Kommentar

Im Personalpoker verzockt

Die Situation beim Eishockey-Zweitligisten Kassel Huskies kommentiert Gerald Schaumburg.

Die gute Nachricht ist: Die Huskies tun etwas gegen die Krise. Die schlechte Nachricht ist: Das Stühlerücken wirkt zunächst wie reiner Aktionismus.

Im Sommer noch hieß es, ein Co-Trainer für Rico Rossi sei überflüssig. Die sportliche Entwicklung hat das widerlegt. Dann kam der routinierte NHL-Haudegen Bobby Carpenter für Rossi – aber er erhält nun in Tim Kehler nicht etwa einen Assistenten, sondern einen zweiten, gleichberechtigten Mann an die Seite gestellt. Doch dieser Neuzugang wird keine Tore schießen und auch keine Gegentore verhindern. Wäre das Geld nicht besser in besseres (und teureres) Personal auf dem Eis investiert?!

Da nämlich haben die Huskies ihre größte Baustelle – im Kader, dessen Preis Spielerberater allenfalls für einen Platz zwischen fünf und acht taxieren. Die Verpflichtung des langsamen Jannik Woidtke – zuvor neunter (!) Verteidiger des Klassenkameraden Bad Nauheim – ist ebenso fragwürdig wie das Engagement des vollendes überforderten Mark MacMillan. Er wurde immerhin schon wieder aussortiert. Aber: Im einst so erfolgreichen Personalpoker verzocken sich die Huskies nun immer häufiger. Und am Freitag kommt Meister Bietigheim...

Rubriklistenbild: © Lothar Koch

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