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Kassel Huskies kassieren Last-Minute-Niederlage in Weißwasser

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Von: Pascal Spindler

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Umkämpfte Partie: Husky Vincent Schlenker (links), hier gegen Weißwassers Kristian Blumenstein. Das Foto entstand beim Kasseler Heimspiel im Oktober.
Umkämpfte Partie: Husky Vincent Schlenker (links), hier gegen Weißwassers Kristian Blumenstein. Das © D. Schachtschneider

Die Kassel Huskies geraten gegen die Lausitzer Füchse aus Weißwasser 1:3 in Rückstand, kämpfen sich zurück, stehen am Ende durch ein Gegentor in letzter Sekunde aber doch als Verlierer da.

Weißwasser/Kassel – Die Kassel Huskies wollten zurück in die Erfolgsspur, stattdessen setzte es den nächsten Dämpfer. Nach der bitteren 1:3-Derbyniederlage gegen Bad Nauheim sind Kassels Eishockeyprofis ein weiteres Mal geschlagen. Nach einer tollen Aufholjagd verlieren sie bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser 3:4 (0:0, 1:3, 2:0, 0:1) nach Verlängerung. Nur eine Sekunde fehlt bis zum Penaltyschießen.

In der regulären Spielzeit nimmt die Begegnung erst im Mitteldrittel Fahrt auf. In den ersten 20 Minuten sind die Huskies zwar spielbestimmend, haben mehr von der Partie, wirklich torgefährlich wird’s aber nicht. Stephan Tramm versucht es mit einem wuchtigen Schlagschuss (3.), Tim McGauley passt die Scheibe vor das gegnerische Gehäuse, findet dort allerdings keinen Abnehmer (12.) – das ist es dann auch schon fast. Auf der Gegenseite muss Jerry Kuhn einmal mit der Fanghand an den Puck (6.), wird kurz vor der Sirene noch von Clarke Breitkreuz geprüft (20.). Zwingend ist das aber alles noch nicht.

Torarmes erstes, torreiches zweites Drittel: Steven Seigo ist es, der die Scheibe nach Vorarbeit von Joel Lowry und Jamie Arniel ein erstes Mal im Füchse-Gehäuse unterbringt. In Überzahl legen sich die Huskies den Gegner zurecht, gehen in Führung (23.). Doch die Gastgeber liefern die direkte Antwort. Einen satten Schuss von Teemu Henritius kann Kuhn nicht festhalten, die Scheibe springt zu Hunter Garlent, der den schnellen Ausgleichstreffer besorgt (25.).

Weißwasser ist ein unangenehmer Kontrahent, spielt sehr diszipliniert, erarbeitet sich Chancen – und weiß spätestens nach einer guten halben Stunde, dass eine ähnliche Überraschung wie Mitte Oktober, als die Füchse eine acht Spiele andauernde Erfolgsserie der Huskies mit einem 3:1-Sieg in Kassel beendeten, auch diesmal möglich ist. Louis Anders trifft nach 29 Minuten in Überzahl zum 2:1 für die Gastgeber, nur zwei Minuten später jagt Sebastian Zauner den Puck an Kuhn vorbei ins Eck. Plötzlich führen die Gastgeber 3:1, die Huskies werfen sich fragende Blicke zu. Was auffällt: Die Kasseler Fehlerquote ist in dieser Phase in allen Bereichen zu hoch – und die Füchse nutzen das eiskalt aus.

Huskies-Trainer Bo Subr muss in der Pause die richtigen Worte gefunden haben. Zumindest kommen seine Spieler wie entfesselt aus der Kabine: Ein Schuss von Seigo kommt über die Bande zu McGauley, der trifft zum 2:3 (42.). 36 Sekunden später spielt Tristan Keck die Scheibe hinterm Tor an den Schlittschuh von Füchse-Goalie Kristian Hufsky. Pfosten, drin – 3:3 (42.). Die Huskies sind wieder da, drängen auch noch aufs vierte Tor. Doch das fällt nicht mehr. Weder auf der einen, noch auf der anderen Seite.

Es gibt Verlängerung. Beide Mannschaften haben Top-Chancen auf den Sieg, ehe die Huskies in Unterzahl geraten. Weißwasser ist nun am Drücker. Ein Angriff noch, die Scheibe landet bei Garlent. Eine Sekunde auf der Uhr. Ein letzter Schuss – Tor! Der Puck rauscht an Kuhn vorbei ins Netz (60.+4:59). Die Füchse jubeln, die Huskies sind geschlagen. (Von Pascal Spindler)

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