So feierten die Huskies den Finaleinzug

Als die Jubelstunde schlägt: Humba und Freudentänze

Stimmt die Humba an: Alex Heinrich. Foto: Fischer

Kassel. „Vier, drei, zwei, eins.....“ Es ist 21.58 Uhr am Freitagabend, als die Jubelstunde schlägt. Die Huskies stürmen auf ihren Torhüter Markus Keller zu. Tanzen wie ausgelassene Kinder übers Eis.

Auf der Kasseler Bank fallen sich Cheftrainer Rico Rossi und sein Co-Trainer Hugo Boisvert in die Arme. Und auf den Rängen skandieren die Fans „Finale, oho, Finale, oho“ und „Oh, wie ist das schön, oh, wie ist das schön, so was hat man lange nicht gesehn, so schön, so schön.“

Es ist ein Abend, an dem die Fans nicht von ihren Huskies lassen wollen und die Huskies das Eis nicht verlassen wollen. Alle wollen ihn auskosten, genießen, diesen verrückten, denkwürdigen Eishockeyabend, an dem die Huskies durch das 4:1 im sechsten Spiel der Playoff-Halbfinalserie gegen die Ravensburger den Einzug ins Playoff-Endspiel gegen Bietigheim perfekt machten.

Lesen Sie auch den Spielbericht, unseren Kommentar zum Finaleinzug und die Reaktionen der Huskies auf den Sieg.

Rossi ist mit einem gelösten, breiten Grinsen im Gesicht als Erster in die Kabine verschwunden. Und irgendwann, nach der ersten Jubelrunde, da folgen auch die Spieler. Michi Christ, einer der Kasseler Jungs, macht den Anfang, er ist ein geballtes Emotionsbündel. Leidtragende ist die Kabinentür, die gleich mehrere Freudenschläge zum Kommentar „Ja, ja, ja“, abbekommt. Ihm folgt der Rest der Mannschaft – noch in voller Montur. Verschwitzt, aber glücklich. Kurz darauf geht die Kabinentür wieder auf. Nun nur noch mit halber Montur, dafür aber mit mit einer Flasche Feierbier in der Hand, kehren die Spieler nach und nach zurück aufs Eis.

Nun folgt der Jubelstunde zweiter Teil. „Manu Klinge ist ne Frau“ stimmen die Fans an. Jenen Song, mit dem die Frankfurter Fans den Huskies-Kapitän irgendwann mal ärgern wollten, mit dem die Huskies-Fans ihren Kapitän aber längst besonders gern feiern. Und der lässt sich nicht lange bitten, greift zum Mikrofon, und bedankt sich bei den Fans für die Unterstützung.

Auch Alex Heinrich hat kurz darauf einen Stimmenverstärker in der Hand, ein Megaphon nämlich. Der Verteidiger soll die obligatorische Humba anstimmen. „Gib mir ein H“ ruft er. „H“ antwortet der Heuboden. Bis zum Buchstaben „M“ klappt das auch noch ganz gut. Danach aber, da fehlen ihm irgendwie die Worte. „War ein hartes Spiel, tut mir leid. Machen wir noch mal.“ Und beim zweiten Anlauf bringt er die Humba komplett über die Lippen – und danach tanzt die Mannschaft ausgelassen dieselbige.

Doch wie es sich gehört zum Finaleinzug, ist die Humba natürlich nicht genug. Es folgt der Ausdruck höchsten Huskies-Jubels, die Raupe.

Michi Christ ist es, der die Eishockey-Meute auf vier Beinen übers Eis anführt. Der Schlusspunkt unter einen Abend, den Klinge später als „ein Mega-Abend“ bezeichnen wird.

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Posted by HNA on Freitag, 8. April 2016

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