Insolvenz noch nicht abgewendet

Hilgen und Kimm einig: Huskies sollen eine Zukunft haben

Kassel. Es geht zunächst weiter mit den Huskies und der Eissporthallen-Betriebsgesellschaft KEBG. Das erscheint als gute Nachricht des turbulenten Mittwochs, an dem die Zukunft des Kasseler Eishockeys wieder einmal auf Messers Schneide stand.

Aktualisiert um 19.19 Uhr.

Aber: Die in finanzielle Schieflage geratene KEBG mit Geschäftsführer Stefan Traut hat zwar am Mittwoch (noch) keinen Antrag auf Insolvenz gestellt, könnte das aber mangels Perspektive bald tun.

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Am Morgen hatte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) Edith und Simon Kimm aufgesucht. In einem „ausgesprochen guten und konstruktiven“ Gespräch, wie es später in einer gemeinsamen Erklärung hieß, hätten Hilgen und die Eissporthallen-Eigentümer vereinbart, auch künftig Profi-Eishockey in Kassel zu ermöglichen. Dazu sei eine modernisierte, attraktive Halle erforderlich, die auch für Jugendarbeit, andere Sportarten, Veranstaltungen und Konzerte nutzbar sein soll.

Um professionellen Sport auf Dauer zu sichern und zu stärken, seien „auch schwierige Fragen mit großer finanzieller Tragweite zu klären“. Eine finanzielle Beteiligung der Halleneigentümer Kimm an der KEBG aber komme nicht in Betracht. Der aktuelle Hallenmieter müsse seine Situation selbst klären. Im Klartext: Kimm plant ohne Traut und die KEBG und offenbar mit Joe Gibbs als neuem, altem Eishockey-Macher.

KEBG-Geschäftsführer Stefan Traut wollte am Mittwoch trotz einer aktuellen Finanzlücke von 250.000 Euro zunächst keine Fakten beim Amtsgericht schaffen, „solange sich noch bemüht wird, etwas zu retten.“ Er werde nun das weitere Vorgehen mit KEBG-Gesellschafter Dennis Rossing besprechen.

Von Gerald Schaumburg und Michaela Streuff

Video: Interview mit Stefan Traut vor Veröffentlichung der Pressemitteilung von OB Hilgen und Kimms:

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