum und im Verein ist alles familiär. Ich fühle mich hier heimisch.
Vor dem 300. Spiel sagten Sie, sie fühlten sich als halber Kassler Junge. Wie sieht das jetzt aus? Sind Sie inzwischen ein ganzer?
(lacht) Ich habe am Dienstag nach dem Spiel schon gehört, dass ich adoptiert wurde. Also – denke ich – kann man das wohl schon so nennen.
Mit 31 sind Sie inzwischen im höheren Sportleralter. Schmieden Sie schon Zukunftspläne?
Einen richtigen Plan gibt es noch nicht. Klar hat man einen Weg im Hinterkopf, der – wenn alles gut läuft – so vonstatten gehen kann. Ich hänge aber noch am Eishockey und möchte das auch noch so lange wie möglich spielen. Wenn ich fit bleibe und meine Leistung bringe, steht dem nichts im Wege.
Sie stehen bei 470 Strafminuten in der Karriere, sind in dieser Statistik bei den Huskies schon Siebter. Müssen Herbert Heinrich (486) und Greg Evtushevski (498) jetzt zittern?
Das ist gut zu wissen, aber ich werde da jetzt nicht extra angreifen. (lacht) Wenn man sich meine Statistiken anschaut, haben die Strafzeiten in den letzten Jahren nachgelassen. Es wäre auch nicht so schlecht, wenn das so bleiben würde. Am Dienstag waren es auch erst die Minuten fünf und sechs in dieser Saison – wieder ein Schritt näher an die Spieler vor mir. Vielleicht können wir die Top Fünf in dieser Saison noch anpeilen.
Wie erleben Sie den Wandel rund um die Huskies?
Dem Verein tut es gut, dass ein neuer Input reinkommt. Ich sehe die Huskies auf einem guten Weg. Gerade bei der Halle wurde es Zeit, dass mal ein bisschen was gemacht wird. So wie sie jetzt da steht, ist es top. Damit kann man für die Zukunft weiterarbeiten.
Am Freitag geht es zu den starken Ravensburg Towerstars. Wie möchten Sie in die nächsten 100 Spiele starten?
Am liebsten mit einem Sieg. Es wird nicht leicht, aber ich hoffe, dass wir die Schritte nach oben weiter nach und nach gehen – auch wenn das Derbywochenende ein kleines Tief war. Ich denke, ein Sieg bei einem so starken Gegner wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Zur Person

Marco Müller (31) kommt gebürtig aus Heilbronn und spielt seit 2014 für die Huskies, mit denen er 2016 die Meisterschaft in der DEL 2 feierte. In 400 Einsätzen im blau-weißen Dress gelangen ihm 88 Punkte (16 Tore, 72 Vorlagen). Bei den Huskies trägt er die Rückennummer 22, sein Geburtstag ist der 22. November. Müller wohnt gemeinsam mit Freundin Alina und Hund Emil in Helsa.

Von Björn Friedrichs

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