Bayreuth Tigers ab 19.30 Uhr zu Gast

Imports, Angriff, Special Teams: Das muss heute bei den Huskies besser laufen

Sie sind jetzt gefordert: Die Huskies mit (von links) Trainer Tim Kehler (hinten), den Importspielern Jamie MacQueen, Brett Cameron sowie Corey Trivino und Timo Gams wollen gegen Bayreuth den zweiten Saisonsieg einfahren.
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Sie sind jetzt gefordert: Die Huskies mit (von links) Trainer Tim Kehler (hinten), den Importspielern Jamie MacQueen, Brett Cameron sowie Corey Trivino und Timo Gams wollen gegen Bayreuth den zweiten Saisonsieg einfahren.

Der Saisonstart verlief enttäuschend für die Kassel Huskies. Drei Punkte aus sechs Spielen – alle Beteiligten beim Eishockey-Zweitligisten hatten sich mehr erhofft.

Kassel - „Wir sind nicht glücklich mit unseren Ergebnissen, wie wir spielen und wo wir stehen“, sagt Trainer Tim Kehler. Heute sind die punktgleichen Bayreuth Tigers ab 19.30 Uhr zum Kellerduell in Kassel zu Gast. Das sagt Kehler zu den Baustellen der Huskies:

Die Offensive

Elf Treffer in sechs Spielen – kein Team schoss bislang weniger Tore. Gegen Crimmitschau drückten die Huskies im ersten Drittel auf die Tube, spielten sich zahlreiche Chancen heraus – schossen aber nur ein Tor.

Was also tun gegen die Torflaute? „Wir haben alle Gehäuse größer gemacht und spielen jetzt auf Fußballtore“, sagt Kehler sarkastisch. „Und jetzt ehrlich: Wir arbeiten viel daran, müssen härter und besser in den gefährlichen Räumen spielen und für viel mehr Verkehr rund um das Tor sorgen.“

Die Special Teams

Beim Powerplay ist noch gänzlich der Wurm drin. 20 Mal waren die Huskies bislang in Überzahl, zwei Treffer sprangen dabei heraus. Zehn Prozent Erfolgsquote sind der niedrigste Wert der Liga. Und: Die Huskies kassierten in eigener Überzahl schon drei Gegentreffer.

„Es ist ähnlich wie bei den Problemen beim Fünf-gegen-fünf. Die Spieler auf dem Eis müssen hungriger sein, schneller und beweglicher. Daran arbeiten wir“, sagt Kehler. Auch in Unterzahl ist Kassel noch weit entfernt von dem ligaweiten Top-Wert aus der vergangenen Saison (73,1 statt 85 Prozent). Kehler: „Mit unserem Unterzahlspiel bin ich nicht unzufrieden. Das war gut, die Gegner haben aber im Powerplay teils Dinge gemacht, die ich bei uns noch vermisse. Ich bin optimistisch, dass die Special Teams in naher Zukunft besser werden.“

Die Importspieler

Die Kanadier Brett Cameron, Jamie MacQueen, Troy Rutkowski und Corey Trivino spielen noch keine so tragende Rolle, wie es von Importspielern erwartet wird. „Dem stimme ich zu“, sagt Kehler, ergänzt aber auch: „Als Kontingentspieler hat man immer hohen Druck und hohe Erwartungen.“

Auch die Plus/Minus-Statistik spricht eine deutliche Sprache: Hier sind Trivino, Rutkowski (beide -7) und MacQueen (-5) Schlusslicht bei den Huskies. „Wenn man verliert und keine Tore schießt, zeigen alle Finger gleich auf diese Spieler. Dabei haben sie viel Charakter und werden uns noch weiterhelfen. Wir brauchen Scoring-Tiefe in allen vier Reihen.“

Die Fan-Unterstützung

Zugegeben, das ist keine Baustelle: Die Stimmung bei den Heimspielen war auch beim 2:4 gegen Ravensburg gut. Keine Pfiffe, durchgehend Unterstützung – darauf hoffen die Huskies auch heute. Die Anhänger können einen Extra-Schub geben.

„Wir sind enttäuscht, dass wir unseren Fans noch nicht die gewünschten Resultate liefern konnten. Der Push muss aber von den Spielern auf dem Eis kommen“, sagt Kehler.

Von Björn Friedrichs

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