Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse

Wie es ist, mit den Huskies gegen den Heimatverein zu spielen

Steve Hanusch spielt mit den Huskies gegen seinen Heimatverein Weißwasser

Wenn die Huskies am nächsten Dienstag mit einem Heimspiel ins Playoff-Viertelfinale gegen die Lausitzer Füchse starten, dann ist das für die Kasseler Steve Hanusch (26) und Toni Ritter (27) ein ganz besonderes Duell: Beide entstammen der Talentschmiede in Weißwasser. Wir befragten Hanusch dazu:

Als Kasseler kehren Sie zurück in ihre Heimatstadt Weißwasser - wie aufregend ist das, Herr Hanusch?

Steve Hanusch: Natürlich ist das eine Megasache, die ich vor sechs Wochen noch nicht für möglich gehalten hätte. Toni und ich, wir kennen dort fast jedes Gesicht im Verein. Auch wenn wir schon 2006 nach Mannheim gegangen sind. Mein Vater Torsten hat zwischen 1990 und 2004 elf Jahre dort gespielt, ist nun Jugendtrainer. Meine Eltern leben in Weißwasser, Tonis Familie hat ein Textilgeschäft.

Kommen Sie mit dem emotionalen Aspekt klar?

Hanusch: Für mich zählt nur das Weiterkommen mit den Huskies. Ich bin froh, nach zwei Jahren ohne nun endlich mal wieder Playoffs spielen zu können. Dazu gehört, dass ich möglichst wenig darüber nachdenken will, wer dort auf der Tribüne sitzen wird. Das will ich von mir fernhalten und mir so etwas Druck nehmen.

Können Sie den Kasselern Tipps geben, wie der Fuchsbau zu knacken ist?

Hanusch: Wohl kaum, dafür sind wir schon zu lange fort. Im aktuellen Team sind nur noch Jens Heyer und Elia Ostwald Weggefährten von früher. Ich bin sicher, dass unser Trainerteam uns bestens einstellen und vorbereiten wird. Und was das Quartier betrifft: In Weißwasser gibt es ohnehin nur ein Hotel, das unseren Tross unterbringen kann.

Wie fällt ihre sportliche Prognose aus?

Hanusch: Unser Kader ist größer und in der Breite besser besetzt. Wenn wir also die Füchse nicht unterschätzen und schon im ersten Spiel ein klares Zeichen setzen, dann sollten wir uns spielerisch genauso wie physisch durchsetzen. Wir haben vier Sturmreihen, die jedes Spiel und so die Serie entscheiden können.

Übrigens: Der erste Spieler, der einst aus Weißwasser nach Kassel kam, war 1993 der in Görlitz geborene Falk Ozellis (heute 48). Es folgten Sebastian Elwing (2006) und der bereits 1997 verstorbene Branjo Heisig (1995). Allesamt im nahen Bad Muskau in der Lausitz geboren sind Hanuschs Weggefährte Toni Ritter sowie die Ex-Huskies Florian Proske (20), Danny Albrecht (32) und Robert Francz (38).

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