„War schon überrascht“

„War schon überrascht“: Husky Carciola sucht neuen Klub - und wird Papa

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Vier Jahre gehörte die Nummer 29 der Huskies ihm: Adriano Carciola ist nun auf Vereinssuche.

Adriano Carciola wäre gern geblieben. Schließlich sind die Kassel Huskies sein Heimtverein. Doch die Saison in der DEL2, die für die Nordhessen so früh endete, war seine letzte im blau-weißen Dress.

Carciola (31) wird in der kommenden Saison keinen neuen Vertrag mehr erhalten. Nach vier Jahren und 315 Spielen ist nun also Schluss.

„Ich war schon überrascht von der Entscheidung. Im ersten Moment war das ein kleiner Schock, ich war traurig“, gibt er zu. Denn die Huskies sind nicht nur ein Verein. „Ich bin hier geboren, habe hier das Eishockeyspielen gelernt, durfte hier mein erstes DEL-Spiel machen, habe zum ersten Mal mit meinem Bruder Fabio in einem Team gespielt, bin mit den Huskies Meister geworden – es sind viele schöne Momente, die ich mit Kassel verbinde.“

Doch irgendwie passte die verkorkste Kasseler Eishockey-Saison auch zu seiner eigenen. „Meine Leistung zuletzt war nicht das, was ich eigentlich kann.“ Dass er sich nun nach einem neuen Klub umschauen muss, ordnet er mit ein bisschen Abstand zum Gespräch mit Trainer Tim Kehler, der ihm die Entscheidung mitteilte, eher nüchtern ein: „So ist nun mal der Job.“

Jetzt beginnt also die Suche nach etwas Neuem. Denn eins stellt Carciola mit Nachdruck klar: „Ans Karriereende denke ich nicht. Ich möchte weiterspielen, auf jeden Fall gern in der zweiten Liga.“

Und doch wird sein Leben sich verändern in nächster Zeit. Nicht nur, weil er kein Husky mehr sein wird. Seine Verlobte Madlen und er erwarten im August ihr erstes Kind, eine Tochter. Auch die Hochzeit ist geplant. Heißt für den werdenden Papa: „Jetzt muss ich anders planen.“ Konkrete Angebote liegen noch nicht auf dem Tisch. Er würde aber gern Familie in der Nähe haben, wenn der Nachwuchs erstmal da ist. Seine Eltern wohnen in Kassel, die Schwiegereltern in Heilbronn. Bruder Fabio (33) lebt mit Frau und Sohn Adriano in Augsburg, spielt in der Nähe beim Viertligisten Königsbrunn.

Gut möglich also, dass so die Richtung bei der Vereinssuche grob vorgegeben ist. „Natürlich gab es die Überlegung, bei den Huskies meine Karriere zu beenden. Das wäre nicht schlecht gewesen. Nun aber geht’s für mich eben woanders weiter.“ Dann als Familienvater mit eigenem Nachwuchs.

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