Eishockey

Heißer Tanz für die Huskies: Am Freitag in Deggendorf, Sonntag kommt Bietigheim

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Muss verletzt passen: Adriano Carciola, hier vor dem Freiburger Philipp Rießle, wird den Huskies an diesem Wochenende fehlen.

Es wird kein Wochenende wie jedes andere. Denn natürlich geht der Tod des langjährigen Hauptgesellschafters und Geschäftsführers nicht spurlos an den Kassel Huskies vorüber.

Am heutigen Freitag gastieren sie beim Deggendorfer SC (20 Uhr), am Sonntag kommt Meister Bietigheim in die Eissporthalle (18.30 Uhr). „Die Stimmung ist natürlich gedrückt, aber jeder hier hatte einen anderen Bezug zu Simon Kimm und geht daher auch anders mit der Situation um“, sagt Rico Rossi. Natürlich hat der Sportliche Leiter insbesondere die Kasseler Jungs im Auge, die Kimm seit ihrer Kindheit kannten.

Für Trainer Tim Kehler steht gleichwohl die Vorbereitung auf die beiden schweren Aufgaben an. Geht es am heutigen Freitag ab 20 Uhr beim Deggendorfer SC doch darum, mit dem dritten Sieg im vierten Duell (heim: 6:2, 3:1, auswärts 2:4) nicht noch mehr Boden in der Rangliste zu verlieren. Und am Sonntag steht ab 18.30 Uhr im Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers Wiedergutmachung an, nachdem die erste Partie in der Eissporthalle bei Kehlers Premiere nach desolatem Auftritt 1:6 verloren wurde. Vor dieser Partie wird es eine Trauerzeremonie im Gedenken an Simon Kimm geben.

Trauer um langjährigen Huskies-Chef: Simon Kimm gestorben

Trauer um langjährigen Huskies-Chef: Simon Kimm gestorben
Huskies-Chef Simon Kimm ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Das Foto entstand 2017.  © Fischer
Trauer um langjährigen Huskies-Chef: Simon Kimm gestorben
Kimm baute vor über 40 Jahren die Kasseler Eishalle. © Fischer
Trauer um langjährigen Huskies-Chef: Simon Kimm gestorben
Simon Kimm mit Huskies-Chef Joe Gibbs während eines Spiels der Kassel Huskies im Jahr 2014. © Fischer
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Auch beim Fußball begeistert: Simon Kimm bei einem Spiel des KSV Hessen. Das Foto entstand 2004.  © HNA Archiv
Trauer um langjährigen Huskies-Chef: Simon Kimm gestorben
Einen Tag vor dem Saisonauftakt im Jahr 1998 überraschte Huskies-Geschäftsführer Simon Kimm Spieler, Trainer und Manager mit je einem von seinen Pferden getragenen Hufeisen als Glücksbringer: Hier überreicht Kimm (Mitte) Kapitän Jürgen Rumrich den Talismann. Links Bundestrainer Hans Zach. © HNA Archiv
Trauer um langjährigen Huskies-Chef: Simon Kimm gestorben
Eishallen-Geburtstagsfeier im Jahr 2000: v.l.Elvira Koch (Kaufmän. Angestellte vom 1. Tag), Siegfried Flury (Ex- Geschäftsführer), Eckhardt Frentzel-Beyme (Chef Senioren-Eislaufgemeinschaft), Fritz Schaffranek (1. lizensierter Eishockeytrainer der ESG), Ralf Friedenberg (Geschäftsführer), Simon Kimm, Stefan Kimm (Geschäftsleitung), Jochen Luck (Mitbegründer der ESG). © HNA Archiv
Trauer um langjährigen Huskies-Chef: Simon Kimm gestorben
Im Jahr 2013: Hinten: Simon Kimm, Joe Gibbs und vorne: Horst Gude, Dr. Werner Neusel. © Fischer
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Jens Rose, Joe Gibbs und Simon Kimm. © 
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Simon Kimm im  Jahr 2003. © 
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 © Fischer
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2010: Simon Kimm, Dennis Rossing und Joe Gibbs. © HNA Archiv
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2017: OB Christian Geselle, Simon Kimm und  DEB-Präsident Franz Reindl. © Fischer
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Simon Kimm und Fußball-Nationalspieler Mario Basler im Jahr 1999. © HNA Archiv
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Von links: DR. Andreas Nodoushani, Rainer Lippe, Simon Kimm, Hans Eichel, Volker Wagner im Jahr 2005. © Schachtschneider
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Huskies-Boss Simon Kimm (links) und OB Georg Lewandowski im Zwiegespräch im Jahr 2003. © HNA Archiv
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Simon Kimm im Jahr 2000. © HNA Archiv 

„Wir müssen es schaffen, diesen großen Verlust auszublenden und uns auf den Sport zu konzentrieren“, sagt Kehler. Denn: „Wir brauchen jeden Punkt, das muss jedem klar sein.“ Und: „Wir brauchen auch jeden Mann“, ergänzt Kehler. Denn als einziger Wolfsburger ist Valentin Busch da, fällt aber ebenso verletzt aus wie Adriano Carciola. Daher rückt Stürmer Sam Povorozniouk wieder ins Team, Verteidiger Mike Little muss den vierten Ausländerplatz räumen.

Sein Saisondebüt bei den Huskies wird am Freitag Stürmer Mark Ledlin (21) geben – obwohl der Rückkehrer am Donnerstag eine Förderlizenz für Oberligist Herne erhalten hat, um nach seiner langen Pause Spielpraxis sammeln zu können. Er soll zunächst die vierte Sturmreihe auffüllen.

„Wir haben das erste Spiel in Deggendorf verloren. Und es wird diesmal keineswegs leichter“, sagt Trainer Kehler. Der DSC habe im Januar dreimal daheim zu Null gespielt. Und: „Das Team wird heiß sein, sich für eine 1:9-Pleite in Heilbronn vor den eigenen Fans zu rehabilitieren“, erwartet Kehler einen heißen Tanz für seine Kasseler.

Nicht mehr zum Kader zählen Stürmer Tyler Gron und Förderlizenz-Verteidiger Florian Kraus. Beide haben die Freigabe für einen Wechsel erhalten und sich dem DEL2-Rivalen Tölzer Löwen angeschlossen. Weitere Personalien gebe es derzeit nicht, erklärte Rico Rossi am Donnerstag, „aber es ist im Markt vieles im Fluss“. Die Transferperiode endet am 15. Februar.

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