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Huskies nach Crimmitschau: Drei Punkte, aber ein Effizienz-Problem

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Von: Pascal Spindler

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Geht voran: Huskies-Kapitän Denis Shevyrin leitete den zwischenzeitlichen Ausgleich gegen Crimmitschau ein.
Geht voran: Huskies-Kapitän Denis Shevyrin leitete den zwischenzeitlichen Ausgleich gegen Crimmitschau ein. © Dieter Schachtschneider

4:1 gewannen die Kassel Huskies gegen die Eispiraten Crimmitschau, haben ihren kleinen Negativlauf beendet. Und doch bleibt ein Problem: mangelnde Effizienz vor dem Tor.

Kassel – Huskies-Trainer Bo Subr schlenderte gut gelaunt durch die Katakomben, auch viele seiner Spieler hatten ein breites Grinsen aufgesetzt. 4:1-Sieg gegen die Eispiraten Crimmitschau, die Mini-Krise nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Bad Nauheim und die Lausitzer Füchse beendet. Die nordhessischen Eishockey-Profis sind zurück in der Erfolgsspur.

„Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir nach den Niederlagen zurückgeschlagen haben. Wir hatten wieder sehr viele Torchancen, die wir nicht genutzt haben. Das hat uns aber nicht frustriert, wir haben einfach immer weitergemacht und dann auch unsere Tore erzielt“, sagte Subr nach der Partie.

Crimmitschau ging durch Mathieu Lemay früh in Führung (4.). Die Huskies erarbeiteten sich in der Folge zwar zahlreiche Chancen, allerdings waren die Abschlüsse häufig zu unpräzise oder der starke Gäste-Goalie Ilya Sharipov hatte seine Finger im Spiel. „Wir haben sehr viel Druck ausgeübt. Aber auch Kompliment an Ilya, der hat brutal gehalten“, lobte Huskies-Kapitän Denis Shevyrin und ergänzte: „Es ist schon auffällig, dass Teams gegen uns sehr defensiv spielen“, motiviert sind und die Goalies oft herausragende Tage haben.“ Erst Jamie Arniel (38.) löste den Tor-Knoten. Max Faber schob direkt die 2:1-Führung hinterher (39.).

Insgesamt schossen die Huskies 42 Mal aufs Crimmitschauer Tor, schon in Weißwasser hatten die Kasseler 43 Abschlüsse, gegen Bad Nauheim sogar 50. In den vergangenen drei Spielen gab’s somit 135 Schüsse aufs Tor –aber nur acht Treffer. Warum lassen die Huskies momentan so viele Chancen liegen?

„Wenn ich darauf eine Antwort hätte, wäre ich wahrscheinlich ein reicher Mann“, sagte Subr nach dem Crimmitschau-Spiel und schmunzelte. Für ihn sei es wichtig, diese vielen Chancen zu kreieren. „Hätten wir diese Möglichkeiten nicht, dann wäre ich besorgter. Aber klar, manchmal machen wir es vielleicht auch zu kompliziert, statt den Puck einfach ins Tor zu schießen.“

Kapitän Shevyrin versicherte, dass das Team schon länger an seiner Effizienz arbeite. „Wir versuchen, uns da immer zu verbessern. Wir arbeiten viel an den Kleinigkeiten, beispielsweise daran, wie wir gegen tiefstehende Gegner unsere Verteidiger besser einbinden können.“

Tiefstehend agierten auch die Crimmitschauer. Selbst nach der 2:1-Führung der Huskies veränderte das Team von Trainer Marian Bazany nur wenig am eigenen Spiel –und hielt dieses so bis kurz vor Schluss offen. Erst als Gäste-Goalie Sharipov zweimal vom Eis fuhr, erzielten die Huskies weitere Tore. Lars Reuß (58.) und Tomas Sykora (59.) trafen aus großer Distanz ins leere Netz.

„Wir haben 60 Minuten konstant gut gespielt, hatten vielleicht ein bisschen viel Pech im Abschluss. Aber wenn wir weiter so viele Torchancen kreieren, platzt im Spiel irgendwann immer der Knoten“, sagte 3:1-Torschütze Reuß. Für den 22 Jahre alten Angreifer war es der zweite Treffer im Huskies-Trikot: „Das gibt mir sehr viel Selbstvertrauen. Wichtiger als mein Tor waren allerdings die drei Punkte.“ Drei Punkte, die die Huskies trotz ihres Chancenwuchers einfuhren. (Von Pascal Spindler)

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