Gibbs: Keine Panik, aber auch keine Zeit mehr zu verlieren

Carpenter schon wieder weg: Tim Kehler alleiniger Chefcoach der Huskies

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Nun Chefcoach: Tim Kehler

Der nächste Paukenschlag bei den Huskies: Kassels Eishockey-Zweitligist und Trainer Bobby Carpenter gehen getrennte Wege.

Aktualisiert am Dienstag, 18. Dezember, 18.33 Uhr: Beide Seiten einigten sich am Dienstag auf die Auflösung des laufenden Vertrags, heißt es in einer Mitteilung des Klubs. Somit wird Tim Kehler erstmals beim Heimspiel gegen die Tölzer Löwen am Freitag (19.30 Uhr) als alleiniger Cheftrainer hinter der Bande stehen.

„Auch unter guten Freunden muss man manchmal schwere Entscheidungen treffen“, erklärte Joe Gibbs, der Geschäftsführer. „Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Bobbyim Oktober spontan gekommen ist und helfen wollte. Aber wir müssen jetzt feststellen, dass sich das Team und unsere Situation nicht klar verbessert haben.“ Gleichwohl habe Carpenter „in dieser Übergangszeit geholfen, die Mannschaft sportlich zu stabilisieren sowie taktisch und strukturell weiterzuentwickeln“.

Die Zahlen indes sprechen eine andere Sprache: Mit Rico Rossi, der am 23. Oktober damals von Carpenter als Coach abgelöst und als Sportlicher Leiter inthronisiert wurde, holten die Huskies in zwölf Spielen 19 Punkte. Mit Carpenter, dem am 11. November Tim Kehler gleichberechtigt zur Seite gestellt wurde, sind es in 15 Spielen nur 14 Zähler. Gibbs: „Wir haben auch jetzt noch keine Panik. Aber wir haben auch keinerlei Zeit mehr zu verlieren. Jetzt hat die Mannschaft mit Tim Kehler einen Ansprechpartner und einen Kopf, der die Vorgaben macht.“

In der Hoffnung, dass nach der Defensive, die in den vergangenen neun Spielen nur noch 19 Gegentore zugelassen hat, jetzt endlich auch im Angriff nachhaltig der Knoten platzt, sagt Gibbs: „Nun gehen wir den nächsten Schritt und übergeben Tim Kehler die alleinige Verantwortung als Huskies-Cheftrainer.“

Jenem Mann also, der als Erster in den Kasseler Reihen endlich Klartext geredet hat über die Leistungen und die Auftritte der Spieler. Dessen Zuversicht aber auch jede Woche aufs Neue einen Dämpfer erhielt. „Die Jungs hängen sich rein, sie wollen sich und aller Welt beweisen, dass sie es können“, sagte er nach dem Sieg am Freitag. Und befand: „Ich glaube an den guten Charakter des Teams. Diese Huskies sind keine untrainierbare Truppe.“ 48 Stunden nach dem bitteren 0:1 in Bad Nauheim hätte er das vermutlich schon wieder anders formuliert.

Tim Kehler jedenfalls hat nun das volle Vertrauen von Gibbs und Rossi. Und er wird sie rannehmen, die Truppe. „Wer besser werden will, der muss hart arbeiten, härter arbeiten als zuvor“, fordert Manager Gibbs. Das im Sommer auf Intervention der Mannschaft von Rossi zunächst wohl reduzierte bzw. komprimierte Trainingspensum sei jedenfalls schon einmal wieder gesteigert worden, sagt Gibbs. Der Spielermarkt gebe nicht viel her – „also muss jeder einzelne, der da ist, dafür sorgen, dass die Mannschaft nun endlich erfolgreicher wird.“ Am Freitag gegen Bad Tölz und am Sonntag als Außenseiter in Frankfurt.

Bobby Carpenter war am Dienstag nicht zu erreichen.

Aus dem Video-Archiv: Bobby Carpenter bei seiner Vorstellung

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