Kapitän auf dem Sofa

Zehn Tage Ruhe: Verletzter Husky Klinge kann nicht einmal den Hund ausführen

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Rückblick: Manuel Klinge (rechts) im November 2008 nach einem Schlüsselbeinbruch mit den Mannschaftsärzten Rolf Raetzer (links) und Hans-Günter Schafdecker.

Kassel. Sofa statt Eisfläche, Ruhe statt Training: Für Manuel Klinge ist an einen Einsatz als Eishockeyspieler derzeit nicht zu denken.

„Lange Zeit hatte ich Glück, aber nun hat es mich auch mal wieder erwischt“, sagt der Kapitän der Kassel Huskies. Bei der Derbypleite in Bad Nauheim war ihm am Sonntag kurzzeitig die linke Kniescheibe herausgesprungen, nach 37 Minuten war die 3:5 verlorene Partie für ihn zu Ende.

„Ich wollte vor dem vierten Gegentor den Puck vor unserem Tor wegschlagen. Aber ich bin mit einer Kufe im Eis hängen geblieben und habe einen Schlag im Knie verspürt“, berichtet der 33-Jährige. „Ich wollte sofort beim Schiedsrichter zwei Strafminuten reklamieren, weil ich dachte, gefoult worden zu sein. Aber dazu kam es nicht mehr.“ Weil der Schmerz – „kurz und sehr intensiv, bis die Scheibe von selbst wieder an die richtige Stelle gesprungen ist“ – so ungewohnt war. „Deshalb konnte ich gar nicht einschätzen, was da los war“, sagt Klinge.

Mannschaftsarzt Hans-Günter Schafdecker (Baunatal) indes kann das. Und erklärte, dass aufgrund der Patellaluxation und der Dehnung auch die Bänder des Knies angegriffen seien. „Zehn Tage lang sollte Manu Ruhe halten, danach erst kann er mit Physiotherapie beginnen zur Stabilisierung.“

Zehn Tage? „Wenn die Schwellung zurückgegangen ist, möchte ich so schnell wie möglich mit der Reha beginnen“, sagt Klinge. Sechs bis zwölf Wochen wird er auf dem Eis fehlen, nicht jedoch in der Kabine. „Ich bin der Kapitän der Huskies. Da ist doch klar, dass ich am Freitag beim Spiel gegen Freiburg in der Halle sein werde und sonst auch möglichst oft beim Training. Ich kann den Jungs auch da helfen, mich kümmern, motivieren, vielleicht mentale Blockaden lösen.“

Nur ein Problem muss noch gelöst werden: „Ich kann jetzt nicht mit unserem Mischlingshund Ole Gassi gehen“, sagt Manuel Klinge.

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