Vier Tore im Schlussabschnitt

Kassel Huskies atmen nach 5:2 in Dresden auf

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Starker Rückhalt: Kassels Torhüter Marcel Melichercik war am Freitag und Sonntag Stütze des Kasseler Spiels.

Die Kassel Huskies haben ihre Negativserie in der DEL2 gestoppt: Dem 0:1 gegen Kaufbeuren am Freitag folgte am Sonnntagabend ein 5:2 (1:1, 0:1, 4:0)-Erfolg bei den Dresdner Eislöwen. Es ist ein Erfolg aus der Kategorie „Durchatmen“ nach zuvor fünf Niederlagen aus sechs Eishockeyspielen.

„Jeder spürt den Stress in der momentanen Situation. Es gibt keine Zauberpille. Es gibt nur zwei Arten, um aus einer Krise herauszukommen: zu kämpfen und zu arbeiten. Und das müssen wir jetzt tun“, hatte Trainer Rico Rossi nach der Niederlage gegen die Allgäuer erklärt.

In Dresden waren die kriselnden Teams der Liga unter sich. Denn die ambitioniert gestarteten Eislöwen stecken im Tabellenkeller fest. Und es waren die Huskies, die vorlegten: Keine zwei Minuten waren gespielt, als die Scheibe bei Richie Mueller landete und der Goldhelm nicht lange zögerte und zum 1:0 (2.) abschloss.

Gut, ein Offensivfeuerwerk entstand nun nicht. Aber immerhin: Es fielen weitere Tore. Beide Teams waren bemüht. Die Folge: Dresden kam zurück. Der Ausgleich fiel, nachdem Thomas Pielmeier das Bully vor dem Tor der Huskies gewonnen und direkt quergelegt hatte auf Nick Huard (13.). Mit der Pausensirene hatten die Huskies Glück, als der vermeintliche Führungstreffer der Hausherren nicht zählte. Denn Tomas Schmidts Schuss war erst nach Ablauf der Uhr ins Tor geflogen.

Aber: Kaum hatte das zweite Drittel begonnen, da fiel dann tatsächlich das 2:1. Erneut war es Huard, der 13 Sekunden nach Wiederbeginn Marcel Melichercik auf dem falschen Fuß erwischte und die erstmalige Führung für die Dresdner besorgte. Und die Huskies? Präsentierten sich gefestigter als noch zuletzt. Gaben nicht auf. Zogen Sicherheit aus zwei erfolgreichen Unterzahlspielen in diesem Drittel und ließen sich von der Ruhe anstecken, die ihre Nummer eins ausstrahlte. Unterzahl und ein guter Keeper – das waren am Freitag die einzigen Lichtblicke im Kasseler Spiel gewesen. Nun erwiesen sie sich als Grundstein für den Erfolg. Hinzu gesellten sich zwei weitere Bausteine: Die Huskies kassierten keine weitere Strafzeit. Mit insgesamt 18 Strafminuten am Freitag hatten sie sich selbst unnötig geschwächt. Im Schlussdrittel blieben sie diesmal 20 Minuten komplett und kamen nun auch endlich mal wieder zu Torabschlüssen. Etwas, das vor allem gegen Kaufbeuren Mangelware gewesen war. Allerdings mussten die Kasseler zunächst noch zwei Schockmomente überstehen. Erst bekam Verteidiger Dinger die Scheibe von hinten ans Knie und musste zur Bank geschoben werden (45.), drei Minuten später blockte Povorozniouk mit seinem Knie einen Dresdner Schuss und ging mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden. Doch Glück für die Huskies: Beide kehrten zurück, beide hatten Anteil an dem, was folgte. Denn die Huskies drehten die Partie in den letzten zehn Minuten. Jens Meilleur leitete die Wende mit einem Schlagschuss von der rechten Seite ein, den Jace Hennig noch abfälschte (50.). Dem 2:2 ließ Tyler Gron einen Doppelpack folgen, zu dem unter anderen Povoroziouk die Vorarbeit leistete. Beim ersten Mal zog der Deutsch-Kanadier von halblinks ab (56.), beim 4:2 schloss er einen Zwei-auf-Eins-Konter erfolgreich ab (58.). Den Schlusspunkt besorgte Dinger mit seinem Treffer ins verwaiste Dresdner Tor.

Der Schritt in ruhigere Eishockey-Zeiten in Kassel kann aber nur gelingen, wenn die Mannschaft auch die Fans wieder an Bord holt.

SR: Kannengießer/Haupt, Z: 2031

Tore: 0:1 (1:43) Mueller (Walters, Neal), 1:1 (12:31) Huard (Knackstedt), 2:1 (20:13) Huard (Zauner), 2:2 (49:31) Hennig (Meilleur, Ritter), 2:3 (55:25) Gron (Carciola, Povorozniouk), 2:4 (57:21) Gron (Carciola, Müller), 2:5 (59:41) Dinger (Empty Net); Strafminuten: Dresden 4, Kassel 6

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